Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Es gibt keine zweite Chance mehr
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  9. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  10. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  11. Technisch brillant, geistig obdachlos
  12. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  13. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  14. Rektor Jan Frąckowiak: „Ein Priester muss ein Mann des Glaubens sein“
  15. "Ich glaube, dass ich glaube"

Liturgiereform veränderte nur die Form, nicht die Substanz der Messe

11. Oktober 2011 in Deutschland, 75 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Hinblick auf Kritik der Piusbruderschaft wies der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller ausdrücklich darauf hin, dass in der Liturgiereform des Vatikanums nicht die Substanz der Messfeier verändert worden war, sondern nur die äußere Form.


Regensburg (kath.net/pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller hat den Festvortrag bei der Auftaktveranstaltung "Kirche im Aufbruch damals und heute" gehalten. Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg e.V. (KEB) lädt dazu ein, das bevorstehende Jubiläum "50 Jahre Vatikanum II" in den Blick zu nehmen und es in den kommenden Jahren in die Erwachsenenbildungsarbeit der Pfarreien und Dekanate im Bistum Regensburg einfließen zu lassen.
Den theologischen Höhepunkt des Abends bildete der Festvortrag von Bischof Gerhard Ludwig Müller, den er mit einem Rückblick in seine Kindheit im Bistum Mainz eröffnete, in der er als Ministrant Zeitzeuge des Vatikanums wurde. Gerade die Liturgiereform, die für die meisten Gläubigen damals die erlebbare Veränderung durch das Konzil darstellte, habe er sehr bewusst erlebt. Die Liturgische Bewegung, deren Vater der Mainzer Bistumspriester Romano Guardini war, sei in seiner Heimatgemeinde schon sehr früh erlebbar gewesen. Im weiteren Verlauf des Vortrages konzentrierte sich Bischof Müller auf die Auslegungen von zwei der 16 Konzilsdokumente, zum einen die „Konstitution über die Heilige Liturgie“ (Sacrosanctum Concilium) und zum anderen die „dogmatische Konstitution über die Kirche“ (Lumen Gentium).


Auch im Hinblick auf die Kritik der Piusbruderschaft wies der Bischof noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass in der Liturgiereform des Vatikanums nicht die Substanz der Messfeier verändert worden wäre, sondern nur die äußere Form. Liturgie könne nie losgelöst vom Kirchenverständnis gesehen werden, denn sie mache deutlich, was Kirche ist: Volk Gottes und Leib Christi. In den Schriftlesungen begegnen wir Gott und in der Kommunion werden die Glieder des Leibes eins mit dem Haupt, mit Christus.

Von der Liturgie-Konstitution ging der Bischof über zur Kirchen-Konstitution „Lumen Gentium“. Das ganze Volk Gottes, so führte der Regensburger Oberhirte aus, habe Anteil am Sendungsauftrag der Kirche, sowohl im Weihepriestertum als auch im sogenannten Allgemeinen Priestertum. Er forderte die Anwesenden auf, ob nun in der Katholischen Bildungsarbeit, im Religionsunterricht oder die Priester in der Predigt, von diesem Grundwissen des Glaubens, Zeugnis abzulegen und es zu den Menschen zu bringen. Bei der Frage „Was ist die Kirche?“, gebe es heutzutage oft mehr Missverständnisse als ein rechtes Verstehen des Kirchenbegriffes. Diesem Unwissen müsse entgegen gearbeitet werden.

Die Veranstaltungsreihe "Kirche im Aufbruch damals und heute" im Bistum Regensburg lädt dazu ein, sich sowohl mit den theologischen Hauptaussagen als auch der Zeit des Konzils wieder neu auseinanderzusetzen. Am 11. Oktober 1962 wurde das Konzil damals feierlich von Papst Johannes XXIII. eröffnet. Genau ein Jahr und einen Tag vor der 50. Wiederkehr der Konzilseröffnung wurde im nun der Startschuss zur verschiedenen thematischen Angeboten der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Regensburg e.V. (KEB) gegeben.

Foto von der Veranstaltung mit Bischof Müller: © Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Regensburg

  1. Über das Wunder von Greccio
  2. Warum wir gerade jetzt Quellen der Zuversicht, Stärkung und Solidarität brauchen
  3. Bischof Rudolf weiht zwei Männer zu Ständigen Diakonen
  4. Das Osterfest ist der FREEDOM DAY schlechthin!
  5. Sternsingen 2021
  6. Voderholzer: „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen“
  7. Big Bang oder Genesis? Neue Sendereihe „Kaum zu glauben?“ bei TVA
  8. Bischof Voderholzer dankt Priestern für Mut, Kreativität und Findigkeit während Corona-Pandemie
  9. Gott hab ihn selig!
  10. Ein Leben für die Musica sacra






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  7. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  8. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  9. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“
  13. Eine katholische Heldin
  14. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  15. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz