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Lourdes erkennt das 71. Wunder offiziell an: Heilung von John Traynor (1883-1943)

9. Dezember 2024 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Das Wunder der Heilung eines im Ersten Weltkrieg schwer Kriegsversehrten wurde erst gestern, also erst 101 Jahre nach seiner Heilung, verkündet.


Lourdes (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Pressemitteilung vom 8. Dezember 2024 des Heiligtums Lourdes über die Anerkennung der Heilung von John Traynor (Archivfoto) als 71. Wunder in Lourdes in voller Länge in eigener Übersetzung – Arbeitsübersetzung © kath.net

Das Heiligtum Notre-Dame de Lourdes begrüßt die offizielle postmortale Bekanntgabe des 71. Wunders in Lourdes durch Mgr. Malcolm McMahon, dem Erzbischof von Liverpool. Dies bezieht sich auf die Heilung von John Jack Traynor, der während des Ersten Weltkriegs schwer verwundet wurde und das 1923 in Lourdes anlässlich der ersten Pilgerfahrt der Diözese Liverpool stattfand.

Der Soldat wurde 1923 auf wundersame Weise von Kriegsverletzungen geheilt

Traynor wurde 1883 in Liverpool als Sohn einer irischen Mutter geboren und trat bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs der Royal Navy bei. Er wurde am 8. Oktober 1914 in der Nähe von Antwerpen (Belgien) zum ersten Mal verwundet und am 8. Mai 1915 während der Schlacht von Gallipoli (heute Türkei) von Maschinengewehrfeuer getroffen. Zahlreiche medizinische Operationen schlugen fehl. Er konnte seinen rechten Arm nicht mehr gebrauchen, lehnte jedoch eine Amputation ab und erlitt schwere epileptische Anfälle. 1920 versuchte ein Liverpooler Chirurg, die Epilepsie durch Trepanation zu heilen, was zu einer teilweisen Lähmung beider Beine führte. Sein Zustand war so schlecht, dass er im Frühsommer 1923 „für das Hospiz für Unheilbare bestimmt wurde, wo er am 24. Juli 1923 eingeliefert werden sollte“ (procès verbal de guérison du Bureau des Constatations Médicales, unterzeichnet vom Präsidenten, Docteur Auguste Vallet, 2. Oktober 1926).


Im Juli 1923 reiste er anlässlich der ersten Pilgerfahrt der Erzdiözese Liverpool zum Heiligtum nach Lourdes. Er wurde am 25. Juli geheilt, nachdem er in den Becken des Heiligtums untergetaucht war und anschließend an der eucharistischen Prozession und Krankensegnung teilgenommen hatte. Am selben Tag bestätigten die die Pilgerfahrt begleitenden Ärzte seinen Zustand. Er verließ Lourdes am nächsten Tag.

Am 7. Juli 1926 ging er zum Bureau des Constatations Médicales, um seine Genesung zu erklären.

John Traynor kehrte bis 1939 jedes Jahr als Krankenträger nach Lourdes zurück. Er ist Mitglied der Liverpool Brancardier Association. In Großbritannien heißt es, er sei der erste britische Katholik gewesen, der in Lourdes geheilt wurde. Er starb am 8. Dezember 1943 an einer ganz anderen Krankheit.

Seine Heilung wurde von der Kirche erst 2024 offiziell anerkannt.

Das Wunder wurde ein Jahrhundert nach seiner Heilung verkündet.

 


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