Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Es gibt keine zweite Chance mehr
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  9. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  10. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  11. Technisch brillant, geistig obdachlos
  12. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  13. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  14. Rektor Jan Frąckowiak: „Ein Priester muss ein Mann des Glaubens sein“
  15. "Ich glaube, dass ich glaube"

Russland und Ukraine: Bischöfe setzen Hoffnung auf Marienweihe

17. März 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für 25. März geplanter Frömmigkeitsakt im Vatikan und in Fatima "von Ukrainern lange erwartet" - Neuntägige Vorbereitungsgebete in den Ortskirchen


Kiew/Moskau (kath.net/KAP) Als "Anlass großer Freude und Hoffnung" haben die katholischen Bischöfe der Ukraine wie auch Russlands die Ankündigung von Papst Franziskus, die beiden kriegsführenden Länder am 25. März der Jungfrau Maria zu weihen, bezeichnet. Es handle sich dabei um einen "geistlichen Akt, auf den das ukrainische Volk lange gewartet hat", erklärte der griechisch-katholische Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk am Mittwoch. Ähnlich äußerte sich das römisch-katholische Episkopat der Ukraine, das am Donnerstag ein an neun Tagen verrichtetes Vorbereitungsgebet (Novene) dazu starten wird.

Papst Franziskus hatte am Dienstag angekündigt, im Rahmen einer Bußfeier am Festtag Mariä Verkündigung im Petersdom in Rom Russland und die Ukraine dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen. Der Sozialbeauftragte des Papstes, Kurienkardinal Konrad Krajewski soll demnach am selben Tag in Fatima ebenfalls diesen Ritus vollziehen. Bei einer solchen Weihe wird Maria gebeten, die Menschen oder ganze Länder unter ihren mütterlichen Schutz zu nehmen, sie vor Gefahren und Versuchungen zum Bösen zu bewahren.

Die Katholiken der Ukraine hätten den Papst bereits 2014 darum gebeten, da man sich davon eine Eindämmung des damals ausgebrochenen Krieges im Osten des Landes erwartet habe, erklärte Schewtschuk. Nach der russischen Invasion in der Ukraine vor drei Wochen hätten Gläubige aus allen Teilen der Welt darum gebetet, eine solche Weihe durchzuführen. Für die nunmehrige Entscheidung des Papstes gebe es in seiner Kirche große Dankbarkeit.
Die Frömmigkeitsform der Marienweihe habe in der Ukraine und Russland eine lange Tradition, hieß es aus der ukrainischen katholische Kirche. Schon Fürst Jaroslaw der Weise (979-1054) habe das Volk der Rus-Ukraine dem Schutz der Heiligen Jungfrau Maria empfohlen. Mehrmals sei diese Weihe erneuert worden: 1995, 2014 für die ukrainische griechisch-katholische Kirche sowie erneut am 23. Oktober 2016 in Fatima.


Auch von den katholischen Bischöfen Russlands wurde die Ankündigung des Papstes hellauf begrüßt. Der für Moskau zuständige Erzbischof Paolo Pezzi wies am Mittwoch am Rande der Vollversammlung der russischen Bischofskonferenz im sibirischen Irkutsk gegenüber dem italienischen Nachrichtendienst SIR auf die hohe symbolische Bedeutung dieser Weihe hin. Ihr Ziel sei vor allem die Bitte darum, "dass das Blutvergießen, bei dem es sich immer um unschuldiges Blut handelt, gestoppt und ein dauerhafter Frieden eingeleitet werden kann". Zugleich erinnere die Weihe daran, "dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe die normalen, realen Bedingungen für ein echtes Zusammenleben der Völker sind".

Die Annahme sei falsch, dass das Gebet seine Wirkkraft erst dann entfalte, "wenn die Politik versagt", betonte Pezzi mit Blick auf die schwierigen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. "Die Kirche betet, wenn die Mächtigen der Welt zusammenkommen", zitierte er einen Ausspruch von Papst Johannes Paul II. Das Gebet, insbesondere jenes zu Maria, habe "eine sehr große Kraft", gelte dabei doch der Ausspruch: "Wenn du Christus schneller erreichen willst, gehe durch seine Mutter".
Der aus Leipzig stammende Bischof Clemens Pickel von Saratov erklärte gegenüber "Vatican News", die Marienweihe habe auch enorme seelsorgliche Tragweite. Der Akt der Weihe werde in den Pfarren vorbereitet, sei es doch das Wichtige, "dass wir selber mitbeten und dass es um unsere Herzen geht". Das alleinige Aussprechen einer Weiheformel "ohne mit dem Herzen dabei zu sein" hätte keinen Sinn, sei doch die Marienweihe "keine Magie, sondern ein Gebet".

Päpste vollzogen mehrere Weihen

Die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens spielt eine Rolle bei den Marienerscheinungen in Fatima. Die Muttergottes hatte nach Aussage der Seherkinder am 13. Juli 1917 um die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz gebeten und erklärt, dass andernfalls Russland "seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche fördern" würde.

Am 31. Oktober 1942 weihte Papst Pius XII. die ganze Menschheit dem Unbefleckten Herzen Mariens und am 7. Juli 1952 gesondert die Völker Russlands. Am 21. November 1964 erneuerte Papst Paul VI. beim Zweiten Vatikanischen Konzil die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zudem etliche Länder dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht.

Papst Johannes Paul II. verfasste ein Gebet für einen, wie er es nannte, "Akt des Anvertrauens ", der am 7. Juni 1981, dem Pfingstfest, in der Papstbasilika Santa Maria Maggiore gefeiert wurde. In Erinnerung an das "Mir geschehe nach deinem Wort", das Maria nach den Worten der Schrift bei der Verkündigung aussprach, vertraute Johannes Paul II. am 25. März 1984 auf dem Petersplatz in geistlicher Verbundenheit mit den Bischöfen abermals Russland und alle Völker der Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens an.

Auch Papst Benedikt XVI. (2010) und Papst Franziskus (2013) wiederholten die Weihe der ganzen Menschheit an das Herz Mariens. Dieses gilt nach katholischer Tradition als unbefleckt, weil Maria schon seit der Zeit im Schoß ihrer Mutter von der Erbsünde unbelastet sei.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  7. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  8. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  9. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“
  13. Eine katholische Heldin
  14. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  15. Nahost-Doku – „Bild zeigt, was ZDF und ARTE ablehnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz