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Papst in Fatima: An Revolution der Zärtlichkeit glauben

13. Mai 2017 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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"An Maria sehen wir, dass die Demut und die Zärtlichkeit nicht Tugenden der Schwachen, sondern der Starken sind", betont Franziskus bei einer Gebetsvigil mit Zigtausenden Pilgern


Fatima (kath.net/KAP) Maria ist nach Worten von Papst Franziskus eine Helferin für den Glauben an das "Revolutionäre der Zärtlichkeit und der Liebe". Sie zeige den Menschen, dass Demut und Zärtlichkeit "nicht Tugenden der Schwachen, sondern der Starken" seien, sagte er am Freitagabend in Fatima. Man solle nicht andere schlecht behandeln, "um sich selbst wichtiger zu fühlen", so Franziskus in seinem Grußwort vor Zigtausenden Gläubigen bei einer Gebetsvigil in dem portugiesischen Wallfahrtsort. Er betonte erneut, als Pilger "in Hoffnung und im Frieden" in Fatima zu sein.

Pilger aus aller Welt begrüßten Franziskus im Papamobil auf dem Platz vor dem Heiligtum mit Fackeln. Die letzten Meter zur Erscheinungskapelle legte der Papst zu Fuß zurück, winkte und lächelte in das stimmungsvolle Lichtermeer des gut gefüllten Platzes hinein. Er begrüßte auch einige an den Absperrgittern Wartende direkt, sprach kurz mit Ordensschwestern, segnete Kinder.


In der Erscheinungskapelle nahm der Papst für mehrere Minuten zum stillen Gebet auf einem Stuhl vor der Madonna von Fatima Platz. Dann weihte er einige Kerzen, bevor er sich auf Portugiesisch an die Menschen auf dem Vorplatz wandte.

In seinem Grußwort versicherte Franziskus besonders Bedürftige, Ausgeschlossene sowie "Opfer von Ungerechtigkeit" seines Gebetes. Die Christen mahnte er, Maria nicht zu vernachlässigen: "Wenn wir Christen sein wollen, müssen wir auch marianisch sein", zitierte er Papst Paul VI. (1963-78). Zugleich betonte Franziskus, dass Maria nicht barmherziger sei als Gott. Er rief zu Barmherzigkeit auf und mahnte, sich nicht in Ehrgeiz und Eigenwillen zu verrennen. "Wir müssen die Barmherzigkeit dem Gericht überordnen", sagte er.

Franziskus ging auch nachdenklich auf Stilisierungen und subjektiv geprägte Bilder der Gottesmutter im kirchlichen Leben ein. "Ist sie eine Lehrerin des geistlichen Lebens, die erste, die Christus auf dem 'schmalen Weg' des Kreuzes gefolgt und so unser Vorbild geworden ist - oder ist sie eine 'unnahbare' Herrin, die wir nicht nachahmen können? Ist sie 'selig', weil sie immer und in jeder Lage an die göttlichen Worte 'geglaubt hat' oder ist sie vielmehr ein Heiligenbild, an das man sich wendet, um schnell und billig eine Gunst zu erhalten?", forderte er die Gläubigen zum Nachdenken auf.

Nach seinen Grüßen betete der Papst mit den Pilgern den Rosenkranz. Nach dem abschließenden Segen war die Nachtruhe des Papstes in der Pilgerherberge "Nossa Senhora do Carmo" vorgesehen. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin feierte unterdessen noch mit Gläubigen eine nächtliche Messe auf dem Platz des Heiligtums.

Franziskus hält sich seit Freitagabend zum 100. Jahrestag der ersten Marienerscheinung zu einem knapp 24-stündigen Besuch in Fatima auf. Am Samstagvormittag spricht er mit Francisco (1908-1919) und Jacinta Marto (1910-1920) zwei der drei dortigen Seherkinder heilig. Die Organisatoren rechnen mit bis zu einer Million Teilnehmern. Mit mehreren Millionen Pilgern jährlich ist Fatima nach dem französischen Lourdes der zweitgrößte Wallfahrtsort in Europa.

Papst Franziskus Fatima 2017 - Papst betet den Rosenkranz mit - Lichterprozession


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