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Lehrgespräche zwischen dem Vatikan und der Piusbruderschaft beendet

18. Juni 2011 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
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Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur vollen Einheit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die im Oktober 2009 aufgenommenen theologischen Lehrgespräche zwischen der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ und der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) sind in diesen Tagen zum Abschluß gekommen. Näheres über die Inhalte, den Verlauf und die Ergebnisse der Begegnungen ist nicht bekannt.

Nach der Aufhebung der Exkommunikation der vier 1988 von Erzbischof Marcel Levebvre unrechtmäßig geweihten Bischöfe der FSSPX durch Papst Benedikt XVI. (Januar 2009) war es das Ziel einer lehrmäßigen Auseinandersetzung über die Entwicklung der Kirche nach dem II. Vatikanischen Konzil, Grundlagen für eine volle Gemeinschaft der FSSPX mit Rom zu schaffen. Dazu gehört die Anerkennung des kirchlichen Lehramtes, der Autorität des Papstes und des II. Vatikanischen Konzils. Aus diesem Grund, so der Leiter des vatikanischen Presseamtes P. Federico Lombardi SJ im Oktober 2009, gebe es für Rom die vorrangigen Themen der Lehren des II. Vatikanischen Konzils, der Ökumene, der Religionsfreiheit und des interreligiösen Dialogs. Nach der entscheidenden Geste des Papstes mit der Aufhebung der Exkommunikation müsse daher gehofft werden, so Lombardi weiter, dass auch die Einladung zum Gespräch aufgenommen werde.


Zusammen mit Prälat Guido Pozzo, dem Sekretär von „Ecclesia Dei“, führten drei Berater der Kongregation für die Glaubenslehre die Gespräche. Dabei handelte es sich um den deutschen Jesuiten und Dogmatiker Karl Josef Becker von der Päpstlichen Universität Gregoriana, den schweizerischen Generalsekretär der Internationalen Theologenkommission und Dominikaner Charles Morerod sowie um den Generalvikar des Opus Dei, Fernando Ocariz. Ocariz hatte maßgeblich an der Erklärung über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche „Dominus Iesus“ mitgearbeitet.

Es bleibt abzuwarten, ob, unter welchen Bedingungen und wie die nunmehr 23 Jahre dauernde Spaltung zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. für das Wohl der ganzen Kirche zu einem Ende kommt.

Foto: (c) kath.net


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