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Steht die volle Einheit der Piusbruderschaft mit Rom bevor?

26. März 2012 in Aktuelles, 38 Lesermeinungen
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P. Franz Schmidberger FSSPX: ‚Es geht in erster Linie nicht um unsere Bruderschaft, sondern um das Wohl der Kirche’. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Am gestrigen Sonntag wurde in allen Kapellen in Deutschland der Priesterbruderschaft St. Pius X. ein Kanzelwort des Distriktoberen Franz Schmidberger verlesen. Daraus geht hervor, dass die Hoffnung auf eine befriedigende Lösung zwischen dem Heiligen Stuhl und der Bruderschaft besteht, die für die ganze Kirche von Bedeutung sein wird.

Am 16. März hatte der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, William J. Kardinal Levada, dem Generaloberen der FSSPX, Bischof Bernard Fellay, einen Brief des Papstes überreicht. In diesem wurde die Priesterbruderschaft ultimativ aufgefordert, ihre Position zu klären, um einen Bruch zu vermeiden und sich positiver zu der lehrmäßigen Präambel vom 14. September 2011 zu äußern, als dies bisher geschehen ist. Als Termin für eine Antwort war der 15. April genannt worden.


Das letzte Treffen zwischen Vertretern des Heiligen Stuhls und der FSSPX sei von dem Bemühen bestimmt gewesen, einen kirchlichen Bruch mit schmerzhaften und unkalkulierbaren Konsequenzen“ zu vermeiden, so die damalige Mitteilung des Presseamtes des Vatikans. Wie der Direktor des Presseamtes, P. Federico Lombardi SJ mitgeteilt hatte, sei die „lehrmäßige Präambel“ am 14. September als Ergebnis eines sehr langen Prozesses mit acht Treffen zur theologischen Reflexion überreicht worden. Die bisherigen Antworten der FSSPX seien jedoch als unzureichend gewertet worden.

In dem Kanzelwort des deutschen Distriktoberen der FSSPX wird betont, dass man an einem entscheidenden Punkt angelangt sei. Nachdem Schmidberger einen „unangenehmen Ton“ beklagte, den der Brief auch anschlage, betonte er, dass es „berechtigte Hoffnung auf eine befriedigende Lösung“ gebe: „Falls diese zustande käme, würde sie alle bewahrenden Kräfte in der Kirche bedeutend stärken; im anderen Fall würden diese eher geschwächt und entmutigt werden. Es geht also in erster Linie nicht um unsere Bruderschaft, sondern um das Wohl der Kirche“.


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