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Vatikan: Menschliches Leben ist kein verfügbares Gut

11. Februar 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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"Es ist jedes Mal ergreifend, hier im Petersdom dieses typische Klima des Gebets und der marianischen Spiritualität zu fühlen, das den Wallfahrtsort Lourdes kennzeichnet", sagte der Papst zum Welttag der Kranken am Lourdes-Gedenktag.


Rom (kath.net/RV) 11. Februar – Gedenktag der Muttergottes von Lourdes – Welttag der Kranken. Der vielleicht einzige Anlass im Jahr, an dem aus dem Petersplatz ein riesiger Bus-Parkplatz wird. Am 11. Februar nämlich findet im Petersdom ein großer Gottesdienst mit Kranken und Behinderten aus aller Welt statt.

„Es ist jedes Mal ergreifend, hier im Petersdom dieses typische Klima des Gebets und der marianischen Spiritualität zu fühlen, das den Wallfahrtsort Lourdes kennzeichnet“, sagte Papst Benedikt in einer persönlichen Ansprache am Ende der Messe, die Kardinal Javier Lozano Barragan, der päpstliche Gesundheitsminister, zelebriert hatte.


„Liebe Brüder und Schwestern, es wird uns immer mehr klar, dass das Leben des Menschen nicht ein verfügbares Gut ist, sondern ein wertvoller Schrein, den man mit jeder möglichen Aufmerksamkeit beschützen und pflegen muss – vom Augenblick seines Beginns an bis zu seiner letzten und natürlichen Vollendung. Das Leben ist ein Geheimnis, das schon von sich aus und von jedem einzelnen Menschen Verantwortung verlangt, Liebe, Geduld und Caritas. Umso notwendiger ist es, jemandem, der krank und leidend ist, mit Fürsorge und Respekt zu begegnen.“

Auf einer rein menschlichen Ebene seien Schmerz, Krankheit und Tod nicht zu verstehen, sagte der Papst – sie blieben unserem Geist unzugänglich. „Doch da kommt uns das Licht des Glaubens zu Hilfe. Das Wort Gottes enthüllt uns, dass auch das Leid auf geheimnisvolle Art vom göttlichen Heilsplan umfangen ist; der Glaube hilft uns, das menschliche Leben für schön und lebenswert zu halten, selbst wenn es vom Leid entkräftet ist.“


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