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| ![]() Piusbrüder für einen neuen Dialog mit dem Islam27. Dezember 2011 in Deutschland, 12 Lesermeinungen Das Weihnachtsfest bietet nach Ansicht der traditionalistischen Piusbruderschaft «treffliche Anknüpfungspunkte» für einen neuen Dialog mit dem Islam. Stuttgart (kath.net/KNA) Das Weihnachtsfest bietet nach Ansicht der traditionalistischen Piusbruderschaft «treffliche Anknüpfungspunkte» für einen neuen Dialog mit dem Islam. Auch der Koran erwähne die Jungfrauengeburt Mariens und die Existenz Jesu, sagte der deutsche Distriktobere der Gemeinschaft, Franz Schmidberger, bei seiner Weihnachtsansprache in Stuttgart. Ein wesentliche Differenz zwischen Islam und katholischer Kirche liege allerdings im Gottesbegriff, betonte der Distriktobere. Der Islam schließe eine Gottessohnschaft Jesu aus: «Deshalb kennt der Islam auch das Weihnachtsgeheimnis nicht, denn wenn Gott nicht dreifaltig ist, dann kann das Kind in Bethlehem auch nicht die menschgewordene, zweite Person sein», so Schmidberger. Genau diese «klare Unterscheidung» eröffne aber eine «hervorragende Gelegenheit, den Diskurs mit dem Islam einzuleiten». Dabei sollten auch Muslime die Chance haben, ihre Positionen vorzutragen. Die Aufgabe der christlichen Vertreter in einem solchen Dialog liege darin, «für unsere Brüder im Islam darzulegen, warum wir daran glauben, dass Christus wahrhaft Gottes Sohn ist». Schmidberger bezeichnete derartige Gespräche als eine Möglichkeit, Muslimen «die Vernunftgründe für den katholischen Glauben einsichtig zu machen». Ob diese dann den christlichen Glauben annähmen oder nicht, sei eine «zutiefst persönliche, freie Entscheidung, welche in einem Wechselspiel von Gottes Gnade und Seele sich abspielt», erläuterte der Distriktobere. Erst wenn die Kirche in Deutschland einen Dialog auf dieser Basis in Angriff nehme, sei «der erste, wirkliche Schritt zu einer christlichen Integrationspolitik getan». Die von Rom getrennte Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet. Die Gemeinschaft lehnt diverse Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Seit geraumer Zeit laufen theologische Verhandlungen über eine mögliche Wiedereingliederung der Gruppe in die katholische Kirche. (C) 2011 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuTraditionalisten
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