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Gott spricht, doch der Mensch handelt nicht - Das kann sich ändern!

5. Februar 2022 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Wann hast Du Dich zuletzt gefragt, was Gott von Dir möchte? Und was hindert Dich daran loszugehen? - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Fahr hinaus auf den See!“ (Lk 5,4) Als ich letztens diesen Vers las, schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: Warum bist Du noch hier?

Diese Frage möchte ich heute an Dich weitergeben. Also: Stell Dir vor, Du stehst am Ufer des Sees Genezareth. Du bist an Deinem Boot. Jesus steht vor Dir und blickt Dich mit einem liebevoll, eindringlichen Blick an. „Warum bist Du noch hier?“, fragt er während sein Blick scheinbar über Dein noch leeres Boot und den weiten See schweift – doch in Wirklichkeit schauen seine Augen nur auf eines und das ist nicht der Grund des Sees, sondern der Grund Deines Herzens.

Diese Frage, sie hallt immer wieder in Deinem Herzen nach, denn nur kurze Zeit zuvor – nur Jesus und Du wissen, wann genau das war, seid ihr hier schon einmal gestanden. Damals sprach Jesus zu Dir: „Fahr hinaus auf den See.“ Doch Du bist noch da. Warum? Welcher Anker ist so schwer, dass es Dich am Ufer hält, wenn Gott zu Dir spricht „Fahr!“?


Tatsächlich ist das nur eine von vielen Anweisungen Gottes in der Bibel, in denen sich der Angesprochene fortbewegen soll – ob es nun Abraham ist, der sein Vaterland verlassen soll oder die Jünger, die ausgesandt werden, Menschenfischer zu sein. Gott spricht – der Mensch handelt, das ist das Ideal, doch wir alle wissen, dass es sich oft nicht so einfach gestaltet wie es sich anhört.

Gott spricht, doch der Mensch handelt nicht. Was ist der Anker, der uns an Ort und Stelle festhält? An jener Ort und Stelle, von der wir berufen sind uns fortzubegeben.

„Warum bist Du noch hier?“, ich hoffe, Du spürst diese Frage genauso intensiv in deinem Herzen brennen wie ich. Ich hoffe, diese Frage trifft auch Dein Herz wie ein Lanzenstich. Vorausgesetzt natürlich, dass auch Du die Worte gehört hast „Fahr hinaus auf den See.“, doch Dein Boot noch sicher am Ufer ruht.  Vorausgesetzt also, dass Du von Gott einen Auftrag empfangen hast und ihn noch nicht lebst.

Ich glaube tatsächlich, dass es vielen so geht, denn ich bin überzeugt, dass jeder Mensch von Gott eine Aufgabe bekommen hat, die speziell für ihn vorgesehen ist. Eine Aufgabe, die nur Du auf die Art und Weise erfüllen kannst, wie Du es tun wirst, wenn Du aufbrichst. Ganz egal, ob es dabei darum geht, dass Du gleichsam der nächste König David oder Prophet Jesaja wirst, oder doch nur ein einfacher Schafhirte. Alle standen im Dienst Gottes. Jeder kann seine Talente zu Gottes Ruhm einsetzen.

Wann hast Du Dich zuletzt gefragt, was Gott von Dir möchte? Und was hindert Dich daran loszugehen?

Bei der Aussendung seiner Jünger, gebot Jesus ihnen „außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.“ (Mk 6,8f)

Siehst Du wie wenig es braucht, um loszugehen? Gott stattet Dich mit allem aus, was Du brauchst – und nein, mehr brauchst Du wirklich nicht. Gott gibt denen, die er ruft. Wenn er es wünschen würde, würdest Du selbst mit noch weniger zurechtkommen – ohne diesem Paar Sandalen der Jünger oder mit der ein oder anderen Gabe weniger. Wenn Gott ruft, hast Du die Befähigung diesem Ruf Folge zu leisten. Du kannst die Antwort auf diesen Ruf leben.

Du bist fähig Antwort zu sein. In diesem Sinne: „Fahr hinaus auf den See.“ (Lk 5,4) „Zieh weg.“ (Gen 12,1) „Geht hinaus in die ganze Welt.“ (Mk 16,15)


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Lesermeinungen

 Mehlwurm 5. Februar 2022 

Sehr gute und schwierige Fragen

Diese spezielle Aufgabe, die jeder einzelne hat, die muss der Mensch ja erstmal erkennen. Das, was er zunächst als Aufgabe sieht- ist es das, was Gott sich gedacht hat? Wenn es in Kindheit und Jugend gut lief, dann sieht der Mensch eher, wozu Gott ihn in die Welt gestellt hat.
Jemand, der arg zurechtgebogen worden ist, braucht länger und braucht Hilfe, um zu erkennen, wer er selber ist und was seine ureigenste Aufgabe ist.

Noch zwei Punkte:
-Die Stimme Gottes lässt sich am besten in innerer Stille hören. Reizüberflutung überlagert das Leise.
-Dann ist da noch die Trägheit. Eine der sieben Todsünden. Lässt sich, denke ich, überwinden, wenn man ihr eine Tugend entgegensetzt und daran arbeitet. Tapferkeit, Mut um etwas Neues, Ungewohntes zu wagen.

Das sind jedenfalls meine Erfahrungen.
Schön, in der Jugendkolumne das zu lesen, was mich als Jugendliche damals auch beschäftigt hat. Uns nie losgelassen hat. Trotz einiger Umwege.


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