Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  2. Vertrauenskrise in der Kirche
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  9. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  10. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  14. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens

vor 1 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV.: Pfingsten als Öffnung des Menschen für Gott, die Kirche und den Nächsten. Der Heilige Geist als Kraft gegen Angst, Verschlossenheit und Misstrauen. Pfingsten als bleibende Gabe des Geistes an die Kirche. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Katechese vor dem Gebet des Regina Caeli am Hochfest Pfingsten stellte Papst Leo XIV. das Bild der verschlossenen und geöffneten Türen in das Zentrum seiner Ansprache. Ausgehend von den Schriftlesungen der Liturgie sprach der Papst über das Wirken des Heiligen Geistes, der die Kirche seit ihrem Ursprung begleite und auch heute den Gläubigen als „Licht und Kraft“ geschenkt werde. Die Kirche sei an diesem Pfingsttag dazu aufgerufen, „über die Gabe des Heiligen Geistes nachzudenken, der in Fülle über die entstehende Kirche ausgegossen wurde und heute erneut ihren Gliedern geschenkt wird, als Licht und Kraft, die sie in allen Lebenslagen begleiten“.

Leo XIV. griff dabei ein Bild auf, das sich in der heutigen Liturgie findet: „Der Heilige Geist öffnet die Türen.“ Das Evangelium berichte, dass „die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren“, während die Apostelgeschichte schildere, wie der Heilige Geist „wie ein heftiger Sturm kam, jene Türen öffnete und die Jünger dazu drängte, hinauszugehen und die Frohe Botschaft vom auferstandenen Christus zu verkünden. Vor diesem Hintergrund stellte der Papst die Frage: „Welche Türen öffnet der Heilige Geist?“.


Zunächst sprach Leo XIV. von „der Tür zu Gott selbst“. Der Heilige Geist eröffne dem Menschen den Zugang zum Geheimnis Gottes, „so wie es sich in Jesus Christus offenbart hat“. Durch die Gabe des Geistes schenke Gott den wahren Glauben, lasse den Menschen „den Sinn der Heiligen Schrift verstehen“, gebe sich „als nah zu erkennen“ und ermögliche es ihm, „an seinem Leben selbst teilzuhaben“. Der Geist helfe dem Menschen, eine persönliche Erfahrung mit Gott zu machen, ihm in Jesus zu begegnen und Gott nicht bloß im Befolgen eines Gesetzes zu suchen. Ebenso ermögliche der Heilige Geist, Gott im eigenen Leben zu erkennen und „die Zeichen seiner Gegenwart im täglichen Leben zu entdecken“.

Im zweiten Teil seiner Betrachtungen wandte sich der Papst der Kirche zu, die er als „die zweite Tür“, als jene „Tür des Abendmahlssaals“, bezeichnete. Ohne das Feuer des Heiligen Geistes bleibe die Kirche eine Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher „auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten“. Der Heilige Geist hingegen öffne die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei. Dies gelte auch für jene Menschen, „die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben“. In diesem Zusammenhang erinnerte Leo XIV. an ein Wort seines Vorgängers Franziskus und zitierte dessen Beschreibung einer Kirche als „eine Kirche, die segnet und ermutigt, […] mit offenen Türen für alle“. Gerade dazu sei die Kirche berufen.

Schließlich richtete der Papst den Blick auf „die Türen unserer Herzen“. Der Heilige Geist öffne das Herz des Menschen, indem er ihm helfe, Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden. Dadurch werde der Mensch befähigt, als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben. Wo der Geist des Herrn gegenwärtig sei, „dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde“. Alle sprächen dann „die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt“. Mit Blick auf die Gegenwart erklärte Leo XIV., gerade heute müsse der Heilige Geist erneut angerufen werden, „damit er alle Türen öffne, die noch verschlossen sind“. Die Menschheit müsse Gott „wieder als Vater entdecken, der uns liebt“. Zugleich gelte es, „eine Kirche aufzubauen, in der sich alle zu Hause fühlen“, und eine geschwisterliche Welt zur Entfaltung zu bringen, „in der unter allen Völkern Frieden herrscht“.

Zum Abschluss seiner Ansprache verwies der Papst auf Maria und die erste Gemeinschaft der Jünger. Die Gläubigen sollten „wie die ersten Jünger auf die Fürsprache der Jungfrau Maria“ vertrauen, „der Wohnstatt des Heiligen Geistes und der Mutter der Kirche“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  4. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  5. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  6. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  7. Vertrauenskrise in der Kirche
  8. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  9. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  10. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  11. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  12. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  13. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  14. Warum die deutsche „Demokratie-Kirche“ keine Zukunft hat
  15. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz