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04 September 2019, 19:49
Papst nennt Kritik an seiner Amtsführung "eine Ehre"

Während "informellen" Gesprächs mit mitreisenden Journalisten auf dem Flug nach Mosambik - Papst meint zu Kardinal Müller: "Er hat gute Absichten, er ist ein guter Mann. Der Papst mag ihn. Aber er ist wie ein Kind."

Maputo (kath.net/KAP/red) Papst Franziskus hat Kritik konservativer Kreise gegen seine Amtsführung als "eine Ehre" bezeichnet. Der Papst äußerte sich auf dem Flug nach Mosambik am Mittwoch vor mitreisenden Journalisten. Franziskus bezog sich auf ein aktuelles Buch des französischen Vatikan-Korrespondenten Nicolas Seneze mit dem Titel "Wie Amerika den Papst verändern will", das sich mit Kritikern um den früheren Washingtoner Nuntius Carlo Maria Vigano, aber auch aus der politischen Rechten befasst.

Vatikansprecher Matteo Bruni präzisierte die päpstliche Aussage "Es ist eine Ehre, wenn die Amerikaner mich angreifen" dahingehend, Franziskus betrachte Kritik immer als Ehre, besonders wenn sie von maßgeblichen Denkern vorgebracht werde "und in diesem Fall von einer bedeutenden Nation". Bruni betonte, die Äußerung habe in einem "informellen Rahmen" stattgefunden.

Mit Blick auf kritische Einlassungen des ehemaligen Glaubenspräfekten Kardinal Gerhard Ludwig Müller sagte der Papst auf eine Journalistenfrage, Müller habe gute Absichten, sei dabei aber "wie ein Kind". Wörtlich sagte Franziskus: "Er hat gute Absichten, er ist ein guter Mann. Der Papst mag ihn. Aber er ist wie ein Kind." Der Papst äußerte sich bei einer kurzen Begrüßung der mitreisenden Medienvertreter. Dabei wurde er auf Beiträge des früheren Chefs der Glaubenskongregation angesprochen, die teils eine distanzierte Sicht auf das aktuelle Pontifikat durchblicken ließen.

Papst Franziskus Ankunft in Maputo/ Mozambique - Begrüßungszeremonie




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