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Jüdische Organisation: Ausschluss Williamsons reicht nicht

25. Oktober 2012 in Aktuelles, 20 Lesermeinungen
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Williamsons Ausschluss aus Piusbruderschaft reicht nicht, um den Schaden, den Williamson mit seinen «verabscheuungswürdigen Ansichten» zum Holocaust angerichtet habe, zu beseitigen, sagte Abraham Foxman, Direktor der Anti-Defamation League


New York (kath.net/KNA) Die Anti-Defamation League hat den Ausschluss des britischen Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson aus der Piusbruderschaft begrüßt. Allerdings beseitige diese Maßnahme nicht den Schaden, den Williamson mit seinen «verabscheuungswürdigen Ansichten» zum Holocaust angerichtet habe, erklärte der Direktor der jüdischen Organisation, Abraham Foxman, am Mittwochabend in New York. Unabhängig von ihrer übrigen Haltung zur katholischen Lehre hätten die Leiter der traditionalistischen Bruderschaft die «moralische Verpflichtung, einen klaren Schlussstrich zu ziehen und Antisemitismus für alle Zeiten als unakzeptabel zu verurteilen».


Die Piusbrüder hatten am Mittwoch zum Ausschluss Williamsons erklärt, er habe sich «seit mehreren Jahren von der Führung und Leitung der Priesterbruderschaft» entfernt und sich geweigert, «den Respekt und den Gehorsam zu bezeigen, den er seinen rechtmäßigen Oberen schuldet».

Williamson hatte 2008 in einem in Zaitzkofen bei Regensburg geführten Interview mit einem schwedischen TV-Sender die Zahl der von den Nationalsozialisten ermordeten Juden auf höchstens 300.000 beziffert und die Existenz von Gaskammern bestritten. Er steht deshalb in Deutschland wegen Volksverhetzung vor Gericht.

Die volksverhetzende Passage im Williamson-Interview [kath.net distanziert sich vollständig von den Aussagen]




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