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| ![]() Lefebvrianer-Oberer warnt vor Spekulationen über Treffen im Vatikan26. August 2011 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen Zuvor kursierten unter Vatikanbeobachtern Gerüchte über Möglichkeiten zur formellen Anerkennung der Piusbruderschaft Paris (kath.net/KAP) Der Generalobere der lefebvrianischen Piusbruderschaft, Bernard Fellay, hat vor Spekulationen über das Mitte September bevorstehende Treffen mit Rom gewarnt. Er wisse nur, dass es um die Lehrgespräche gehe, die die Priesterbruderschaft mit dem Heiligen Stuhl geführt hatte, zitiert der französische Distriktobere der Piusbrüder, Regis de Cacqueray, im Internet aus einer Ansprache Fellays. Der Generalobere fügte demnach hinzu: "Alles weitere wäre nur Erfindung." Fellay bitte darum, "nicht Gerüchten hinterherzulaufen". Fellay und seine beiden Assistenten Niklaus Pfluger und Alain-Marc Nely sollen am 14. September mit dem Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal William Joseph Levada, zusammentreffen. Das hatte der Distriktobere der Piusbruderschaft in Deutschland, Franz Schmidberger zuletzt mitgeteilt. Schmidberger erklärte, es werde "allgemein angenommen, dass es sich bei dem Treffen um die kirchenrechtliche Situation der Bruderschaft drehen wird". Nach der Ankündigung gab es bei Vatikanbeobachtern Spekulationen darüber, dass der Heilige Stuhl den Piusbrüdern einen eigenen kirchenrechtlichen Status anbieten werde. Informierte Kreise halten für möglich, dass die Vereinigung in eine ähnliche Struktur wie die zum Katholizismus übergetretenen Anglikaner eingebunden wird. Die vorangegangenen Lehrgespräche zwischen dem Vatikan und dem Lefebvrianern drehten sich um von den Piusbrüdern angefochtene Inhalte des katholischen Lehramtes. Dabei ging es vor allem um zentrale Fragen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Erst wenn diese Probleme geklärt sind, will der Vatikan dem Vernehmen nach das Thema einer kirchenrechtlichen Statusbestimmung der Piusbrüder angehen. Beobachter rechnen damit, dass es im nächsten Schritt um eine formelle Anerkennung der erreichten Übereinstimmungen seitens der Piusbrüder geht. Die 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete "Priesterbruderschaft Sankt Pius X." lehnt zentrale Kirchenreformen des 20. Jahrhunderts ab. Sie ist vom Vatikan nicht anerkannt. Papst Benedikt XVI. hatte im Jänner 2009 die Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft aufgehoben, um einen Dialog mit der Gruppierung zu beginnen. Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuPiusbruderschaft
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