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Piusbruderschaft kritisiert Kondom-Aussagen des Papstes24. November 2010 in Chronik, 46 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Papst habe nicht zwischen der Tolerierung eines Übels und seiner Gutheißung unterschieden, meint die traditionalistische Bruderschaft.
Stuttgart (kath.net) Die Piusbruderschaft hat die Aussagen des Papstes über die Verwendung von Kondomen kritisiert, die in dem neuen Interview-Buch mit Peter Seewald veröffentlicht sind. Das meldet die österreichische Tageszeitung Die Presse. Der Papst habe "leider nicht unterschieden zwischen der Tolerierung eines Übels und seiner Gutheißung", teilte die traditionalistische Bruderschaft mit. "Seine Worte ließen sich vergleichen mit dem Rat an einen Raubmörder, sich in Zukunft auf Diebstahl zu beschränken. Aus diesem Rat dürfte man trotzdem nicht ableiten, dass der Diebstahl in gewissen Fällen erlaubt sei." Im Interview mit Peter Seewald hatte der Papst wörtlich gesagt: Es mag begründete Einzelfälle geben, etwa wenn ein Prostituierter ein Kondom verwendet, wo dies ein erster Schritt zu einer Moralisierung sein kann, ein erstes Stück Verantwortung, um wieder ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass nicht alles gestattet ist und man nicht alles tun kann, was man will. Aber es ist nicht die eigentliche Art, dem Übel der HIV-Infektion beizukommen. Diese muss wirklich in der Vermenschlichung der Sexualität liegen. 
Auf Nachfrage Seewalds, ob das nun heiße, dass die katholische Kirche gar nicht grundsätzlich gegen die Verwendung von Kondomen sei, sagte Benedikt XVI: Sie sieht sie natürlich nicht als wirkliche und moralische Lösung an. Im einen oder anderen Fall kann es in der Absicht, Ansteckungsgefahr zu verringern, jedoch ein erster Schritt sein auf dem Weg hin zu einer anders gelebten, menschlicheren Sexualität. Unmittelbar davor hatte der Papst gesagt: "Das heißt, die bloße Fixierung auf das Kondom bedeutet eine Banalisierung der Sexualität, und die ist ja gerade die gefährliche Quelle dafür, dass so viele Menschen in der Sexualität nicht mehr den Ausdruck ihrer Liebe finden, sondern nur noch eine Art von Droge, die sie sich selbst verabreichen. Deshalb ist auch der Kampf gegen die Banalisierung der Sexualität ein Teil des Ringens darum, dass Sexualität positiv gewertet wird und ihre positive Wirkung im Ganzen des Menschseins entfalten kann." Viele orten hier derzeit einen katholischen Kurswechsel in dieser Frage, kath.net hat berichtet. Jedoch hat Papstsprecher P. Federico Lombardi SJ in einer Stellungnahme bekräftigt, dass der Papst mit seinen Aussagen die Lehre der Kirche nicht reformiert oder ändert, sondern bestätigt, kath.net hat berichtet. Auch Andreas Laun, Weihbischof in Salzburg, hat darauf hingewiesen, dass hier keine moraltheologische Veränderung vorliegt, kath.net hat berichtet.
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Lesermeinungen| | Silesius 1. Dezember 2010 | | | |
@ M.Schn-Fl
sind die deutschen Bischöfen katholisch? |  0
| | | | | 28. November 2010 | | | | Wo ist das Problem? Das Problem liegt im ideologisch belasteten Wort \"Kondom\" selbst. Wenn dafür das medizinisch deutlichere Wort \"Praeservativ\" verwendet würde, entstünde mehr Klarheit. Dann käme klar heraus, dass es einen existentiellen Unterschied bedeutet, ob das \"Ding\" vor dem Tod schützt, oder neues Leben verhindert |  1
| | | | | Hadrianus Antonius 25. November 2010 | | | | @Toribio@Kathole Lieber Toribio,
Mehrere Aussagen hier über den Piusbrüdern scheinen mir nicht stark im Geiste der christlichen Nächstenliebe geschrieben. Mißverständnisse können aufgeklärt werden, schwierige theologische Probleme können diskutiert werden, ggf. sind auch Streitigkeiten auszuhalten( Die Scholastik im Mittelalter lieferte hier wunderbare Beweise) aber man sollte dem Gegenüber, 1960 Jahr mit uns in gemeinsamer Tradition verwurzelt,empfindsam für den Ruf Gottes, strebend nach großer Frömmigkeit, nicht mit Wut, Frust und/oder Hochmut entgegentreten.
Journalistische Pannen sind für niemand ein Ruhmesblatt- aber wo Menschen sind, passieren Fehler; man sollte es in der Zukunft besser machen.
Darum lieber Toribio, bleibe bitte bei dem Forum. Deine Qualitäten sin eine Bereicherung und werden gebraucht. |  1
| | | | | 25. November 2010 | | | | hier will jeder seine eigene auslegung anbringen ich lese gerade mit großem gewinn und voller freude das buch und mir scheint,dass es wieder typisch piusbrüder ist,überall negatives und \"kirchenzerstörerisches\" zu sehen,ohne einmal auch auf den menschen in seiner schwachheit zu blicken....der papst hat keineswegs die lehre der kirche geändert,nur in milde und väterlichem verständnis geantwortet--aber einen solchen papst wollen die piusbrüder ja nicht wirklich,sie werden noch an vielen anderen stellen meckern und kritisieren. |  3
| | | | | Aegidius 25. November 2010 | | | |
Lieber Toribio,
Ich gebe zu, daß ich nicht erkennen kann, warum das Ende der Aussöhnung gekommen sein soll. Weder darin, daß der Hl. Vater etwas korrektes sagt, daß - mit böswilliger Verfälschungsabsicht aus dem Zusammenhang gerissen - Anlaß zu Verwirrung geben mag, noch darin, daß die Piusbruderschaft genau dies kritisiert (und in Bezug auf Bischof Williamson einen kleineren Fehler des Papstes korrigiert).
Ich hoffe und bete täglich und inständig, daß die Piusbruderschaft in die Gemeinschaft mit dem Papst zurückkehrt - auch weil wir Euch und Eure Frömmigkeit brauchen. Also bitte, Toribio, bleib uns erhalten! |  1
| | | | | Toribio 25. November 2010 | | | | @ Waldi Ich bin der gleichen Auffassung wie Sie, und stimme auch dem zu, was Bonifaz2010, camino ignis und Wynfried gesagt.
Trotzdem: Obwohl die Piusbrüder nicht Falsches gesagt haben, hätten sie diesmal besser geschwiegen. In meinen Augen war das nämlich das Ende der Bemühungen um eine Aussöhnung, was aber nicht ihnen anlasten kann.
Da ich eigentlich nur deshalb auf kath.net geschrieben habe, um diese Aussöhnung zu unterstützen, hat sich auch dies erledigt. Allen alles Gute!!! |  1
| | | | | SCV 25. November 2010 | | | | Piusbrüder lernen nichts dazu Das Herumkritisieren der Piusbrüder an unserem Papst ist überflüssig und zeigt, dass diese \"Herren\" nichts dazugelernt haben. Mit diesem Verhalten verschlechtern die Piusbrüder ihre Chancen, wieder in die katholische Kirche integriert zu werden. |  3
| | | | | Christoph 25. November 2010 | | | | Die sollten andere Sorgen haben... Die Piusbruderschaft sollte sich lieber um Bischof Williamson kümmern...
Außerdem könnte es sein, dass es das Klima der Gespräche/Verhandlungen mit Rom nicht positiv beeinflußt, wenn man die Papst öffentlich kritisiert... |  3
| | | | | Waldi 25. November 2010 | | | | Warum um Himmels willen... werden immer wieder Teilabschnitte von päpstlichen Aussagen und Formulirerungen herausgepickt, die zu endlosen Spekuationen führen und die Menschen verunsichern. Kann es sein, dass die gesamte Kirchenlehre auch im sichersten Hafen kirchlicher Hohheit schon schwammig geworden ist? Und wieder sind es die Piusbrüder, die dieses schwabbelig gewordene Fundament der Kirche als Erste bemerken!. |  2
| | | | | M.Schn-Fl 24. November 2010 | | | | @Wynfried Ich bin Ihrem dankenswerterweise eingestellten Link gefolgt und habe die Erklärung der Piusbruderschaft sorgfältig gelesen.
Das Wort Pauschalierung und Verallgemeinerung wurde von der Piusbruderschaft benutzt um dem Papst vorzuwerfen, dass er dieses induziere. Und das ist eine Dreistigkeit, dabei bleibe ich.
Dass die Bemerkung des Papstes von der Masse der Gläubigen falsch vestanden wurde und wird, ist einfach eine Behauptung von Ihnen, die durch ncihts bewiesen ist.
Erst heute ist das Buch erschienen. Jeder sollte sich die Mühe machen, es zu lesen. Es ist so aufregend interessant und lehrreich, dass ich gleich auf einen Sitz einen grossen Teil gelesen habe.
Also bitte lesen und das im Zusammenhang. |  4
| | | | | Fontanz 24. November 2010 | | | | @Alle: Lest den Link von Mithrandir Liest man den vollständigen Text der Piusbrüder im Original, stellt man fest, daß die Kritik der Piusbrüder doch milder ausfällt als berichtet. Gleichwohl hätten die Piusbrüder besser daran getan, die richtige Interpretation zu befördern, als dem Papst für die falsche Interpretation eine Mitverantwortung zu geben. Genau so hätten die Piusbrüder dann nämlich auch argumentieren müssen, als der Papst auf dem Weg nach Afrika sagte, Kondome verschlimmerten das AIDS-Problem. Denn auch da war klar, was die Medien daraus machen würden. Wo aber waren da die Piusbrüder mit ihrer Kritik? Oder habe ich was verpaßt? |  3
| | | | | Wynfried 24. November 2010 | |  | @ M.Schn-Fl Sie unterstellen den Piusbrüdern also ganz pauschal und verallgemeinernd bösen Willen? Das finde ich jetzt auch nich gerade nett. Auch unter den Piusbrüdern gibt es solche und solche, wie stellamaris weiter unten schrieb. Hier sollte also auch ein bisschen mehr differenziert werden. Immerhin steht diese Gruppierung im theologischen Gespräch mit dem Apostolischen Stuhl.
Und was die Kondom-Debatte angeht, es ist nun einmal Tatsache, dass die Bemerkung des Papstes von der Masse der Medien, aber auch der Gläubigen falsch verstanden wurde und wird. Da kann man doch einmal sachlich über die Gründe nachdenken. Sind da wirklich nur die Medien schuld daran?
Ein interessanter Leitartikel dazu stammt von Guido Horst in der Tagespost: www.die-tagespost.de/art456,120117 |  3
| | | | | Fontanz 24. November 2010 | | | | @Bonifaz2010 Sie meinen also:
\"Sie werden einsehen, daß Eheleute es nicht begreifen können, daß sie entsprechend der bisherigen Lehre auf künstliche Verhütungsmittel verzichten, während der Papst bei Prostituierten die Verwendung von Kondomen als einen \"ersten Schritt auf dem Weg hin zu einer anders gelebten, menschlicheren Sexualität\" begrüßt.\"
Mir fällt dazu das Gleichnis vom verlorenen Sohn ein. Der daheim gebliebene Sohn konnte auch nicht einsehen, daß der Vater wegen der Rückkehr des verlorenen Sohns solch ein Aufhebens macht. Natürlich hinkt der Vergleich, aber Hinken ist immer noch eine Form von Gehen. |  2
| | | | | palmzweig 24. November 2010 | |  | Vergleich mit der Argumentation für die Schwangerschaftsberatung? Mich wundert es, dass noch niemand nachgefragt hat, ob man die Argumentation des Heiligen Vaters nicht in einer Parallele zur Begründung des Deutschen Episkopates für den Verbleib in der staatlichen Schwangerschaftsberatung sehen kann. Damals hatten die Bischöfe Ihre Ansicht u.a. auch mit der moralischen Lehre des geringeren Übels begründet. |  1
| | | | | Evalyne 24. November 2010 | | | | Die Piusbrüder sollen einfach die Klappe halten und erst mal bei sich Ordnung schaffen, statt schon wieder am Papst rumzumotzen. |  5
| | | | | 24. November 2010 | | | | Dann sollten aber Unzüchtige jeglichen Geschlechts Als erstes erfahren das Gott der Herr auch ihnen uns allen seinen Heiligen Willen offenbart hat, 1. Korinther 6,9-11 und Römer. 1, 21- 32 oder fehlt es an der Verkündigung des Heiligen Willen Gottes unseres Herrn? Auch sollten die Unzüchtigen das im Link zu lesende erfahren.
Wie nun die Zeitgeistige \"Neuheidnische Spass und WEgwerfgesellschaft\" auf diese Antworten des Heiligen Vaters reagiert hat, ist sicher alles andere als Gott dem Herrn gefällig. Genau aus diesen Gründen hätte der Heilige Vater viel einfacher antworten sollen. \"Lest die Heilige Bibel, den KKK, und ihr werdet erkennen das Kondome niemals HIV und AIDS besiegen können, sondern diese Krankheiten können nur dann besiegt werden wenn wir uns an Gott dem Herrn halten und nur in der Ehe den körperlichen Liebesakt vollziehen\" www.mathematik.net/homepage/geschlechtskrankheiten.htm |  2
| | | | | Wynfried 24. November 2010 | |  | @ Mithrandir So ganz inkompetent, wie Sie es hier darstellen, urteilen die Piusbrüder nun auch wieder nicht. Der Originalwortlaut der Presseerklärung liest sich im Zusammenhang auch ganz anders als die daraus zitierten Passagen, die in den Medien veröffentlicht wurden. piusbruderschaft.de/component/content/article/717-aktuell/4722-dpa-meldung-im-wortlaut |  2
| | | | | stellamaris 24. November 2010 | | | | Solche und solche Auch unter den Piusbrüdern gibt es solche und andere. Nicht alle wollen in den Schoß der kath. Kirche und unter den Primat des Papstes zurückkehren. Alle wegen dieser Aussage über einen Kamm zu scheren, halte ich für falsch. Man muss schauen, wer diese Aussage getätigt hat. |  3
| | | | | Adalbert 24. November 2010 | | | | @ camino ignis Der Papst hat wohl auf den Kenntnissstand eines Prostituierten abgestellt, dem bestimmte Moralgesetze nicht bewusst sind. Wenn diese Person nun erkennt, dass ihre promiskuitive Lebensweise anderen Schaden kann und aufgrund eines sich entwickelndes Verantwortungsbewusstseins ein Kondom benutzt, um den Schaden zu verringern, dann ist das ein erster Schritt. Wohl gemerkt nur ein erster Schritt. |  3
| | | | | Bonifaz2010 24. November 2010 | | | | @ camino ignis Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Man muß wahrscheinlich Moraltheologe sein und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, wenn man ein und dieselbe Sache - die Verwendung von Kondomen - bei den Eheleuten als sündhaftes Verhalten brandmarkt und bei den Prostituierten als Schritt \"zu mehr Moral\" würdigt. |  2
| | | | | Wynfried 24. November 2010 | |  | @ camino ignis Volle Zustimmung! Auch mich plagen diese Fragen. Wie soll man sich bei einem Prostituierten den \"ersten Schritt zur Moralisierung\" seines Tuns denn nun konkret vorstellen? Zum besseren Verständnis der katholischen Morallehre dienen solche spekulativen Überlegungen nicht wirklich. Wie man ja sieht ... |  2
| | | | | Bonifaz2010 24. November 2010 | | | | @ familiesonne Entschuldigen Sie, aber ganz so ist es ja nun auch wieder nicht. Immerhin unternimmt der Papst seit geraumer Zeit große Anstrengungen, um die Piusbruderschaft wieder in die Einheit mit Rom zurückzuführen. Ein katholisches Nachrichtenportal wie kath.net berichtet daher zurecht auch über die Aktivitäten der Piusbruderschaft. |  1
| | | | | 24. November 2010 | | | | Kondom - ein erster Schritt zu mehr Moral? Tut mir leid, dem kann ich nicht folgen! Ich sehe eher, dass das Gegnteil der Fall ist. Durch den Gebrauch eines Kondoms wiegt der oder die Prostituierte sich und andere in trügerischer Sicherheit, die dazu verleitet, dass das Übel der Prostitution ungehemmt fortgesetzt wird. Ein wirklicher Schutz vor Ansteckung besteht durch den Gebrauch des Kondoms nicht. Wo da ein erster Schritt zur Moralisierung stattfinden soll, ist wohl nicht nur mir ein Rätsel. Nein, ich kann dem Papst nicht folgen, tut mir leid. |  2
| | | | | schstefan 24. November 2010 | |  |
Lustig ist es, die verschiedenen Blogs zu verschiedenen Themen zu lesen. Mal sind die Piusbrüder die einzigen Bewahrer unserer Religion, dann wird wieder von ungehorsamen Brüdern gesprochen, zuerst werden die Papstaussagen zum Kondom relativiert, dann verteidigt. Schön, diese Meinungsvielfalt. |  3
| | | | | familiesonne 24. November 2010 | | | | Piusbrüder ? Es gibt 25 Millionen Katholiken in Deutschland, 1.2 Milliarden Katholiken auf der Welt.
Davon sind 600.000 Anhänger der Bruderschaft St. Pius, in Deutschland kenne ich die Zahl der Anhänger nicht.
Also handelt es sich nur um Promillezahlen.
Weshalb bitte muss auf dieser kath.net Seite dauernd erwähnt werden, was die Piusbrüder zu sagen haben?
Wem soll diese Info dienen? |  3
| | | | | Bonifaz2010 24. November 2010 | | | | @ caminanda Gegenfrage: Wenn die päpstliche Logik richtig ist, warum macht man dann ein solches Aufheben um die Verwendung von Kondomen durch Eheleute?
Sie werden einsehen, daß Eheleute es nicht begreifen können, daß sie entsprechend der bisherigen Lehre auf künstliche Verhütungsmittel verzichten, während der Papst bei Prostituierten die Verwendung von Kondomen als einen \"ersten Schritt auf dem Weg hin zu einer anders gelebten, menschlicheren Sexualität\" begrüßt.
Hier ist ein Punkt erreicht, an dem ich mich nach Überzeugung und Gewissen nicht mehr in der Lage sehe, den Papst zu verteidigen. |  2
| | | | | Guiseppe 24. November 2010 | | | | Keine Erlaubnis! Von einer \"Erlaubnis\" von Kondomen in gewissen Einzelfällen ist nirgends in den Ausführungen des Papstes die Rede! Nicht einmal indirekt.
Die Kritik der Piusbruderschaft gegen den Papst geht hier einmal mehr ins Leere. |  4
| | | | | 24. November 2010 | | | | Die Piusbruderschaft beweist einmal mehr ihre Inkompetenz, denn sie soll genau hinhören und aus ihrem Beispiel den richtigen Schluss ziehen: Dass der Infizierte sich seiner Verantwortung für die Ausbreitung der Krankheit bewusst wird. DIe Piusbrüder sind kaum diskussionsfähig, weil sie bei bestimmten Begriffen nicht mehr weiter zuhören und mitdenken, sondern bloß im Geiste \"Amok\" laufen und dies einmal mehr als Gelegenheit sehen, über den \"Verfall\" des Krichenleitung zu dozieren. Der Papst braucht Rückhalt als Mensch und als politische Person und gerade die Piusbrüder, denen der Papst mehr als einmal gütig die Hand reichte, sollten Dankbarkeit zeigen - unabhängig vom Vertrauen in Gott, der seine Kirche beschützt vor Irrtümern. Die Piusbrüder verlieren durch ihre Entbindung von der vollen Liebe zur Heiligen Kirche und dem Stellvertreter Christi ihre Katholizität. |  4
| | | | | 24. November 2010 | | | | Leider werden hier die Worte des Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI , Nur so ausgelegt wie es dem einzelnen am bequemsten erscheint und wie es seiner persöhnlichen Einstellung am besten gefällt. Viele von der wahren Glaubenslehre der HRKK abgefallene sehen nun in den Aussagen des Papstes eine völlige Freigabe der Kondome und somit auch die kirchliche Billigung der Unzucht. Das was nun mit den Worten seiner Heiligkeit geschieht spiegelt genau das wieder was leider mit den Heiligen Geist des Pastoralkonzils geschehen ist, es wurde nicht im Sinne der Heiligen Tradition der Kirche gelesen und ausgelegt sondern nun mir den Zeitgeist. Und wo die Priesterbruderschaft St. Pius Recht hat hat sie nun einmal Recht, denn viele Menschen denken nicht mher mit ihren Gehirnen sondern nur mehr mit ihren Genitalien, und genau aus diesen Gründen wäre es besser gewesen wen der Papst diese Worte für alle verständlicher erklärt hätte, aber vermutlich ist seine Heiligkeit auch wenn er ganz einfahc spricht noch immer viel zu inteligent für die Masse der Menschen.
Gott zum Gruße. |  3
| | | | | caminanda 24. November 2010 | | | |
...denn wo, bitte, hat der Papst in dem Interview Prostitution gebilligt? Es muss doch jedem einsichtig sein, dass Prostitution selbstverständlich auch dann eine schwere Sünde bleibt, wenn der oder die Prostituierte durch die Benutzung eines Kondoms nicht noch eine weitere Sünde hinzufügt, nämlich die Gefährdung von Gesundheit und Leben des anderen. Das Unterlassen dieser zusätzlichen Sünde durch einen bewussten Schutz durch den Gebrauch eines Kondoms bezeichnet der Papst als einen möglicherweise ersten Schritt hin zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Sexualität und zum möglichen weiteren Nachdenken über den Sinn menschlicher Sexualität überhaupt. Was ist daran falsch? |  3
| | | | | caminanda 24. November 2010 | | | | ...wenn man sein eigenes Beispiel nicht versteht... Die Piusbruderschaft hat in ihrem Eifer, den Papst zu kritisieren, ihr eigenes Beispiel nicht durchdacht. Was der Papst nämlich gesagt hat, bedeutet nach dem Pius-Bruderschaft-Beispiel vom Raubmörder keineswegs, dass die Sünde des Diebstahls, wenn der Mord unterlassen wird, gutzuheißen ist, sondern dass es besser sei, wenn der Dieb nach dem Diebstahl nicht auch noch einen Mord begeht. |  4
| | | | | Kephas_de 24. November 2010 | |  | Weisheit dieser Welt Lieber Mr. Worldly Wisdom, wenn man nach dem Rauch Satans fragt, den Paul VI in seiner Predigt zum neunten Jahrestag seiner Inthronisation ausmachte, tut man natürlich gut daran, beim Heiligen Vater selber anzuklopfen. Dort erhält man auch den im Anhang dokumentierten Link zur leider nur auf italienisch online zugänglichen Ansprache. Der Punkt, den Paul VI beklagt, ist, daß den Medien mehr geglaubt wird als der Kirche.
Damit ist, denke ich, Ihre Frage aufgrund der Quellen beantwortet. Es ist jedenfalls nicht die Piusbruderschaft. Und so sehr ich auch inhaltliche Einwände gegen diese Gemeinschaft habe, würde ich sie niemals verteufeln. bit.ly/eZlnIR |  1
| | | | | tünnes 24. November 2010 | | | |
Der Papst zeigt einen Weg von der Finsternis zum Licht, von der Sünde zum Heil.
Es geht ihm nicht ums tolerieren oder gut heißen.
Es geht um einen Weg. Wenn das Kondom dazu hilft überhaupt erst mal eine Verantwortung zu sehen und sich dann daraus ein Bewusstsein entwickelt, welches mich auf dauer von der Sünde wegführt.... |  3
| | | | | Conde_Barroco 24. November 2010 | |  |
Den Teufel hat man meiner Meinung nach eher in diesem gigantomanischen Kirchenapparat zu suchen, wo man den Eindruck bekommt, jeder würde die Heilige Schrift nach gutdünken auslegen. Ich sehe den Teufel in sämtlichen liturgischen Missbräuchen die tagtäglich passieren, der mangelnden Frömmigkeit vieler Christen, der ständigen Rüttelung am Zölibat, der Relativierung von Sünden etc. Der Teufel attackiert nicht derart offensichtlich, sondern schleichend.
Die Zerstörung ist langsamer, dafür aber wirksamer. |  4
| | | | | Mr Worldly Wisdom 24. November 2010 | | | | @Conde_Barroco > den Teufel hat man woanders zu suchen
Wo denn? |  1
| | | | | Wynfried 24. November 2010 | |  | Es gehört nicht viel Mut dazu, sich über die Piusbruderschaft zu empören.
Natürlich hat der Papst das Übel der Unzucht nicht gutgeheißen. Aber leider werden seine Worte nicht wirklich verstanden. Hier würde ich mir deshalb mehr Klarheit in der Zurückweisung falscher Interpretationen wünschen. |  3
| | | | | scopos 24. November 2010 | | | | Da haben die ungehorsamen Brüder nicht genau gelesen Aussage ist, dass dieser Kondomgebrauch unter den Übeln nur ein erster Schritt zu mehr Moral ist... quasi eine Stufenethik!
Allerdings stellt sich bei der Aussage die Frage, ob das nicht eine Konzession an die Medien-Welt ist:
1. Da von dort der Vorwurf verbreitet wird, die Kirche sei Schuld an den AIDS-Toten, so als ob das Kondomverbot losgelöst im Raum stünde und nicht Teil der Ehe/Sexuallehre der Kirche ist, wonach ausschließlich der Ehepartner auch Geschlechtspartner ist. Wenn das viele anders sehen und handhaben, dann zeigen sie dass sie NICHT auf die Lehre der Kirche hören. Diese \"Ungehorsamen\" mit ausserehelichen Verkehr, werden aber dann nicht plötzlich und ausgerechnet in der Frage des Kondoms auf den Papst hören und sich nach dem Kondomverbot richten. Insofern ist dieser Vorwurf der Schuld der Kirche an AIDS-Toten mehr als absurd, denn würden sich alle daran halten, was dazu (nicht nur zum Kondom), generell zu Ehe und Sexualverhalten gelehrt wird, gäbe es keine AIDS-Toten, zumindest keine aufgrund des Geschlechtsverkehrs.
2. Abgesehen von diesem unsinningen Vorwurf ist aber die Aussage des Papstes, so freudig sie auch aufgenommen wird, ein zweischneidiges Schwert, denn eine Stufenethik setzt von Anfang an auch die ehrliche Absicht voraus, den ganzen Weg gehen zu wollen und sich nicht von vornherein mit Stufe 1 zu begnügen, sich einzurichten und sesshaft zu werden, d.h. eine solche Aussage als Legitimation für das eigene \"fragwürdige\" Verhalten zu mißbrauchen. |  5
| | | | | Noemi 24. November 2010 | | | | die Herren Piusbrüder sind sicher froh, mal wieder öffentliches Gehör zu finden- und für differenzierte Äußerungen waren sie ja noch nie berühmt.
Sie halten es da lieber mit dem ebenfalls sehr traditionalistischen Holzhammer. Vilelleicht hoffen sie auch,.so in eine \"bessere\" Verhandlungsposition mit dem Hl. Stuhl zu kommen.... |  5
| | | | | Mr Worldly Wisdom 24. November 2010 | | | | Wenn es wahr ist... ...dass der Rauch des Satans in die katholische Kirche eingedrungen ist, dann kann damit eigentlich nur die Piusbruderschaft gemeint sein. |  3
| | | | | Kephas_de 24. November 2010 | |  | @ Regina1964 Da möchte ich das Mittelalter in Schutz nehmen. Wäre die Piusbruderschaft tonangebend, wäre der Identifikationszeitraum im Vatikan nicht das sehr verkannte Mittelalter, sondern bestimmte Geistesströmungen des vorletzten Jahrhunderts. |  5
| | | | | 24. November 2010 | | | | bernhard-k Der Papst hat, genau wie sie sagen, die Haltung der Kirche zur Sexualität nicht geändert, im Gegenteil, er hat sie m.E. unterstrichen. Es geht ausschließlich um die Verantwortung - ich bin wirklich so erschüttert, dass eine Piusbruderschaft es nicht hinbekommt, g e n a u zu lesen und nachzuvollziehen, worüber überhaupt die Rede ist. Es geht nicht um das Gutheißen v. \"Lotterleben\", es geht um die mögliche Vermeidungung einer todbringenden Krankheit. |  8
| | | | | Kephas_de 24. November 2010 | |  | Die Piusbruderschaft ... .. wäre wohl beraten, ihre Informationen gleichfalls nicht aus der Tagespresse zu beziehen… :-) |  6
| | | | | 24. November 2010 | | | | Die Piusbruderschaft ... hat leider überhaupt nicht verstehen können, dass der Kern der Papst-Aussage ist, an die Verantwortung der HIV-Infizierten zu gemahnen, die todbringende Krankheit nicht leichtfertig weiterzugeben. Die traditionelle Bruderschaft möge sich über die realen Zustände in Afrika informieren, bevor sie ihre Aussagen trifft. Die Kritik ist angesichts der Weltzustände wirklich peinlich. |  7
| | | | | 24. November 2010 | | | | Die Aussagen des Papstes sind richtig und sauber Jetzt habe auch ich es verstanden. Der Papst hat den Kondomgebrauch nicht als solchen gutgeheißen, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass es in ganz bestimmten Fällen nicht um die allgemein auch weiterhin gültige Ablehnung der Verwendung von Verhütungsmitteln geht, sondern um menschliches Leben. Natürlich, ist in solchen Fällen der Gebrauch von Preservativen \"ein kleineres Übel\", und die Wahl des kleineren Übels durch den Übeltäter kann der Beginn einer Metanoia sein, eines Überdenkens des bisherigen Sexualverhaltens im Lichte der kirchlichen Morallehre, das letztendlich zu einer Einsicht führen soll, dass der Gebrauch von Verhütungsmitteln dem Wesen der menschlichen Sexualität widerspricht, zu welcher wesentlich auch die Teilnahme am Schöpfungswerk Gottes gehört.
Ich finde, es ist eine Anmaßung, den Papst öffentlich zu kritisieren, bevor man überhaupt verstanden hat, worum es eigentlich geht. Der Papst hat nichts Neues gesagt, sondern die Lehre der Kirche in einem weiteren Zusammenhang dargestellt. Wenn eine HIV-infizierte Prostituierte auf Gebrauch von Kondomen besteht, so rettet sie dadurch möglicherweise ihre Freier vor dem sicheren Tod. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Prostitution grundsätzlich unmoralisch ist. Wichtig ist zu bedenken, dass das Wohl des Menschen ein wichtiges Prinzip der katholischen Morallehre ist. |  9
| | | | | Regina1964 24. November 2010 | | | | Wenn hat das zu interessieren ? Würde die Piusbruderschaft im Vatikan entsprechend für die Welt tonangebend sein, sie würde dafür sorgen, dass wir auf dem Glaubensniveau \"tiefstes Mittelalter\" leben würden. |  5
| | | | | bernhard_k 24. November 2010 | | | | Der Papst... ... hat selbstverständlich deutlich gesagt, dass das Kondom ein Übel, wohl aber ein etwas kleineres sei.
Man muss genau lesen. Es geht hier um das \"kleinere Übel\". Ein Vergleich: Es wäre besser, jemanden (nur) bewusstlos zu schlagen als ihn umzubringen. Ganz klar! Aber daraus darf man eben nicht(!) folgern, dass \"Bewusstlosschlagen\" deswegen \"gut\" sei ... Der Papst hat also - aus guten Gründen - die Haltung der Kirche zur Sexualität nicht geändert. |  10
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