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Umstrittene Sitcom ,Popetown’ wird in Deutschland gezeigt

24. März 2006 in Chronik, keine Lesermeinung
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In Großbritannien wehrte sich die Bevölkerung erfolgreich gegen den respektlosen Umgang mit der katholischen Kirche. Nun wandert die BBC mit der Serie aus.


Düsseldorf (www.kath.net)
Die Serie wurde zwar für die BBC produziert, aber nie in Großbritannien gezeigt, weil es zu viele Proteste dagegen gab. Nun soll „Popetown“, jene Sitcom, die Papst und Kirche hemmungslos durch den Kakao zieht, ab Mai in Deutschland auf dem Musiksender MTV ausgestrahlt werden.

Die Cartoonserie ist bitter-satirisch wie die „Simpsons“. Sie zeigt, wie korrupte Kardinäle und eine infantile, exzentrische Papst-Figur im Vatikan wirtschaften. Katholiken protestierten erfolgreich gegen die Sitcom. Für sie sei es ein „öffentlich finanzierter Angriff auf ihren Glauben“, erklärte der schottische Bischof John Devine von Motherwell. Es sei „unmöglich, sich einen ähnlich respektlosen Umgang mit dem Islam oder dem Judentum vorzustellen“, meinte er.

Zehntausende Menschen legten seit Bekanntgabe des Programms vor drei Jahren Protest ein. Die religiösen Gefühle von sechs Millionen Katholiken im Land würden verletzt, kritisierten Kirchenvertreter. Mit Erfolg: Die BBC verschob die Serie, die ursprünglich schon 2003 ausgestrahlt werden sollte, und schließlich wurde sie ganz aus dem Programm genommen.

Der Erzbischof von Birmingham, Vincent Nichols, zeigte sich darüber sehr erfreut: „Ich bin sehr glücklich, dass die BBC ihre Einstellung gegenüber ‚Popetown’ überdenkt.“ Der Bischof von Arundel und Brighton, Kieran Conry, meinte: „Das ist eine sehr gute Nachricht für Christen. Man zeigt Respekt vor religiösen Gefühlen, mit denen etwas zu salopp umgegangen wurde.“



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