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14 Oktober 2019, 09:00
„Eine Beleidigung Gottes und seines Planes für die Kirche“

Kurienkardinal Sarah übt deutliche Kritik an der Ideologie bei der Amazonien-Synode durch Teilnehmer aus dem Westen: " Ich fürchte aber, dass einige aus dem Westen diese Veranstaltung verzwecken wollen, um ihre Pläne durchzubringen"

Vatikan (kath.net)
"Diese Synode hat eine spezifische und lokale Ebene: Die Evangelisierung des Amazonas-Gebiete. Ich fürchte aber, dass einige aus dem Westen diese Veranstaltung verzwecken wollen, um ihre Pläne durchzubringen." Mit deutlichen Worten hatte vergangene Woche Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Liturgiekongregation, gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere Della Sera“, Kritik an der Amazonien-Synode geübt. Dieser Versuch, die eigene Agenda voranzubringen sei eine "Beleidigung Gottes und seines Planes für die Kirche." Konkrekt kritisierte Sarah einige Ideen von verheirateten Priester, Frauenpriestertum und Verantwortung von Laien. "Diese Punkte berühren die Struktur der universalen Kirche. " Die Einführung solcher "ideologischer Pläne" seien eine "unwürdige Manipulation".

Der bekannte Kardinal teilte weiters mit, dass einige Personen der Synode möchten, dass diese Synode ein "Laboratorium" für die Universalkirche werde. "Wenn dies wahr ist, dann ist dies unehrenhaft und irreführend." Sarah zeigte sich in dem Interview schockiert, dass der spirituelle Notfall der Armen im Amazonasgebiet dafür verzweckt werde.

Den Vorschlag, dass man den Priestermangel mit "Viri probati" bekämpfe, bezeichnete der Kardinal als "theologisch absurd". Dies würde eine "funkionale Aufgabe des Priestertums" bedeuten. Der Vorschlag widerspreche auch klar dem 2. Vatikanum.