
Piusbruderschaft droht Richard Williamson mit dem Rauswurf20. November 2010 in Aktuelles, 26 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der umstrittenen Bischof hat jetzt laut Angaben der Bruderschaft einen Anwalt, der offen Verbindungen zur neo-nazistischen Bewegung in Deutschland unterhält - Prominenter Piusbruderschaftsbruder wechselt zu romtreuen Institut
Stuttgart-München (kath.net) Die Piusbruderschaft droht dem umstrittenen Bischof Richard Williamson mit dem Rauswurf. Dies berichet die Bruderschaft am Samstag am Abend in einer Aussendung. Der Generalobere Bischof Bernard Fellay teilte mit, dass Bischof Richard Williamson sich offensichtlich entschieden hat, seinen Rechtsanwalt zehn Tage vor dem Prozess aus seinem Amt zu entlassen, um sich von einem Anwalt verteidigen zu lassen, der offen Verbindungen zur neo-nazistischen Bewegung in Deutschland und ähnlichen Gruppierungen unterhält. 
Wörtlich heißt es: "Bischof Fellay hat jetzt Bischof Williamson ausdrücklich befohlen, diese Entscheidung zurückzunehmen und sich nicht durch politische Thesen instrumentalisieren zu lassen, die absolut nichts mit seiner Aufgabe als katholischer Bischof im Dienst der Bruderschaft St. Pius X. zu tun haben. Sollte er diesem Befehl nicht gehorchen, muss er mit dem Ausschluss aus der Priesterbruderschaft St. Pius X. rechnen." Haben die Gespräche mit Rom inzwischen erste Früchte gezeigt? Wie jetzt bekannt wurde, ist ein bekannte Priester der Piusbruderschaft jetzt zum Institut St. Philipp Neri übergetreten und damit in einer Gemeinschaft, die voll mit Rom verbunden ist. Dies teilte das Institut auf der Website mit. Thomas Jatzkowski (40) wirkte zuletzt als Prior im neu errichteten Hamburger Priorat der Bruderschaft und wurde 2004 zum Priester geweiht.

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