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| ![]() Münchner Ordinariat will ,Popetown weiter verhindern27. April 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung Vorwurf an MTV: Statt Einsicht perfide Vermarktung berechtigter Proteste Proteste auch von CDU/CSU: Grenzen der Satire wurden klar überschritten. München (www.kath.net / ok) Das Ordinariat vertritt weiterhin die Auffassung, dass Verunglimpfungen religiöser Symbole und Glaubensinhalte, wie sie durch die Werbung und die Cartoon-Serie selbst vorliegen, den öffentlichen Frieden stören und sieht sich in dieser Auffassung durch den breiten Protest in allen Bevölkerungskreisen, durch Initiativen von Seiten verantwortlicher Politiker wie auch durch die solidarischen Aussagen von Repräsentanten des Judentums und des Islam in Deutschland bestärkt. Der Vorschlag des Senders, eine Folge der Serie auszustrahlen, darüber öffentlich zu diskutieren und dann über weitere Ausstrahlungen zu entscheiden, sei insofern perfid, als damit der Versuch gemacht wird, den berechtigten Protest auch noch zu vermarkten, statt Einsicht zu zeigen, heißt es in der Erklärung Die Unbedenklichkeitserklärung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) sei selbst in höchstem Maße bedenklich, meint das Ordinariat. So hat die FSF entschieden, zwei Folgen dürften erst nach 20.00 Uhr ausgestrahlt werden, weil Kinder unter 12 Jahren die Cartoons ,als reale Kritik an der Kirche missverstehen könnten. Der Geschäftsführer der FSF, Joachim von Gottberg, meinte außerdem gegenüber der Nachrichtenagentur ddp, er könne verstehen, dass Menschen sich durch die Sendung in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlten. Der Streit darüber gehöre jedoch zum gesellschaftlichen Diskurs. Im Klartext heiße dies: Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen stellt es unter Berufung auf einen ,gesellschaftlichen Diskurs Fernsehsendern frei, religiöse Gefühle von Christen, Juden, Muslimen oder anderen Religionsgemeinschaften zu verletzen. Der empörende Vorgang zeigt, dass Handlungsbedarf für die Politik besteht, klare gesetzliche Vorgaben zu schaffen. Das Ordinariat wird die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen am 2. Mai informieren. CDU/CSU: Grenzen der Satire klar überschritten Auch die CDU/CSU-Bundestagsbeauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Ingrid Fischbach MdB, übt Kritik. Als Jugendsender steht MTV in der besonderen Verantwortung, für Toleranz und respektvollen Umgang miteinander einzustehen und Jugendlichen zu vermitteln, dass es sinnvolle Grenzen gibt, wenn religiöse Symbole und Gefühle verletzt werden. Mit der Ausstrahlung der Sendung Popetown habe MTV klar die Grenze der Satire überschritten, meint sie. Das Christentum und insbesondere die katholische Kirche werden diffamiert und verächtlich gemacht. Der Respekt gegenüber christlichen Glaubensgrundlagen werde erschüttert und Intoleranz durch Vorurteilsbildung gefördert. Es liege eine Störung des öffentlichen Friedens vor. Entsprechende strafrechtliche Schritte seien zu unterstützen. MTV müsse die Sendung absetzen, fordert Fischbach. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuMedien
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