
Kardinal Kasper gegen 'versteinerte' Tradition6. Mai 2010 in Chronik, 28 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Römische Kurienkardinal Walter Kasper skeptisch über Dialog zwischen Vatikan und der Piusbruderschaft: "Einige Leute fühlen sich in ihrer katholischen Identität bedroht, wenn wir mit Protestanten sprechen."
Paris (kath.net) Der römische Kurienkardinal Walter Kasper hat sich ein wenig skeptisch zu den Gesprächen des Vatikans mit der Piusbruderschaft geäußert wie die Nachrichenagentur Reuters berichtet. Die Gespräche verlaufen "schwierig". Kasper glaubt, dass die Piusbruderschaft Zugeständnisse machen müsse, um zu einer Einigung zu kommen. Für den Kurienkardinal ist das Hauptproblem nicht die Hl. Messe sondern das Traditionsverständis der Piusbrüder, die er als "versteinert" bezeichnete. Er sei für einen Dialog aber nicht "zu den Bedingungen der Traditionalisten". Kasper betonte, dass die Piusbruderschaft das 2. Vatikanum ohne Wenn und Aber anerkennen müsse. Vor allem die Gespräche mit den den christlichen Kirchen passen den Traditionalisten aber nicht. Wörtlich sagte er dann: "Einige Leute fühlen sich in ihrer katholischen Identität bedroht, wenn wir mit Protestanten sprechen. Wir brauchen unsere katholische Identität, das stimmt schon aber eine offene und reife Identität, keine verschlossene und unreife."

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