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| ![]() Das hat das II. Vaticanum nicht gelehrt!14. Jänner 2010 in Weltkirche, 52 Lesermeinungen KLARTEXT: Der kath.net-Wochenkommentar von Bischof Andreas Laun zum "Dokument über die Religionsfreiheit", das 2. Vatikanum und Piusbruderschaft &. Co Salzburg (kath.net) So schreibt mir z.B. ein Mann: das Dokument über die Religionsfreiheit sagt ja nicht nur aus, dass man dem Menschen keine Religion gewaltsam aufzwingen darf, was ich noch teilen würde, sondern auch, dass er mit seiner eigenen Religion ( und Facon ) in den Himmel kommt. Zur Begründung seiner Position beruft er sich auf seine Bibellektüre und sagt: Als Student habe ich vor 30- 35 Jahren sehr viel die Bücher des Alten und Neuen Bundes gelesen , und eines glaube ich ganz und gar nicht , dass man mit der eigenen Religion und Meinung in den Himmel kommt, das Alte und Neue Testament verkünden uns das krasse Gegenteil, etwa wenn Jesus sagt , dass hartnäckiger Unglaube noch viel schlimmer ist als ein schlechtes Leben, und Sodom es am Jüngsten Gericht nicht so schlecht ergehen werde als den hartnäckig Ungläubigen. Daraus folgert er: Ich würde es mir niemals trauen, das Dokument von der Religionsfreiheit anzuerkennen, weil es, nach allem, was ich in Religion in der Schule gelernt habe, - ohne dass die Lehrer mir zu eben dieser Erkenntnis verhelfen wollten-, und was ich mir im AT und NT angelesen habe, Gott fast nichts so zuwider ist, als der Götzendienst. Der Mann schließt seine Gedanken mit einem Rundumschlag: Allerdings hatte der Klerus der Kirche im 2. nachchristlichen Jahrtausend immer einen großen Hang zum Opportunismus! Vieles wäre zu sagen, sowohl zu seinen historischen Unkenntnissen und vor allem auch zu seinem Vertrauen in sein Verständnis der hl. Schrift! Aber ich antworte nur auf die Kernfrage: Hat das Konzil gelehrt, was er glaubt zu wissen, steht in der heiligen Schrift, was er meint gelesen zu haben? Wahr ist, dass die Frage der Heilsnotwendigkeit der Kirche und ihres Glaubens die Menschen durch die Jahrhunderte hindurch beschäftigt hat. Wahr ist auch, dass es Stellen in der hl. Schrift gibt, die man leicht missverstehen kann. Wahr ist leider auch, dass viele Theologen und Möchte-gern-Theologen das Konzil durch ihre Fehldeutungen in Misskredit gebracht haben! Wahr ist aber vor allem: Weder die Frage noch die Antwort sind so schwierig, dass man sie nicht gut verstehen kann, wenn man guten Willens ist! Also: Tatsächlich hat Papst Gregor XVI, die Gewissensfreiheit als Wahnsinn verurteilt, und, so scheint es, das 2. Vatikanische Konzil hat sie gelehrt! Wie ist das möglich? Die Lösung des Rätsels: Natürlich haben die Väter des Konzils die Verurteilung von einst gekannt und dachten nicht im Traum daran, Papst Gregor XVI. des Irrtums zu zeihen. Aber auch Begriffe können sich entwickeln, und so haben die Väter des Konzils etwas anderes gelehrt, als der Papst von damals verurteilte: Papst Gregor XVI. verurteilte die Freiheit vom Gewissen, die auch das Konzil verurteilt, und das Konzil lehrte die Freiheit des Gewissens, die auch Papst Gregor XVI. nicht angetastet wissen wollte! Also, was und wie hat das Konzil gelehrt? Folgendes: Der Mensch ist verpflichtet, die Wahrheit über Gott mit ganzer Kraft seines Herzens zu suchen! Dazu ist er verpflichtet, liebe Pius-Bruderschaft und andere Besorgte, und bei der ihn verpflichtenden Suche darf ihn die Umwelt nicht mit Gewalt bedrohen, sondern muss ihm volle Freiheit lassen! Und was das Heil betrifft: Sagt das Konzil, dass jeder mit seiner Religion gerettet werden kann? Nein, nicht durch seine Religion, sondern nur in seiner Religion, solange er Christus noch nicht erkannt hat, aber gerettet nur durch Christus, nicht durch Mohammed und nicht durch irgendeinen anderen Religionsstifter. Aber Gott rettet auch in und trotz anderer Religionszugehörigkeit Menschen, weil Er alle Menschen retten will! Und bei diesem Seinem Rettungswerk hat Gott Mittel und Wege, die wir nicht kennen. Also: Kein Heil ohne Christus und ohne Kirche, Verpflichtung jedes Menschen auf die Wahrheit, aber die Möglichkeit des ewigen Heils für unschuldige Nichtchristen. Mission ist eine Sache der Liebe, aber keine Mission mit irgendeiner Art der Gewalt. Verdunkelungen dieser Lehren gab es, Missverständnisse auch und Häresien auch. Aber All das ist beste katholische Tradition seit 2000 Jahren, die das Konzil nicht abgebrochen hat, sondern neu zur Geltung bringen wollte. Es gibt gute Gründe, über die Themen weiter nachzudenken, manches noch genauer gegen Fehldeutungen abzusichern, aber es gibt keinen Grund, die Konzilsväter zu beschimpfen, und erst recht keinen Grund, sich von der Kirche abzupalten. Sie ist und bleibt die Braut Christi! KLARTEXT von Bischof Andreas Laun erscheint jede Woche exklusiv auf kath.net und kathtube.com Hinweis: Mit Weihbischof Andreas Laun und kath.net zum Papstbesuch nach Fatima - Flugreise ab München/Frankfurt von 10. bis 14. Mai - Detailprogramm auf Kath.Net - Anmeldung bis 28. Januar! kathTube: Das Video zum Thema Ihnen hat der Artikel gefallen? 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