Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  2. Päpstliche Endzeit
  3. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  4. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  5. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  6. „Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“
  7. Die beiden wichtigsten Gebote
  8. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  9. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  10. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  11. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  12. ‚Wie geht man mit päpstlichen Fehlern um?’
  13. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  14. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  15. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen

„Wir brauchen Save From Abortion Day: Frauen und Kinder müssen vor Abtreibungen bewahrt werden"

27. September 2020 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Cornelia Kaminski: Bei Abtreibungen sterben Kinder, in Deutschland jeden Tag eine ganze Grundschule - In England starben allein in diesem Frühjahr zwei junge Frauen an einer chemischen Abtreibung


Augsburg (kath.net/ALfA) Wenn Abtreibungen nicht mehr erlaubt seien, griffen Frauen, die unerwartet schwanger geworden sind, zum Kleiderbügel und anderen Hilfsmitteln, um sich so ihres Kindes und damit des „Problems“ zu entledigen – und das koste jährlich Tausende von Frauen das Leben. So lautet eins der Hauptargumente der Abtreibungsbefürworter. Auch Pro Familia führt in ihrer Dokumentation zur Abtreibung aus, dass jährlich von 47.000 Todesfällen durch unsachgemäße Abtreibungen weltweit auszugehen sei – eine Zahl, die keiner Überprüfung standhält.

Die Gretchenfrage bei jeder statistischen Erhebung ist die nach dem Zustandekommen des Datensatzes. Bei einer heimlich durchgeführten Abtreibung stellt sich dies als schwierig dar, da es für Statistiker nicht so leicht ist, an Daten über illegale Eingriffe zu kommen. Allzu leicht lassen sich Abtreibungen als Fehlgeburten darstellen, und kaum jemand wird freiwillig zugeben, von einer Straftat gewusst zu haben.


Also greift die WHO zu Schätzungen. Und das sieht so aus:  Sie geht davon aus, dass eine von zwei Frauen in den USA ihre Abtreibung nicht zugibt und setzt hier einen Vergrößerungsfaktor (augmenting factor) von zwei an. Das heißt, der Datensatz wird verdoppelt. Dieser Faktor variiert jedoch von Land zu Land, in Peru liegt er bei 7,7, in Bangladesh und Indien – zwei Länder, in denen die Abtreibung von weiblichen Kindern nahezu eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit ist – immerhin noch bei 3,3. Diese Vorgehensweise ist bei der WHO scheinbar üblich: Die Aidszahlen in Afrika wurden teils völlig willkürlich um den Faktor 47 multipliziert. Auf ebensolchen Hochrechnungen und Schätzungen, nicht aber auf tatsächlichen Zahlen beruhen die Daten der WHO zur Sterblichkeit von Frauen nach Abtreibung.

So wundert es nicht, dass auch die amerikanische Zahl von „tausenden Todesfällen nach illegalen Abtreibungen“ einer statistisch wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.

Abreibungsorganisationen berufen sich stattdessen immer noch auf nahezu hundert Jahre alte Daten, wie etwa von Frederick Taussig (1872-1943), der als einflussreicher Befürworter von Abtreibungen galt und dessen Berechnungen zu Todesfällen nach Abtreibungen so unsauber waren, dass er sie selber rauf und runter korrigierte – mal waren es 3.200, dann 4.000, dann 15.000, dann wieder nur 8.000 jährlich.  Die Berechnungen stammen aus einer Zeit, als weder Verhütungsmittel noch Antibiotika flächendeckend zur Verfügung standen.

Tatsache ist daher: 1972, ein Jahr vor der Legalisierung der Abtreibung, starben in den USA 49 Frauen nach legaler Abtreibung bzw. Fehlgeburt, nach illegaler Abtreibung aber nur 39. Die Aussage, dass illegale Abtreibungen die Frauengesundheit in hohem Maße gefährden, ist also einfach nicht belegbar. Dennoch hält Planned Parenthood an den hohen Todeszahlen fest – und das, obwohl sie selbst die Wissenschaftler mit einem Preis geehrt haben, die in ihren Arbeiten diese Zahlen widerlegten.

„Bei legalen Abtreibungen sterben Frauen. Das Risiko steigt mit fortgeschrittener Schwangerschaft und Methode: in England starben allein in diesem Frühjahr zwei junge Frauen an einer chemischen Abtreibung. Bei Abtreibungen sterben Kinder: in Deutschland jeden Tag eine ganze Grundschule“, so Kaminski. „Es wird daher Zeit für einen „Save from Abortion Day“ – rettet vor Abtreibung“,  erklärt die Bundesvorsitzende der ALfA, Cornelia Kaminski, zum weltweiten Safe Abortion Day, der am 28. September begangen wird.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hausfrau und Mutter 28. September 2020 
 

Gesetz - Fortsetzung

Was viele Leute als "absolute Ausnahme" betrachten, die auch "gute" Gründe finden (Vergewaltigung, Behinderungen... usw.), ist schon lange keine Ausnahme mehr. Abtreibungen werden wie Routineeingriffe dargestellt.

Unsere Kirche (ob hier in D oder fast überall in der Welt) hat geschlafen. Klar es gibt gute Hirte, die sich engagieren aber man hört auch in der Homilien selten solchen Themen.

H&M


1

0
 
 Hausfrau und Mutter 28. September 2020 
 

Gesetz

Ob wir es wollen oder nicht, haben wir hier mit einem Gesetz zu tun, die diese Abtreibungen erlauben.

Als ich zu erstem Mal ein Kind erwartete, beglückwünschte mir der Arzt. Bei der 3. Schwangerschaft fragte der selbe Arzt: "wollen Sie das Kind überhaupt behalten?". Aus meinem Bekanntenkreis sind Unmenge von 3. Kinder nicht zur Welt gekommen.

Die ganze Einstellung der Gesellschaft angefangen bei den Arztpraxen bis zum anonymen Passanten sind für Abtreibungen.

Kürzlich hat sich an einem Sonntag (um die Mittagszeit) unser geistig-behindertes Kind 10 Minuten im Garten aufgehalten und hat laut gesprochen. Eine Nachbarin die an unserem Grundstück vorbei lief (ihre Wohnung ist in dem Haus in der zweite Reihe des Nachbarsgrundstücks), empörte sich sehr laut und fragte, ob solche Kinder überhaupt ein Recht zu Welt zu kommen. Ich habe geantwortet, dass ich gegen Tötung meiner Kinder bin... genauso gegen Euthanasie von ältere Menschen (die "Dame" ist über 70 J.). Seitdem meidet sich uns:(


1

0
 
 ThomasR 27. September 2020 
 

wir brauchen dringendst Zuwendung der Amtskirche dem Lebensschutz

damit Lebensschutz zum Thema in der Pfarrseelesorge zum Thema wird und damit auf der Ebene der Pfarren den schwnageren Frauen in Not geholfen werden kann (durch Gespräch aber auch durch Zurverfügungstellung von einem Platz in einem Frauenhaus)
Es ist dringendst notwendig, dass das Thema des Lebensschutzes auch zu einem Thema in Priesterseminaren während der Priesterausbildung wird.
Ich vermute während der Priesterausbildung von den meisten deutschen Bischöfen war Lebensschutz kein Thema in ihrer Ausbildung.


0

0
 
 Chris2 27. September 2020 
 

Wie immer beim Thema Abtreibung:

Übertreibungen, tarnen und täuschen bis zur Lüge mit völlig unwissenschaftliche Kampfbegriffe ("werdendes Leben", "Schwangerschaftsunterbrechung"), Hetze und Abschießen aller, die auch nur ansatzweise pro life sind, egal, wie sehr sie ansonsten für ihren Posten qualifiziert sind (Bürgermeisterkandidat Hollemann in München, Richter Kavanaugh, sogar ein CEO des Weltkonzerns Mozilla...)


2

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  2. Päpstliche Endzeit
  3. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  4. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  5. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  6. Benedikt XVI. zeigt wahre Größe – Benedikt distanziert sich von der „Integrierten Gemeinde“ (IG)
  7. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  8. Farbanschlag auf katholische Kirche – „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“
  9. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  10. Einen geistlichen Krieg gilt es zu streiten
  11. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  12. Die beiden wichtigsten Gebote
  13. „Papst Benedikt XVI. hat mir eine erste Brücke zur katholischen Kirche gebaut“
  14. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  15. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz