Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  3. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  4. Die Verheißung der Schechina-Wolke
  5. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  6. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  7. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  8. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  9. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  10. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  11. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  12. Das Große im Kleinsten
  13. Erzbischof Chaput: Transgenderismus ist ‚letzte Rebellion gegen Gott’
  14. SPD-Politiker: Migranten machen Städte unsicher
  15. 'Annalena und die 10 Verbote'

Missbrauchsopfer: EKD hofft, „dass sich Aufmerksamkeit weiter auf katholische Kirche richtet“

26. Mai 2021 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missbrauchsopfer Katharina Kracht: „Die EKD fährt schon seit 2010 eine Strategie der Vermeidung. Sie hofft einfach, dass der Kelch an ihnen vorübergeht und sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf die katholische Kirche richtet.“


Hannover (kath.net) Scharfe Kritik an der Missbrauchsaufarbeitung der Evangelischen Kirche in Deutschland kommt von Katharina Kracht, Mitglied des EKD-Betroffenenbeirats und Opfer von Missbrauch durch einen evangelischen Pastor. Die EKD hat die Zusammenarbeit mit dem von ihr erst im September 2020 eigens eingerichteten Betroffenenbeirats inzwischen aufgekündigt, kath.net hatte berichtet. Gegenüber dem feministischen Magazin „Emma“ erläuterte Katharina Kracht im Interview, dass die EKD „schon seit 2010“ eine „Strategie der Vermeidung“ fahre. Dabei hoffe sie darauf, „dass der Kelch an ihnen vorübergeht und sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf die katholische Kirche richtet. Und dass die evangelische Kirche mit ein paar kosmetischen Maßnahmen durchkommt.“


Die EKD habe sich der Zusammenarbeit mit dem Betroffenenbeirat stark verweigert, kritisierte Kracht. „Die Bischöfe reden ja immer ganz viel von Augenhöhe. Für mich ist das aber keine Augenhöhe, sondern Augenwischerei. Ich habe den Eindruck, wir Betroffenen sollen vor allem dankbar sein.“ Auch sei man nicht zur Synode im Herbst 2020 eingeladen worden, die coronabedingt im digitalen Format abgehalten worden war. es habe geheißen, „man könne uns nicht zumuten, an einer Synode im digitalen Format teilzunehmen. Dabei hätten wir gern selbst eingeschätzt, was wir uns zumuten können und was nicht. Man hat uns aber gar nicht erst gefragt. Und ich hätte mir das durchaus zugemutet. Ich denke: Man wollte uns einfach nicht dabeihaben.“

Kracht schilderte, dass man im Kontext von Missbrauchsvorwürfen oft Vertuschungsstrategien begegne. „Ich höre immer wieder von Aufarbeitungsprozessen, die bis zu zehn Jahre dauern. Ich höre immer wieder von Betroffenen, die sich gemeldet haben, und deren Daten irgendwo rumliegen, ohne dass damit etwas passiert.“ Schon seit langem fordere sie „eine unabhängige Ombudstelle“, sagte Kracht, denn die evangelische Kirche müsse „an dieser Stelle das Heft aus der Hand geben“.

Sexuelle Übergriffe seien im evangelisch-landeskirchlichen Kontext seit den 70er und 80er Jahren „unter dem Deckmantel der Progressivität und der Befreiung“ geschehen und dies sei „sehr spezifisch evangelisch“. Es dauere deshalb immer wieder „mal sehr lange, bis so ein Mädchen begreift: Das war keine tragische Liebesgeschichte, die ich mit dem verheirateten Pastor mit den fünf Kindern hatte – das war Missbrauch!“ Auch sie selbst habe Jahre gebraucht, bis sie begriffen habe, dass ihre Erlebnisse als 13-Jährige „eine Missbrauchsbeziehung“ gewesen seien. Als sie mit Mitte zwanzig Symptome einer Traumafolgestörung hatte, konnte sie das immer noch nicht einordnen.

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 27. Mai 2021 
 

Zur Odenwaldschule

wollte ich gerade auf die sehr interessante TV-Doku "Und wir sind nicht allein" hinweisen, die gut aufzeigt, wie das System funktionieren konnte. Leider findet man rein gar nichts mehr dazu - in keiner Suchmaschine und weder bei youtube noch in den Mediatheken von ARD und ZDF. Offenbar war Ikarus der Sonne zu nahe gekommen...


1

1
 
 Fink 26. Mai 2021 
 

Siehe die reformpädagogische "Odenwaldschule", von evangelischen Intellektuellen

seinerzeit hochgelobt. Dann ist aber doch die Bombe des sexuellen Missbrauchs hochgegangen. Über Jahrzehnte hatten Lehrer (homo-) sexuellen Kontakt mit Schülern (Päderastie, Ephebophilie).
Es ist erstaunlich, wie schnell dieser Skandal aus den Medien verschwunden ist. Diese Schule ist inzwischen aufgelöst. Vorbei, Vergessen !


4

0
 
 Fink 26. Mai 2021 
 

Siehe die reformpädagogische "Odenwaldschule


0

0
 
 girsberg74 26. Mai 2021 
 

Solch ein Verein kann keine "Putzfrau" gebrauchen,

denn die Einstellung einer solchen könnte denken lassen, dass nicht alles so sauber ist, wie der Verein zu sein vorgibt.


7

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. 'Bruder Marx', bleib in München!
  2. "Damit stellen Sie sich aber gegen Rom!"
  3. Nicht angenommener Marx-Rücktritt: Theologe Hoff ist 'fassungslos'
  4. "Das widerspricht dem Sinn eines geistlichen Amtes für das Heil der Menschen"
  5. R.I.P. Philipp Mickenbecker - "Alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen kriegen neue Kraft"
  6. Kardinal Kasper formuliert Grundsatzkritik am „Synodalen Weg“!
  7. Du bleibst!
  8. Der Missbrauch des Missbrauchs ausgerechnet gegen den Missbrauchsaufklärer Woelki
  9. Medien: Vatikan hat US-Präsident Biden offenbar Mitfeier der Papst-Morgenmesse verweigert
  10. Das Seminar als Familie von Nazareth und rigide Perversionen
  11. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  12. Aufbruch zum geistigen Kampf
  13. Bistum Basel: Kleruskongregation hebt ungerechtfertigte Entlassung eines Priesters auf
  14. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!
  15. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz