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Piusbruderschaft fordert Einhaltung des Zweiten Vaticanums

2. Februar 2011 in Deutschland, 66 Lesermeinungen
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Zölibatsdebatte: Distriktoberer in Deutschland zitiert Konzilsdekret, kritisiert 'subjektive Selektionsmethode' der Texte und fordert CDU-Politiker und ZdK auf, sich 'unverzüglich an die Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils zu halten'.


Stuttgart (kath.net) Die traditionalistische Priesterbruderschaft St. Pius X. in Deutschland hat zur aktuellen Zölibatsdebatte Stellung genommen und dazu in ihrer Presseaussendung fast den gesamten Artikel 10 von „Optatam totius“ zitiert, dem Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Priesterausbildung. Distriktoberer in Deutschland, Pater Franz Schmidberger, wirft den Zölibatsgegnern dabei eine "subjektive Selektionsmethode" der Konzilstexte vor, die nicht "Grundlage einer seriösen theologischen Auseinandersetzung sein" könne.

Schmidtberger schreibt: „Politiker der CDU, welche zum großen Teil dem Zentralkomitée der deutschen Katholiken (ZdK) angehören, haben am 21. Januar durch eine Erklärung eine mediale Diskussion losgetreten, welche den Zölibat öffentlich in Frage stellt. Als Distriktoberer der Piusbruderschaft in Deutschland muss ich mit Erstaunen feststellen, dass es sich bei diesem Vorgehen um einen offenen Verstoß gegen die Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils handelt.“

Danach folgt ein langes Zitat aus „Optatam totius“ (Abschnitt IV, 10) mit dem Nachsatz Schmidbergers: „Ich fordere daher die betreffenden CDU-Politiker sowie das Zentralkomitee auf, sich unverzüglich an die Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils zu halten und die Erklärung zu widerrufen! Wer bei jeder Diskussion um die Tradition der Kirche die vollumfängliche Anerkennung des Konzil fordert, muss sich auch selber daran halten.“


Die Priesterbruderschaft St. Pius X. habe „stets darauf hingewiesen, dass nur jene Teile des Konzils zu verbessern sind, die im Widerstreit mit der Tradition stehen“.

Dem ZdK wirft er jedoch „Selbstbedienungsmentalität“ vor. „Man hat den Eindruck, das Konzil wird zu einem Dekreten-Büffet degradiert: Was einem schmeckt, das greift man heraus. Den Rest lässt man in die „römische Küche“ zurückgehen. Eine solch subjektive Selektionsmethode kann nicht Grundlage einer seriösen theologischen Auseinandersetzung sein.“

Die „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ geriet in den 70er Jahren in offenen Konflikt mit Rom, weil sie einige Lehrpunkte des II. Vatikanums sowie verschiedene nachkonziliare Reformen verurteilte. Durch vier gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes vollzogene und damit unerlaubte Bischofsweihen im Jahr 1988 zog sich der Gründer, Erzbischof Lefebvre, 1988 als Tatstrafe die Exkommunikation zu. Papst Benedikt XVI. hat diese Exkommunikation aufgehoben, weil die Piusbruderschaft in einem Brief ihr Ja zum päpstlichen Primat erklärt hatte.

Der von der Piusbruderschaft zitierte Passus aus dem Dekret des Zweiten Vatikanums lautet: „Die Alumnen, die gemäß den heiligen und festen Gesetzen ihres eigenen Ritus die verehrungswürdige Tradition des priesterlichen Zölibats auf sich nehmen, sollen mit großer Sorgfalt auf diesen Stand hin erzogen werden: sie verzichten darin um des Himmelreiches willen (vgl. Mt 19,12) auf die eheliche Gemeinschaft, hängen dem Herrn mit ungeteilter Liebe an, wie sie dem Neuen Bund in besonderer Weise entspricht; sie geben Zeugnis für die Auferstehung in der künftigen Welt (vgl. Lk 20,36) und gewinnen besonders wirksame Hilfe zur ständigen Übung jener vollkommenen Liebe, die sie in ihrer priesterlichen Arbeit allen alles werden lässt. [...]

Um die Pflichten und die Würde der christlichen Ehe, die ein Bild der Liebe zwischen Christus und seiner Kirche ist (vgl. Eph 5,32f.), sollen die Alumnen gebührend wissen; sie sollen aber klar den Vorrang der Christus geweihten Jungfräulichkeit erkennen, so dass sie nach reiflich überlegter Wahl und mit Hochherzigkeit sich in ganzer Hingabe von Leib und Seele dem Herrn weihen.

Auf die Gefahren, die ihrer Keuschheit besonders in der gegenwärtigen Gesellschaft drohen, sollen sie hingewiesen werden. Sie müssen lernen, sich durch geeignete göttliche und menschliche Hilfsmittel zu schützen und den Verzicht auf die Ehe so in ihr Dasein zu integrieren, dass sie in ihrem Leben und in ihrer Wirksamkeit vom Zölibat her nicht nur keinen Schaden nehmen, vielmehr eine vollkommenere Herrschaft über Leib und Seele und eine höheremenschliche Reife gewinnen und die Seligkeit des Evangeliums tiefer erfahren.“


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Lesermeinungen

 Fuchsi 8. Februar 2011 

@ Waldi und Aegidius

....... wohltuend, Ihre Kommentare. Darüber sind sich mein Mann und ich schon lange einig! Beten wir derweil innigst um den Hl. Geist.


0
 
  4. Februar 2011 
 

Herr Bach,

Ihre in den Raum geschmissene Frage\" Wer sagt aber, daß der \"Rauch des Satans\" nicht auch nach FSSPX riecht?\" zeigt doch welch geistes Kind Sie sind. Die Piusbrüder vertreten die Lehr so wie sie seid jeher gepredigt wurde , folglich hätte die kath. Kirche uns 1900 Jahre lang Satans Rauch vorgespielt. Aber Ihre Fragestellung ist sehr heuchlerisch, sie erinnert an die Verführungskunst Satans im Paradies. Nein, all Ihre Beiträge zeugen von einer menschenverachtenden Lieblosigkeit und Falschdarstellungen. Sie beabsichtigen zu zerstören und nicht zu vereinen.


4
 
 DerSuchende 3. Februar 2011 

Ich suche noch

@Salzkartoffel
Danke für ihren Beitrag. Das unser Papst die Hand ausstreckt sollte doch jedem Gegner der Piusbruderschaft zu denken geben. Es gibt sicherlich einiges bei den Piusbrüdern, das mich stutzig macht. Aber im Interesse einer wirklichen Auseinandersetzung mit diesen Aussagen versuche ich derzeit mir auch wirkliche, ehrliche und Objektive Quellen heran zuziehen. Die Piusbruderschaft und deren Anhänger und Anhängerinnen sind und bleiben unsere katholischen Brüder und Schwestern, das sollte man bei allem nicht vergessen. Man sollte endlich damit Schluss machen ,sie wie Aussätzige zu behandeln, das ist eines katholischen Christen nicht würdig.
Lieber Friedemann Bach,
ich betrachte unser Evangelium nicht nur als Wohlfühlevangelium (obwohl ich mich beim Studium sehr wohl dabei fühle), und mir und meiner Frau geht es nicht nur um das Wohlfühlen. Aber (ich möchte nicht hier allzu tief ins Detail gehen) wenn ich an mehreren Sonntagen in der Predigt Gott entweder gar nicht oder nur kurz am Rande erwähnt höre, wenn man manchmal das Gefühl bekommt in der Predigt gibt es mehr Esoterische Lebenstipps als alles andere, dann fühlen wir(Ich und meine Frau) uns nicht allzu wohl. Und wenn sich nach dem Gottesdienst keiner mit einem darüber unterhalten will, gibt es nur zwei Möglichkeiten entweder stimmt mit mir und meiner Frau was nicht oder aber es interessiert gar keinen mehr


5
 
  3. Februar 2011 
 

@Friedemann Bach

Mit dem Kirchenrecht ist das so eine Sache: Als ich noch regelmäßig zu den Gottesdiensten der Konzilskirche ging habe ich mich oft bei den zusändigen Stellen über Mißbräuche (z.B. Faschingsmessen) beschwert, unter Berufung auf das Kirchenrecht, päpstliche Instruktionen etc...
Die Reaktion war im besten Fall, nicht ausgelacht zu werden.
Daß dieselben Verantwortlichen mir vehement mit dem Kirchenrecht drohten, als ich in einer Messe der FSSPX \"erwischt\" wurde hat mir sehr zu denken gegeben.


5
 
  3. Februar 2011 
 

@Der Suchende

interessant, was sie erlebt haben. Obwohl ich auch bei meiner Hinwendung zur Piusbruderschaft anfangs ein etwas mulmiges Gefühl hatte, bin ich froh, eine Gemeinde gefunden zu haben, in welcher der normale katholische Glauben einfach vorhanden ist, und nicht jedesmal neu verteidigt werden muß.
Außerdem hängt in jeder Sakristei der FSSPX ein Bild von unserem Papst Benedikt XVI, und es wird in jeder Messe und in jedem Rosenkranz für ihn und seine Anliegen gebetet.
Warum sich gewisse Leute wie Herr Friedemann Bach vor der FSSPX so sehr fürchten und mit Angstmache argumentieren ist mir schleierhaft. Ich hoffe, da steht keine böse Absicht dahinter wie Konkurrenzdenken.


5
 
  3. Februar 2011 
 

Lächerlich

Man kann Scmidberger einfach nicht ernstnehmen - genauso, wie man einen Nestorianer nicht ernstnehmen würde, der zur Einhaltung des Ephesinums aufrufen würde, oder einen Monophysiten, der für die Treue zum Chalzedonense plädieren würde.


2
 
 DerSuchende 3. Februar 2011 

Aktivität bei FSSPX ist Sünde ?????

@Friedemann Bach
................Es ist alles richtig! sagen sie bzw.schreiben sie..........
Nun gut, ich übe mich da eher in Bescheidenheit. Ich weiß über das Thema zu wenig.
Aber der Besuch einer Messe bei den Piusbrüdern ist definitiv nicht als Sünde zu betrachten, das sieht der Vatikan so.Der Vatikan sieht die Messen der Piusbruderschaft als gültig an, rät aber vom ihrem Besuch ab


5
 
 Friedemann Bach 3. Februar 2011 
 

@Der Suchende Aktivität bei FSSPX ist Sünde

Bitte nennen Sie mir nur eine einzige Aussage über die Piusbrüder von mir, die falsch ist.

Es ist alles richtig.

Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie eine objektive Sünde begehen, wenn Sie an Gottesdiensten der FSSXP teilnehmen. Das wird Ihnen jeder Kirchenrechtler hier bestätigen.

Sie sollten hier nicht Ihr eigenes religiöses Wohlfühlen über die Einheit mit dem Hl. Vater stellen.

Unten war vom \"Rauch des Satans\" die Rede, und in der Regel meint man damit die zu modernen Entwicklungen in der Kirche. Wer sagt aber, dass der \"Rauch des Satans\" nicht auch nach FSSPX riecht?


5
 
 chorbisch 3. Februar 2011 
 

Das ist das Problem

@ Salzkartoffel: Die Piusbruderschaft will, \"päpstlicher als der Papst\" sein, das ist das Kernproblem.

Da aber doch der Heilige Vater bei seinen Entscheidungen in Fragen des Glaubens nach katholischer Lehre vom Heiligen Geist selbst \"geleitet\" wird, läßt sich der Anspruch der Bruderschaft, quasi für die allumfassende katholische Weltkirche die \"Reine Lehre\" zu bewahren, wohl kaum mit der katholischen Lehre vereinbaren.

Ich finde es im übrigen auch reichlich anmaßend, zu behaupten, die \"gesamte Hierarchie\" sei \"vollkommen von der modernistischen Philosophie durchdrungen\".

Das würde dann z. B. auch auf die Kardinäle Brandmüller und Meißner, Bischof Mixa oder Weihbischof Laun zutreffen.

Bißchen gewagt, finden Sie nicht?


4
 
 DerSuchende 3. Februar 2011 

@Salzkartoffel
Danke liebe Salzkartoffel für ihren Beitrag.
Ich und meine liebe Frau, haben zurzeit das Gefühl in einer kleinen Krise zu stecken um nicht zu sagen in der Wüste. Wir leben in Sachsen und sind vor 3 Jahren zum Katholischen konvertiert. Die Predigten die wir zurzeit erleben, können einfach nicht unseren Hunger stillen. Wir haben es mit Gründung einer Gebetsgruppe versucht, aber mangels Interesse wieder aufgeben müssen. In dieser, unserer Gegend sind wir leider nicht mit sehr vielen Katholiken gesegnet. Wir fahren des Öfteren 40 km weiter zur Sonnabends Vorabendmesse um die Predigt dort anzuhören. Im Gegensatz zu vielen anderen, die wir schon wahrgenommen haben, ist man hier um gute bibelfeste Predigten sehr bemüht. Seit geraumer Zeit beschäftigen wir uns auch mit den Piusbrüdern und deren Glaubensaussagen. Und wir sind ebenfalls zum Eindruck gekommen hier handelt es sich um eine Glaubensoase. Ich halte leider einige Aussagen hier weder für christlich noch für besonders katholisch. Leider sind einige Bemerkungen über die Piusbrüder schlichtweg falsch (z.b die von Friedemann Bach). Übrigens haben die Piusbrüder auch schwarze Schafe in ihren Reihen, die man aber auch sehr wohl zu genüge in unseren Reihen finden kann. In beiden Fällen kann man getrost bei unserem Herrn um Hilfe für diese beten.


7
 
 wickiejohn2 3. Februar 2011 
 

Sagt Vaticanum II sonst irgendetwas über das Zölibat

Bei dem oben angeführten Dekret \"OPTATAM TOTIUS\" geht es ja vordergründig um die Ausbildung der Priester und somit wird die Thematik Zölibat angesprochen (\"Die Alumnen ... sollen mit großer Sorgfalt auf diesen Stand hin erzogen werden\").

Ich kann aus diesem Dokument jedoch nicht wirklich herauslesen, dass der Zölibat nun eine Vorgabe ist.

Gibt es ein VCII-Dokument, das die Festlegung auf den Zölibat definiert bzw. welches ist es?

Danke für die Hilfe


1
 
 Aegidius 3. Februar 2011 
 

Die Salzkartoffel schrieb u.a.

\"Dies ist leider innerhalb der Hierachie nicht möglich, da diese vollkommen von der modernistischen Philosophie durchdrungen ist.\"

Nur zur Klarstellung möchte ich meine bisherigen Stellungnahmen pro Piusbrüder (oder besser: contra Piusbashing) darum ergänzen, daß ich mir eine solche pauschale und unsinnige Verunglimpfung der Hierarchie NIE zu eigen machen würde. Ein Blick auf den Papst allein straft den Salzkartoffel-Unsinn Lügen.


5
 
 johnboy 3. Februar 2011 
 

@Friedemann Bach

Die Erklärung für Glaübigenrückgang in Europa habe ich immer noch nicht wobei doch wir seit mehr als 40 Jahren die IIVK haben. Haben wir zuviel den Heiligen Geist \"beleidigt\" durch den Liturgiemissbraucht, Ehrfuchlosigkeit vielleich?
Daher hat Gott die Priesterberufungen mehr nach außerhalb Europa verlagert? Ich weiss es nicht.


2
 
 chorbisch 3. Februar 2011 
 

Darf ich dararan erinnern, daß

Thema dieses Threads die Beurteilung der Stellungnahme des \"Distriktoberen\" der Pius-Bruderschaft zur \"Zölibats-Initiative\" der CDU-Politiker ist.

Wer seinem Bedürfnis nach Lehmann-Watschen nachkommen möchte, findet hier ja mehrere aktuelle Beiträge, wo das besser hinpasst.

@ Friedemann Bach, wenn auch mit Verspätung: Ich mache mich dann zum \"Fürsprecher\" von \"Schismatikern\", wenn ich den Eindruck habe, man geht nicht fair mit ihnen um.

Wobei das keineswegs bedeutet, daß ich mit meinem Einwand gegen Martyrias Äußerung (der auf einem Mißverständnis von mir beruhte, @ Marttyria, Danke für die Erläuterung) damit für die Positionen der Piusbruderschaft werben will.


1
 
 Gandalf 3. Februar 2011 

@Mykrokosh

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Thema bei gläubigen Katholiken wirklich so ein wichtiges Thema ist, wie es medial hingestellt wird? Und Du wirst doch auch nicht glauben, dass die CDU-ZdK-Politiker irgendeinen Katholiken in Deutschland vertreten, ja höchstens sich selber aber sicher nicht die Laien.

Auch die Aussage \"und die Kardinäle benehmen sich wie Streithähne\" stimmt überhaupt nicht. Es gab einige Kardinalsaussagen in den letzten Tagen, die hier völlig klar gesprochen haben: Marx, Brandmüller und Piacenza ua.

Und es gab einen Kardinal (Lehmann), der hier ohne jeglichen Grund eine Verbalentgleisung gegenüber einen and. kardinal getätigt hatte. Kardinal Brandmüller hat Lehmann mit keinem Wort erwähnt und auch nicht angegriffen. Das sind die Fakten und daher bitte keine Mythen verbreiten.

G


5
 
  3. Februar 2011 
 

@ Gandalf

Man kann niemandem verbieten, über ein für die Kirche wichtiges Thema zu diskutieren, insbesondere wenn es den Glauben der Kirche nicht tangieren kann - und Kardinal Ratzinger hat ja selbst festgestellt, dass der Pflichtzölibat kein Dogma ist (\"Salz der Erde\"). Die Frage ist nur, auf welche Weise man eine so sensible Angelegenheit angeht. Was wir zur Zeit in Deutschland aber beobachten können, ist der Wettbewerb unter den Katholiken untereinander, wer von ihnen der größere Elefant im Porzellanladen ist. Die Laien wagen es, Vorschläge ihren Bischöfen und sogar dem Papst zu unterbreiten (als ob diese auf einem anderen Planeten leben würden), und die Kardinäle benehmen sich wie Streithähne.
Dabei ist die Lösung ganz einfach - das Thema gehört zum forum internum des Papstes und der Bischöfe, die es gemeinsam erörtern und dann eine gemeinsame Stellungnahme abgeben sollten. Alleingänge jeglicher Art stiften dagegen nur Verwirrung unter den Laien und vergiften die Atmosphäre unter den Bischöfen.


3
 
 Aegidius 3. Februar 2011 
 

Ich frage mich, wie mancher hier ausgerechnet den Meister der deutschkatholischen Taqiya (schreibt man das so?) als Beispiel für persönliche Demut gegen Rom hervorheben kann.
Er, der bei jeder Äußerung Roms, als Beispiele nenne ich nur Humanae Vitae, Dominus Jesus, Summorum Pontificum oder die Aufhebung der Exkommunikation gegen die drei Piusbischöfe, eigene, entgegengesetzte oder korrigierend relativierende Stellungnahmen ausgibt.
Er, der sich vordergründig in die Lebensschutzlinie von JPII fügt, hintenrum das ZK und Donum Vitae (sic) stützt - und sich dafür mit dem Schlitzohren-Orden wider den tierischen Ernst feiern läßt.
Er, der die Strippen zieht, wenn es gegen romtreue Bischöfe wie Bischof Mixa geht.
Er, der öffentlich Stimmung gegen romtreue Mitkardinäle wie Brandmüller macht.
Er, der das Spiel auf der Medienklaviatur über seinen getreuen Gefolgsmann Deckers beherrscht wie kein zweiter.
Er, der in schlitzohrigem Husarenstück einen gefügigen Nachfolger als großen Vorsitzenden der überflüssigen DBK installiert hat, um Kardinal Marx zu verhindern - und selbst graue Eminenz und geheimer deutscher Gegenpapst bleiben zu können.
Worin kann man bei diesem dem gesellschaftlichen Mainstream und dem gesellschaftlichen Konsens hinterherlaufenden Kirchenfürsten denn nun DEMUT ausmachen?


5
 
 Tina 13 3. Februar 2011 

Priesterbruderschaft St. Pius X

@wolfgangstuttgart

dem Wunsch kann ich mich auch nur anschließen!

Maria, Muttergottes, Vermittlerin aller Gnaden bitte für uns.

Gott, Heiliger Geist, Du Geist des Trostes! Gib allen Priestern die Gnade: zu finden, was verlorenging, zu stärken, was schwach und elend ist. Lass Deine Priester Tag und Nacht in Deiner Liebe leben, dass sie immerzu Tröster und Helfer seien.
Maria, gute Mutter der Priester! Erflehe uns viele gute, seeleneifrige Priester, sowohl bei uns, als auch in den Missionen. Ja, Mutter, viele heilige Priester.
....

www.kathtube.com/player.php?id=19572


4
 
 Friedemann Bach 3. Februar 2011 
 

@Mykrokosh DANKE

Sehr gut Mykrokosh. Man kann es nicht oft genug wiederholen, wie gehorsam wirklich Lehmann ist, der wider eigener Überzeugung aus der Konfliktberatung hinausgegangen ist, und den Piusbrüder, die zwar Soutanen und Tonsuren tragen, aber gar kein Gespür haben, sich unter den Willen des Heiligen Vaters zu stellen.


2
 
 Friedemann Bach 3. Februar 2011 
 

@Johnboy

Ihr Zitat: \"Zu Punkt2 können wir auch nicht beurteilen, weil wir ja heute keine Situation haben ohne IIVK\"

Vielleicht doch. Um zu sehen, dass nicht das IIVK \"Schuld\" trägt am Rückgang des Glaubens in Europa hilft ein Blick nach Polen. Bis zur Wende 1990 gab es dort einen blühenden und aufsteigenden Katholzismus, der sogar das komm. Regime ins Wanken brachte, obwohl natürlich auch die Kirche von Polen das IIVk adaptiert hat.

Nur erzählen mir viele Polen, dass auch bei ihnen - seit dem Einzug der Freiheit - Rüchgang zu spüren ist, die Anzahl der Berufungen, die kirchlichen Ehen: alles befindet sich im Sinkflug.

Das zeigt mir nochmals, dass nicht das IIVK sondern eine sich radikal sich verändernde Gesellschaft, die ganz andere Werte hat, christlichen Glauben und Moral in Frage stellt.

Ohne II Vat wären wir dieser modernen Welt völlig hilflos ausgeliefert, so war die Eineberufung vor 50 Jahren wirklich eine Wirken des Heiligen Geistes.

Die Piusbrüder bieten wie alle Sekten in einer kompliziert werdenden Welt, einfache Weltbilder ein, wo klar unterschieden wird zwischen schwarz und weiß. Auch, wenn das mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat, ist dies für nicht wenige nicht unaktraktiv, dass macht sie aber um so gefährlicher.

Um so mehr ist wichtig, dass wir als Katholiken eine klare Trennung zu dieser \"Priester\"bruderschaft ziehen und sie weder theologisch noch gesellschaftlich als Gesprächpartner ernst nehmen.


3
 
  3. Februar 2011 
 

es ist doch leicht zu sehen

dass Pater Schmidtberger sich hier eine Lehre des 2. Vaticanums herauspickt, um den Anschein der Romtreue zu erwecken und gleichzeitig dem deutschen Episkopat zu schaden. Wenn er gleichzeitig erklären würde, das Konzil als Ganzes anzuerkennen, wäre das Manöver nicht so durchsichtig.


2
 
 Chris2 3. Februar 2011 
 

1900 oder 50 Jahre?

Schön zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit hier plötzlich Romtreue gefordert und Kardinal Lehmanns als Musterbeispiel gelobt wird: Wer bitteschön hatte denn damals jahrelang Kirche, Rom und Papst genarrt (\"Wir erfüllen doch den Willen des Papstes...\")?
@H00H:
Du vergißt leider, auf welcher Basis: Die Priesterbruderschaft jedenfalls auf der Basis der Bibel sowie gewachsenen kirchlichen Glaubens und kirchlicher Lehre von über 1900 Jahren. Rebellische \"Kirchenlinke\" berufen sich bestenfalls auf (vielleicht sogar noch unterschiedlich deutbare) Konzilstexte. Wenn es dort nichts passendes gibt oder man die Konzilstexte gar nicht kennt, muß nicht selten ein ominöser \"Geist des Konzils\" herhalten. Die Folgen sind selbst für Nichtchristen landauf, landab an leeren und \"künstlerisch\" verunstalteten Kirchen zu sehen. Zum Thema \"Schismatiker oder Häretiker\" nur das: \"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt\". Übrigens hatte es schon Paulus gewagt, dem ersten Papst zu widersprechen, wenn es um die richtige Lehre (nicht um persönliche Interessen) ging...


2
 
 Friedemann Bach 2. Februar 2011 
 

@Salzkartoffel Das Schisma besteht weiter

Ihr Zitat: \"es hilft wenig, ständig nur mit der Schismakeule zu schwingen. Diese Zeiten sind seit 2009 vorbei\"

FALSCH: Papst Benedikt hat in großer Demut und Güte mit der Rücknahme der Exkommunikation der Bischöfe eine Tür geöffnet. Eingetreten sind die Piusbrüder bisher nicht, denn Sie weigern sich, sich der Jurisdiktion des Papstes zu unterstellen.

So besteht leider das Schisma weiter und die Piusbrüder beleidigen so jeden Tag den Heiligen Vater weiter, der ihnen so väterlich die Hand ausgestreckt hat.
Und das ist wirklich erbärmlich und umso mehr empört aufrechte Katholiken, dieses selbstgerechte Gebahren dieser Piusbrüder.

Ubi Petrus, ibi ecclesia: wo Petrus, da die Kirche: das gilt ganz besonders für die FSSXP


3
 
  2. Februar 2011 
 

Der grundlegende Unterschied zwischen der Piusbruderschaft und Kardinal Lehmann

besteht darin, dass Kardinal Lehmann alle Entscheidungen Roms - auch solche, mit denen er nicht einverstanden war (z. B., hinsichtlich der Schwangerenkonfliktsberatung) trotzdem akzeptiert hat, wodurch er bewiesen hat, dass für ihn und die deutschen Bischöfe die Einheit der Kirche nicht zur Diskussion steht.
Dagegen verhielten sich die Piusbrüder in einer ähnlichen Situation ganz anders - sie gründeten eine parallele Kirche, wodurch sie die Katholische Kirche als Ort der Wahrheit in Frage stellten und ihr somit einen großen Schaden zufügten.
Deshalb gilt für Schmidberger das folgende Herrenwort:
\"Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.\" (Mt 7,5)


3
 
 johnboy 2. Februar 2011 
 

@Salzkartoffel

Meinen Sie dass auch viele so sehen wie Sie?
Ich habe den Eindruck, die Kirche hat sich soviel schleichen lassen. So viel ich mal hier und dort gelesen habe hat man schon 5 Jahre nach IIVK erkannt, jedoch nichts unternommen und wird immer \"schlimmer\". Genau so wie bei der Hl.Messe und Kommunion, man weiss das hier und dort Sakrileg entsteht und keine sagt was und wird weiter geduldet. Heute wird die Lösung nicht mehr einfach sein. Ich verstehe nicht viel von Theologie, Dogmatisch Kirchenrecht usw. usf aber um das zuerkennen und zuspüren wie die Kirche heute ist brauche ich m.E diese Kenntnisse nicht.


1
 
  2. Februar 2011 
 

Friedemann Bach

Der Herr hat gesagt:\" Nicht jeder der Herr sagt wird ins Himmelreich kommen\". Vielleicht verstehen Sie was ich sagen will. Ganz offen sind doch die vielen Angriffe gegen den Papst von Seiten der Gesinnungstreuen Lehmans. Diese untergraben die Autoritäten Roms in schlimmster Weise.
Wir Katholiken können Gott danken, daß es noch Vereinigungen wie die Priesterbruderschaft gibt. Wo würden wir stehen wenn ein solch mahnender Finger nicht wäre? Natürlich ist auch bei den Piusleuten nicht alles in Ordnung, aber sie tragen dazu bei die Spreu vom Hafer zu trennen. Ich wünsche den Piusleuten und auch Ihnen Gottes Segen.


4
 
  2. Februar 2011 
 

@johnboy

alle Konzilien vor Vat.II wurden einberufen, um Unklarheiten zu beseitigen, Streitfragen zu klären, oder Irrlehren zu verurteilen.
Vat.II hat das Gegenteil bewirkt: Unklarheiten und Streitfragen wurden geschaffen, sodaß man sich genötigt sieht, einen Interpretationsschlüssel, \"Hermeneutik\" zu finden. Zur Lösung der gegenwärtigen Probleme scheinen die mittlerweile überholten Dokumente wenig geeignet zu sein.


3
 
 johnboy 2. Februar 2011 
 

\"Dass das II. Vatikanum unterschiedlich interpretiert wird, ist in sich noch kein Verbrechen, so etwas hat es immer gegeben;\"
Das als Verbrechen habe ich auch nicht behauptet. Wie ist denn Ihre Meinung nach warum die Kirche seit 40 Jahren immer Rückläufig (nicht nur Rückgang der Glaubige) wurde besonders hier in Europa und es wird nicht/noch nicht besser? Bitte, ich möchte nicht den Eindruck bilden das der IIVK schuld daran ist, auf keinen Fall.


1
 
 Friedemann Bach 2. Februar 2011 
 

@Johnboy Der wesentliche Unterschied

Der entscheidende Unterschied zwischen Kritikern des II. Vat.Konzil und den Piusbrüdern ist, das diese eine eigene Kirche gegründet haben.

Zwischen Kritik und einen - wie wir sagen - schismatischen Akt zu setzen, ist ein wesentlicher Unterschied.

Im Grunde akzeptieren die Piusbrüder nicht nur das II. Vat nicht, sondern auch das I. Vat. nicht, wo, die oberste Jurisdiktion als Dogma festgeschrieben wurde.

Unterschiedliche Meinungen darf es und soll es in der Kirche immer geben. Schon die Heilige Schrift erzählt uns von Auseinandersetzungen zwischen Paulus und Petrus, das Mittelalter kennt ganz unterschiedliche Schultraditionen, besonders zwischen den Domikanern und Franziskanern.

Dass das II. Vatikanum unterschiedlich interpretiert wird, ist in sich noch kein Verbrechen, so etwas hat es immer gegeben; aber wie die Pisubrüder eine eigene Organisation aufzumachen, das beleidigt die Einheit der Kirche, das beleidigt die Kirche, ja das beleidigt m.E. im letzten Ende unseren Herrn selbst.

Darum ist der Versuch, Parallelen zu ziehen zwischen den Piusbrüdern und innerkirchlichen Kritikern am IIVat völlig fehl am Platze.


4
 
 Kathole 2. Februar 2011 
 

@Solo Dios

Meine volle Zustimmung! Das haben Sie sehr gut dargelegt!

Wir brauchen nicht noch mehr populistische Volkstribune als Bischöfe, deren Verkündigung ihre Inhalte am Stimmungsbarometer der Kirchensteuerzahlergemeinschaft abliest, sonder unerschrockene Zeugen Jesu Christi, die Seine Botschaft unverkürzt verkündigen, ob gelegen oder ungelegen, ganz gleich ob sie Anerkennung, Lob und Ehrungen oder \"Kirchenaustritte\", Tomaten, faule Eier oder gar Steinwürfe ernten.


4
 
  2. Februar 2011 
 

Traurig wie sich die Kirche des deutschsprachigen Raumes in der öffentlichkeit präsentiert.

Heiliger Zölibat: Kardinal Brandmüller im Sinne des Heiligen Vaters, dagegen das Laien und Politiker diesen ständig angreifen, Kardinal Lehmann gegen Kardinal Brandmüller und pro Laien und Politiker also gegen den Heiligen Vater und den Gesetzen der HRKK. Heiliger Vater Papst Benedikt XVI, \"FÜR VIELE\" DBK \"FÜR ALLE\", Papst actus formalis DBK nein Geld oder Exkommunikation, Papst Summorum Pontificum, deutschspachiger Klerus, Nein keine alte Messe. Papst für Verhandlungen mit Priesterbruderschaft St. PIUS X, deutschsprachigen Bischöfe absolut dagegen. Usw usw. Es gibt nur die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Und diese soltle mit Einer, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Stimme im Sinne Gottes unseres Herrn sprechen, und nicht mit hunderten den Zeitgeistigen Menschen gefälligen Worten daherschwafeln. Und wo die Piuse Recht haben, haben sei nun einmal Recht, aber auch diese sind nur Menschen und daher nicht vor Fehlern gefeilt. Und in Sinne der christlichen Nächstenliebe sollten wir diese wie jeden anderen Menschen oder Gruppe von Menschen beurteilen.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

www.papstbenediktxvi.ch/index.php?m=9&s=6


6
 
  2. Februar 2011 
 

@ Sureno

Tja, Sureno, das ist noch trauriger.

Im übrigen stimmt es nicht, dass die FSSPX \"das II. Vaticanum\" nicht anerkennt. Sie will nur verstehen, was \"das II. Vaticanum\" eigentlich gewesen ist, wie es einzuordnen ist, welchen Stellenwert es hat, ob und inwiefern das Konzilsereignis etwas mit der traurigen nachkonziliaren Entwicklung zu tun hat.

PS: Was soll das eigentlich sein: \"das II. Vaticanum\" anerkennen?


3
 
 NoJansen 2. Februar 2011 

@wolfgangstuttgart
\"Priesterbruderschaft St. Pius X
Ich hoffe von ganzem Herzen dass die Piusbruderschaft zur Einheit mit der Römisch-Katholischen Kirche zurückfindet. Erinnert sei an die Bedingungen (Febr. 2009), die der Vatikan dafür stellt (Auszug):
\"Für eine künftige Anerkennung der Bruderschaft St. Pius X. ist die volle Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramtes der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. sowie Benedikt XVI. unerläßliche Bedingung.\"
In der Tat dürften dies - bei gutem Willen - keine unüberwindlichen Hindernisse darstellen und man kann nur dafür beten, dass die Piusbruderschaft diese Einigung mit Rom vollzieht.
Wenn jetzt Pater Schmittberger den CDU- Politikern vorwirft, dass hier diejenigen, die bei anderen stets darauf pochen, dass die Beschlüsse des Vaticanums II strikt eingehalten werden müssen, sich selber aber im Falle des Zölibats nicht daran halten, dann hat er in diesem Punkte Recht.
Anderseits kann man aber ja nun auch nicht übersehen, dass die Piusbruderschaft sich ebenfalls vorbehält, welche Beschlüsse des Vaticanums II man anerkennt und welche nicht!
Ein Segen für die Katholische Kirche wäre es, wenn sich alle Gruppen vollständig der Autorität des Papstes unterwerfen würden, sei es nun die Piusbruderschaft oder das ZDK der deutschen Katholiken!


2
 
 Simplicius 2. Februar 2011 
 

komplementär...

Weil es immer so schön \"hoch her geht\", wenn das Thema \"Piusbrüder\" auftaucht, möchte ich meinen Senf auch noch dazugeben. Obzwar auch ich Bedenken gegen die Piusbruderschaft vorzubringen habe, stelle ich einmal folgendes fest:

Die Piusbruderschaft erkennt Teile des II.V. nicht an und beruft sich dabei auf die gesamte Tradition des Lehramtes der Kirche, um das sie sich sorgt. Dafür werden sie geprügelt.

Die - nennen wir sie unter allergrößtem Vorbehalt \"Reformer\" - wollen die gesamte Tradition des Lehramtes der Kirche auf den Prüfstand stellen und berufen sich auf Teile des II.V., das sie sich nach Gutdünken zurechtlegen. Dafür werden sie zum Dialog gebeten.

Zugegeben, der Kontrast ist etwas plakativ (\"platt\") - beschreibt aber doch eine gewisse Tendenz.


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 Der Makkabäer 2. Februar 2011 
 

Schisma?

Das Schisma der Piusbruderschaft entstand durch Bischofsweihen gegen den Willen des Papstes und nicht wegen Vatikanum II. Da das Dekret in welchem das Schisma bzw. die Exkommunikation der betreffenden Personen erklärt wurde, zurückgenommen worden ist, kann man jetzt nicht mehr von einem Schisma sprechen. Es handelt sich jedoch, um ein Wort des jetzigen Papstes zu gebrauchen, um eine „gesetzeswidrige Situation“.


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  2. Februar 2011 
 

Wesen des Gehorsams

Weil hier viel über den Gehorsam oder Ungehorsam von Bischöfen und Piusbrüdern gesagt wurde:
Gehorsam in der Kirche bedeutet, seinen Verstand kreuzigen zu lassen. Also etwas zu tun, was ich nicht verstehe, ja was mir falsch erscheint. Wenn ich ohnehin einverstanden bin, brauche ich doch nicht den Gehorsam.
So ist das doch jeden Tag, jede Stunde:
Ich verstehe oft nicht, was Gott von mir will: Dennoch glaube ich, dass es für mich das beste ist. Dass Gott mit mir - wie mit dem Volk Israel - eine Geschichte schreiben will, die meinen Verstand bei weitem übersteigt. Die Geschichte übersteigt auch meine Erwartungen. Der Weg, den mir Gott zeigt, endet sogar im Himmel. Dazu ist es notwendig, mit Freude SEINEN Willen anzunehmen, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich viel besser weiß als Gott, was mir gut tut.
Dasselbe gilt für die Mutter Kirche: Auch ihr füge ich mich, obwohl ich nicht alles verstehe. Dies ist für mich auch ein großer Trost: Muss ich das II. Vaticanum verstehen? Ich muss es annehmen, im Vertrauen auf den Heiligen Geist.
Im Übrigen ist nicht zu erwarten, dass die Pläne Gottes in einem menschlichen Kopf Platz haben (auch nicht in dem eines Uni-Professors). Gott kann man nicht \"verstehen\". Man kann aber auf ihn hören: Höre Israel! Ich bin dein Gott, der dich aus Ägypten herausgeführt hat (d.h. Der mit dir eine Geschichte schreiben will, dich von der Sklaverei in die Freitheit führen will).
Also: Zum Gehorsam gehört wesenhaft dazu, dass wir die Entscheidungen der Kirche verteidigen und zu unseren persönlichen Überzeugungen den Mund halten. Die interessieren doch niemanden. Oder ist hier jemand vielleicht der Meinung, dass zB meine eigenen persönlichen Meinungen die Menschheit retten werden? Ich hoffe nicht. Gott nehme uns die Kirche, die Du und ich uns vorstellen, und gebe uns die SEINE.
lg Johannes


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 Solo Dios 2. Februar 2011 

@ Friedemann Bach

Sie sprechen hier einen wichtigen Aspekt des echten Gehorsams an: nämlich dem universalen Lehramt der Kirche und der wahren Tradition auch dann zu gehorchen, wenn man selbst anderer Meinung ist.
Das ist durchaus ein starkes Mittel gegen den Rauch Satans. Das Verständnis für eine solche Haltung und die notwendige Abgrenzung zur Hirnwäsche kann jedoch nur im Glauben wachsen, das letztlich Christus seine Kirche führt und leitet.
Diesen starken Glauben, den ja auch die Priesterbruderschaft zu haben behauptet, findet man in den Heiligen aller Zeiten, die in aller Klarheit und Entschlossenheit immer gegen Missstände und Fehler in der Kirche angingen - jedoch immer im Gehorsam und immer von innerhalb der Kirche. Allein diese Menschen waren es auch, die Erfolg hatten in ihren Bemühungen - man denke an den Hl Franziskus - während andere, ohne die beabsichtigten Verbesserungen zu erreichen, von der einen universalen Kirche abfielen und bis heute ihr eigenes Süppchen kochen.

Die Bezeichnung \"demütige Treue\" für Kardinal Lehmanns Haltung kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Man kann doch nicht schon für ausbleibenden Ungehorsam Loorbeeren auszuteilen, das Niveau unserer Hirten wird auch durch die Erwartungshaltung des Kirchenvolks bestimmt. Ich würde mir vielmehr wünschen, das in Zukunft wieder mehr Bischöfe und Kardinäle das Format eines Laun oder Brandmüller erreichen.


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 Sureno 2. Februar 2011 

was soll man da sagen

Die Piusbruderschaft erkennt das II. VK nicht voll an und ist deshalb im Schisma - das ist traurig.
Viele Mitglieder der DBK unterstützen oder tolerieren Entwicklungen in der Kirche, die die dem Katechismus und den Dokumenten des Konsils ebenfalls nicht entsprechen (Liturgie, Zöibatsdebatte etc.). Ist das nicht noch trauriger?


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 Martyria 2. Februar 2011 

@ chorbisch

Falsch verstanden haben Sie mich da wohl, wenn ich die Begriffe Machtkalkül und Mehrung des Einflusses verwendet habe: Beides sehe ich als Ergreifen des Anspruchs über die Herzen und den Glauben und nicht in einem weltlichen Sinne; das würde ich den Piusbrüdern allenfalls sekundär unterstellen. Wenn Sie meine Zeilen in diesem Sinne nochmals lesen, werden Sie mir vielleicht eher Recht geben. Aber danke für den Einwand.


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 Friedemann Bach 2. Februar 2011 
 

@Chorbisch/ @waldi der gehorsame Lehmann

@Chorbisch:
Sie brechen eine Lanze für Schismatiker und das ist etwas grundsätzlich anderes als wenn man eine Meinungsverschiedenheit mit dem Papst hätte.

@Waldi: Wenn die Piusbrüder nur einen Hauch von der Romtreue Kardinal Lehmanns hätten, würde es mich freuen.

Als vor einigen Jahren es die Auseinandersetzung um die Scheine für die Schwangerenkonfliktberatung gab, hat Kardinal Lehmann auf Roms Geheiß hin gehorcht, obwohl er anderer Meinung war. Das ist wahrer Gehorsam. Denn nur zuzustimmen, wenn man die selbe Meinung hat, ist keine Leistung.

Die Piusbrüder dagegen machen nur das, was SIE wollen. Die Piusbrüder wären nie bereit - wie Kardinal Lehmann - in demütiger Treue zum heiligen Stuhl etwas zu tun, was sie selbst nicht als richtig erachten. Das ist der UNTERSCHIED!!


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  2. Februar 2011 
 

Welche Unwahrheiten wurden von den Piusen verbreitet?

Lügen diese wenn sie aussprechen das Teile des VII nicht mit der Heiligen Tradition der HRKK im Einklang stehen? Ich finde es äußerst traurig mit welchen harschen Tönen und ungeachtet der christlichen Nächstenliebe hier teilweise über die Priesterbruderschaft St. PIUS X geschrieben wird. In meinen Augen sind auch diese meine Brüder und Schwestern im Glauben, wie alle anderen Katholiken ebenfalls. Im Heiligen Willen Gottes unseres Herrn der Heiligen Bibel steht geschrieben:
1.Thessalonicher 5.21
Prüft alles! Das Gute behaltet!

Wieso also wird nun nach mehr als 45 Jahren zumindest nicht einmal ansatzweise versucht die Textstellen der Konzilstexte zu überarbeiten die dafür sorgten das negative Früchte sich in der Kirche ausbreiten konnten?, Hat dies doch bereits einer der Konzilsväter erkannt.
29 Juni 1972, Papst Paul VI: „Wir haben das Gefühl, dass durch irgendeinen Spalt der Rauch Satans in dem Tempel Gottes eingedrungen ist“

Es ist doch erstaunlich das besonders diejenigen die Ständig die vollständige und unebdingte Einhaltung der Konzilstexte verlangen, als erstes nicht berreit sind dieser selber anzuerkennen und vermutlich selber am wenigsten kennen. Und in diesen Sinne haben die Piuse Recht, ich kann von niemanden etwas verlangen was dieser selber nicht macht.

gott zum Gruße.


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 chorbisch 2. Februar 2011 
 

@ Martyria, daß

ich als Lutheraner mal eine (wenn auch kleine) Lanze für die Piusbrüder brechen würde, häte ich auch nicht gedacht.

Aber ist das Handeln der Bruderschaft wirklich \"infam\"?

Anmaßend, das ja!

Können Sie den Vorwurf belegen, es ginge denen nur um die weltlichen Dinge Macht und Einfluß?

Man kann ja zu der Bruderschaft stehen, wie man will, 100 % romtreu sind sie nicht. Aber daß die Mehrzahl von ihnen aus tiefer Sorge um den Glauben handeln, möchte ich ihnen nicht absprechen, auch wenn ihnen in ihrem Eifer das Vertrauen abhanden gekommen ist, daß der Heilige Vater und seine Kirche vom Heiligen Geist geführt werden, es also eines \"Wächterrats\", als der sich die Bruderschaft gerne aufführt, nicht bedarf.

Gottvertrauen, Gebet und ein klares Bekenntnis zum Heiligen Vater und dem Lehramt der Kirche würden schon reichen.

@ Waldi: Danke für Ihre Antwort und die Erklärung zum \"Balken\"


4
 
 Waldi 2. Februar 2011 
 

.@chorbisch.

Ich bedanke mich für Ihre sachliche und faire Antwort auf meinen Kommentar. Sie zeigen damit, dass man auch bei emotionalen Meinungsverschiedenheiten höflich bleiben kann. Ich weiß, dass auch meine Kommetare, die mich oft in Sorge um unsere katholische Kirche umtreiben, nie fehlerfrei sein können.
Der Hinweis auf den \"scharlachroten Balken\" bedeutet, dass man die Mit-Kommentatoren durch das Antippen des rechts neben dem Kommentar stehenden Balkens mit der Maustaste oben oder unten, oben für positiv, (grün), oder unten, für negativ, (rot), bewerten kann. Ihren Balken habe ich oben angeklickt, deshalb erscheint er so lange grün, solange Sie niemand negativ bewertet.
Viele Grüße und Gottes Segen Ihnen und allen anderen auch.


4
 
 Martyria 2. Februar 2011 

Taktik

Den Piusbrüdern ist selbst doch auch klar, dass sie einerseits das II. Vaticanum in Teilen ablehnen und hier aber die Einhaltung eines Teils einfordern. Für mich steckt hinter der Einforderung von OT10 eine besondere Taktik:

Man will den treuen Gläubigen suggerieren, dass die Piusbruderschaft allein für die authentische Wahrung der Lehre und Tradition steht. Damit machen sie Werbung in unseren Reihen mit dem Ziel, die eigene Gemeinschaft zu vergrößern und damit gegen Rom bzw. in der Diskussion mit Rom einen besseren Stand zu haben. Es geht den Brüdern nach meinem Dafürhalten nur ums Machtkalkül und Mehrung ihres Einflusses gerade auch in Deutschland.

Und das ist infam!


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 SCV 2. Februar 2011 
 

Karneval

Man merkt, dass der Karneval naht und die Narren unterwegs sind: die Piusbruderschaft, die einen unermüdlichen Kampf gegen das II. Vaticanum führt, fordert plötzlich die Einhaltung des II. Vaticanums!!!
Da kann ich nur laut lachen, über soviele Narren, die unterwegs sind.


2
 
 frajo 2. Februar 2011 

@Friedemann Bach

Ich vermute, Sie waren recht in Eile, wie Sie Ihren Einwand formuliert haben. Gerade die Begründung im letzten Teil muß unter dieser Eile gelitten haben. Die Kardinalsernennung als Zustimmung von Papst JP II zum Kurs der Kirche in D zu werten können Sie ernstlich selber nicht so gemeint haben. Es könnte auch ein letzter Versuch gewesen sein, ihn demütig i.S. von Dtn 8,2 zu machen. Siehe dazu auch die letzten Kardinalsernennungen bei dt. Würdenträgern.

An den Früchten werdet ... Ein guter .. trägt keine schlechten, ein schlechter ... keine guten ... Daß es überhaupt diese Postings hier gibt ist kein Beleg für gute Früchte; eher für tiefrote (ähnlich der Tollkirsche).


3
 
 chorbisch 2. Februar 2011 
 

Lieber Waldi, es war und ist nicht meine Absicht, mit zweierlei Maß zu messen und die deutschen Bischöfe von Kritik auszunehmen.
Doch in diesem Thread geht es zunächst um Äußerungen der Piusbruderschaft und mein Eindruck ist nach wie vor, daß mancher hier der Bruderschaft gegenüber eher \"Milde walten\" läßt, während gegenüber den von Ihnen genannten Bischöfen gerne gleich schweres Geschütz aufgefahren wird. Siehe die Kommentare zur Reaktion Kardinal Lehmanns auf den Brief Kardinal Brandmüllers.

Ich bin durchaus für ausgewogene Urteile, aber wenn dies bedeutet, daß man die eine Seite nur kritisieren darf, wenn man zugleich auf die Fehler der anderen hinweist, dann werden die Beiträge sehr lang und eventuell auch langweilig.

Die Bemerkung mit dem \"scharlachroten Balken\" verstehe ich im Moment leider nicht.

Lieber Aegidius, danke für die Antwort. Darin, daß Pater Schmidberger in dieser Sache Recht hat und Friedemann Bach zu scharf formuliert hat, sind wir uns einig.


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 Friedemann Bach 2. Februar 2011 
 

@Waldi Lehmann zum Kardinal, Lefevbre exkommuniziert

ihr Zitat: \"Genau betrachtet, sind die Piusbrüder heute dem Papst näher und wohlwollender gesinnt, als ein Großteil des Deutschen Episkopats. Ich schließe nicht einmal die Möglichkeit aus, dass sie sich, trotz vieler und oft ungerechter Anfeindungen, eines Tages als Eckstein erweisen werden, den die Bauleute verworfen haben.\"

Dass Sie die Piusbrüder so loben und auch keine Hemmungen haben eine christologische Aussagen \"vom Eckstein\" auf die Schismatiker zu beziehen, kann man nur als ein \"Perversum\" - eine völlige Verdrehung - bezeichnen.

Schauen Sie doch, was JPII gemacht: Er hat Marcel Lefevbre exkommuniziert und Karl Lehmann zum Kardinal kreiert.
Diese klare Sprache des Papstes sollte Ihnen verbieten, so die kirchenfeindlichen Piusbrüder gut zu reden.


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 Herbert Klupp 2. Februar 2011 
 

\"dass die Piusbruderschaft zur Einheit ... zurückfindet\"

@wolfgangstuttgart

Ich schließe mich diesen Ihren Worten an - aus ganzem Herzen.


3
 
 Friedemann Bach 2. Februar 2011 
 

@Ägidius: Piusbrüder bedrohen Seelenheil

@Aegidius:
Sie bezeichnen \"Pater\" Schmidtberger als \"gültig geweiht.\"
Sie wissen genau, dass jede \"Messe\", die er feiert unerlaubt ist, jede \"Messe\" Missbrauch des Allerheiligsten Sakramentes ist und jeder, der an dieser \"Messe\" teilnimmt eine Sünde begeht.

Hier auf kath.net müssen klare Worte gesprochen werden, weil Leute wie Sie bereit sind, gutgläubige Katholiken eine schismatische Organisation in hellem Licht erstrahlen lassen wollen.
Wie wollen Sie das verantworten?


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 wolfgangstuttgart 2. Februar 2011 

Priesterbruderschaft St. Pius X

Ich hoffe von ganzem Herzen dass die Piusbruderschaft zur Einheit mit der Römisch-Katholischen Kirche zurückfindet. Erinnert sei an die Bedingungen (Febr. 2009), die der Vatikan dafür stellt - hier ein Auszug:

\"Für eine künftige Anerkennung der Bruderschaft St. Pius X. ist die volle Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramtes der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. sowie Benedikt XVI. unerläßliche Bedingung.\"

Ich kann nicht erkennen, dass diese Bedingungen für die Piusbruderschaft eine unüberwindbare Hürde sein sollen - angesichts klarer Unterstützung des Vatikans auch für die Traditionen der Katholischen Kirche.

Kehrt um, Piusbrüder: Ihr werdet gerade heute innerhalb der Römisch-Katholischen Kirche gebraucht - nicht außerhalb. Wie lange wollt Ihr Euch noch Zeit lassen, um das zu verstehen?

www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/2009/documents/rc_seg-st_20090204_note-decree-cbishops_ge.html


6
 
 Waldi 2. Februar 2011 
 

Das Thema ist zu heiß,

um es ungeschmiedet aus der Hand zu geben.
Lieber @chorbisch, wenn Sie nicht mit zweierlei Maß messen wollen, ermahnen Sie bitte auch die Deutschen Bischöfe und Kardinäle, dass auch sie dem Papst Benedikt XVI. zum Gehorsam verpflichtet sind. Ich habe mit den Piusbrüdern nichts zu tun, aber eines ist mir nicht entgangen:
1. Sehen Sie sich die \"katholischen\" Theologen/in Heinemann, Drewermann und Küng an, das sind keine Piusbrüder.
2. Das \"Kirchenvolksbegehren\", \"Wir sind Kirche\", \"ZdK\" - keine Piusbrüder, aber ungehorsam wie ein störrischer Esel.
3. Diözesen wie Linz, Wien, Salzburg, Eisenstadt, Augsburg, Stuttgart - und Mainz, mit dem berühmten Kardinal Lehmann, der auf Kardinal Brandmüller losgegangen ist, weil dieser den Zölibat vor den mit klaren Worten Politikern verteidigt hat.
Dann Mertes und Kiechle, vom \"hochwürdigen\" Orden der Jesuiten
Alles der römisch-katholischen Kirche zugehörige und teilweise von ihr besoldete Personen und Institutionen.
Wenn wir so weitermachen, dann werden wir mehr Feinde innerhalb der katholischen Kirche finden, als die Piusbruderschaft Anhänger zählt.
Das dürfte vorerst für einen scharlachroten Balken genügen!.


9
 
 johnboy 2. Februar 2011 
 

@Waldi

Ihre Argument kann ich gut nachvollziehen. Mir kommt das so vor wie \"Das Gleichnis von den ungleiche Söhnen\": Matt. 21, 28-31 wobei die Handlungen mit dem zweiten Sohn noch im Gange ist.


2
 
 Waldi 2. Februar 2011 
 

Noch ein Wort zum II, Vatikanischen Konzil.

Auch ich, und sicher auch ein Großteil der Gläubigen weiß nicht, \"was da drin steht\". Eines aber muss jedem zu denken geben: Wie können sowohl hartnäckige Gegner, als auch ebenso hartnäckige Befürworter des II. Vatikanums, plausible Rechtfertigungen für ihre Gegensätzlichkeiten anführen, wo doch dasselbe für jeden schwarz auf weiß da steht. Entweder hält sich keiner dran - oder es ist in seinen Aussagen so zwiespältig, dass es jeder nach Belieben ummodeln kann wie eine Knetmasse, mit der man sowohl eine Heiligenfigur - aber auch den Satan formen kann. Den Schaden trägt aber das Gottesvolk, das nicht mehr weiß, woran es ist - und resigniert. Ein sebst von Menschenverstand zusammegezimmerter Glaube hat keinen Bestand, gegen die vom Zeitgeist aufgepeitschte Brandung, die besonders gegen die katholische Kirche wütet.


5
 
 chorbisch 2. Februar 2011 
 

Nicht mit zweierlei Maß messen

@ Aegidius: Der Knackpunkt bei der Piusbruderschaft ist und bleibt, daß sie sich eine Art Vetorecht anmaßen, welchen Beschlüssen der Kirche und welchen Entscheidungen des Papstes sie zu folgen gedenken.

S. etwa die jüngsten Ausfälle gegen das Assisi-Treffen oder gegen Johannes Paul II.

Wenn zum Katholizismus dazugehört, die Autorität des Papstes ohne Wenn und Aber anzuerkennen, dann gilt das für immer, und nicht fallweise.

Merke: \"Bißchen schwanger geht nicht!\"

Und was die Wortwahl betrifft: Wenn ich hier der Ton gegenüber tatsächlichen oder vermeintlichen \"Linksabweichlern\" kritisiert habe, bekam ich sehr oft als Antwort, in bestimmten Fällen seien eben klare und deutliche Worte unvermeidlich.

Wo da die Grenze zur Verumglimpfung liegt, ist sicher Ansichtssache, aber auch hier soll dann nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, nur weil man vielleicht der Intention der Piusbruderschaft grundsätzlich teilt, die Kirche vor schädlichen Zeitgeistereien zu schützen.


4
 
 Waldi 2. Februar 2011 
 

Herr Bach,

die wirklichen und schädlichsten Kirchenfeinde, wie schon Papst Benedikt in Fatima formuliert hat, sitzen in der Kirche - nicht außerhalb. Genau betrachtet, sind die Piusbrüder heute dem Papst näher und wohlwollender gesinnt, als ein Großteil des Deutschen Episkopats. Ich schließe nicht einmal die Möglichkeit aus, dass sie sich, trotz vieler und oft ungerechter Anfeindungen, eines Tages als Eckstein erweisen werden, den die Bauleute verworfen haben. Die katholische Kirche selbst, mit ihren immer tieferen Sturz ins Profane und der immer weiter fortschreitenden Entmystifizierung des Glaubens, sowie der innerkirchlichen Spaltung, (siehe Lehmann gegen Brandmüller), wird eines Tages um die Piusbrüber froh sein. Auch wenn es Ihnen, verehrter Herr Bach, die letzten Nerven kostet.
Lieber Herr Aegidius, Ihren Kommentar unterstütze ich mit Freude und Genugtuung.


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  2. Februar 2011 
 

Die (politische) Mitte in der Kirche?

@genesis
Darf ich höflich darauf aufmerksam machen, dass \"die Linke\" und \"die Rechte\" oder \"links\" und \"rechts\" Begriffe aus der Politik sind? Politik hat aber mit der Kirche nichts zu tun. Die Kirche ist vielmehr oft ihr Opfer. In Fragen des Glaubens geht es nicht um links oder rechts, oben und unten, sondern um die Wahrheit, die Gott ist. Sie mag unbequem sein, für viele auch unverständlich, man kann sie durch Politik nicht besiegen.
Aber auch die sg. \"Mitte\" ist kein Maßstab für die Wahrheit des Glaubens.
Christus war übrigens kein \"Mann der Mitte\", sondern ein Zeichen des Widerspruches.
Einen \"Mann der Mitte\" foltert man doch nicht am Kreuz zu Tode. Ein \"Mann des Volkes\" war Barabbas.
Wir sollten alle aufpassen, wen wir wählen(nicht theoretisch, sondern praktisch). Ich bin mir sicher, wie in Deutschland und Österreich die Wahl ausginge.


7
 
 Kathole 2. Februar 2011 
 

Große Sehschärfe bei ZDK/DBK-Kritik, aber Blindheit bei Selbstkritik

Wie so oft, hat die Piusbruderschaft eine sehr scharfe Beobachtungsgabe, was die inneren Widersprüche in der Haltung der Vertreter des DBK/ZDK-Mainstreams anbelangt, die sich zwar gerne auf II. Vatikanum berufen, wenn es z.B. darum geht, den in Gang gesetzten Dialog der Glaubenskongregation mit den Piusbrüdern zu torpedieren, aber mit den Konzilstexten selbst ansonsten nicht viel am Hut haben, sonder sich viel lieber an den selbstdefinierten \"Konzilsgeist\" halten.

Andererseits entspricht der Sehschärfe auf diesem einen Auge der Fremdkritik bei den Piusbrüdern die Blindheit auf dem anderen, also dort, wo es um ihre eigenen inneren Widersprüche im Traditions- Papsttreue- und Gehorsamsbegriff geht, Punkte, in denen sie sich, wie ihre Kontrahenten auf der anderenSeite, zum Überpapst aufschwingen, der darüber bestimmt, was an päpstlichen und Konzilsaussagen zu gelten hat und was nicht, bzw. bis wohin die authentische Tradition reicht und was nicht dazu gehört.


7
 
  2. Februar 2011 
 

Das beweist wieder nur einmal, was vor kurzem hier in einem der Artikel gestanden ist, daß sich

nämlich die Konzilsfanatiker ohnehin nicht um das scheren, was wirklich dort geschrieben ist.
Es reicht ihnen der Geist des Konzils, den Rest machen sie selber.

Der deutsche Katholizismus ist wirklich am Ende, wenn jetzt die Piusbruderschaft - ausgerechnet - die deutschen Bischöfe und Politiker auf die Konzilstexte hinweisen muß.


9
 
 lolly 2. Februar 2011 
 

@H00H

genau so siehts aus.
Selbstwahrnehmung – Fremdwahrnehmung.

Und wer hat Recht?


0
 
 Genesis 2. Februar 2011 

Die Linke und die Rechte...

sprechen der heiligen römisch-katholischen Kirche den Heiligen Geist ab. Sie mögen bitte mal die Heilige Schrift lesen, was darin steht, in so einem Fall. Aber BITTE vorher zum Heiligen Geist beten!


2
 
 Simplicius 2. Februar 2011 
 

Rein formal gesehen...

@eurolan3k
Kleiner Einwand: So wie ich das verstehe (kann mich freilich täuschen), mißt Pater Schmidberger das ZdK an seinen eigenen Maßstäben, deren einer ja das II. Vaticanum ist, auf das ZdKler und Konsorten immer mit großem Pathos verweisen. Passen Aussagen des II. Vaticanums den Linkskatholiken hingegen nicht ins Konzept, wird das Konzil selbst flugs durch den \"Geist des Konzils\" ersetzt. Das ist inkonsistent, unredlich und, mit Verlaub, verlogen. Hingegen haben die Piusbrüder nie einen Zweifel daran gelassen, daß ihrer Meinung nach Teile des II. Vaticanums in eine verkehrte Richtung zeigen, mit ursächlich für den Absturz der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten sind (z.B. liturgischer Wilwuchs). Dabei berufen sie sich ausdrücklich nicht auf ihre Privattheologie und subjektive Einsicht, sondern auf den objektiven Maßstab der Tradition des Lehramtes (ob inhaltlich zu recht oder nicht sei einmal dahingestellt). Somit ist die Aussage Pater Schmidbergers zum ZdK mit Verweis auf das II. Vaticanum in sich durchaus konsistent.


7
 
 frajo 2. Februar 2011 

Wer ein Spinnennetz webt,

sollte eine Spinne sein. Andere gefährden sich selbst. Wo er (Hr. Schmidtberger) recht hat, hat er recht. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch ... . Der ganze ZK-Clan hat seine Glaubwürdigkeit gründlich verloren. Nicht Sonderwege sind die Lösung sondern der Blick auf das Kreuz. Und das Hören auf den Hl. Vater.


4
 
 eurolan3k 2. Februar 2011 
 

Augenauswischerei?

Das ist zwar gut und richtig, dass sich die Piusbrüder engagieren und es stimmt auch, das gerade so Laieninitativen welche nach allen möglichen Reformen in der Kirche schreien sich einerseits unter dem Deckmantel des Vat. II verstecken, obwohl mit ziemlicher Sicherheit viele davon gar nicht einmal wissen was genau da drin steht und andererseits sich dann auch nicht dran halten.

ABER:
Ich habe mir die Stellungnahme durchgelesen. - Und wenn ich einerseits Menschen den Bruch zum Vat. II vorwerfe und andererseits selber das Vat. II nicht vollständig anerkenne, ist das eine kleine Augenauswischerei. Nochdazu mit der Stellungnahme: \"Wir wollen nur das die Teile geändert werden, die im Widerstreit mit der Tradition stehen\".
Dass die Piusbrüder das Vat. II nicht anerkannten, war ja nicht ausschlaggebend für die Exkommunikation. Das Schisma volzog sich erst durch die nicht genehmigten Bischofsweihen.


8
 
 Friedemann Bach 2. Februar 2011 
 

Bitte nicht

Ich plädiere auch dafür, auf die Schönheit des Zölibats hinzuweisen, aber mit der schismatischen-antikirchlichen-antisemitischen Piusbruderschaft will ich nichts zu tun haben.

Nur, wenn wir uns von Hetzern wie \"Pater\" Schmidtberger klar distanzieren, können wir glaubwürdig für die Sache des Zölibats einstehen.

Mit Kirchenfeinden will ich keine gemeinsame Sache machen.


6
 
 H00H 2. Februar 2011 

...

Und so treffen sich die Fundis auf der rechten (FSSPX) und auf der linken (ZdK) Seite und stimmen harmonisch ein in den selben Gesang: beide anerkennen nur Teile der Beschlüsse des Vat.II, werden zugleich aber nicht müde, die Einhaltung des Ganzen zu fordern...
Soll man darüber lachen oder weinen?


8
 

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