
Turiner Grabtuch stammt aus der Zeit Jesu27. Jänner 2005 in Aktuelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
US-Chemiker entlarvt die umstritten "Radiokarbon-Datierung" des Turiner Grabtuchs als fehlerhaft - Damals sei eine Stoffprobe entnommen worden, die nicht zu dem Originaltuch gehört habe
Wien (www.kath.net) 17 Jahre nach der umstrittenen "Radiokarbon-Datierung" des Turiner Grabtuch hat der US-Chemiker Raymond Rogers den Mythos, dass das Grabtuch erst zwischen 1260 und 1390 nach Christus gewebt worden sei, entlarvt. Damals hatten Experten von Universitäten in Zürich, Oxford und Arizona das Turiner Grabtuch als Fälschung bezeichnet. Rogers meint laut einem Bericht des "Spiegels", dass bei der Datierung vor 17 Jahren ein verhängnisvoller Fehler begangen wurde. Damals sei eine Stoffprobe entnommen worden, die nicht zu dem Originaltuch gehört habe. "Die Probe von damals hat komplett andere chemische Eigenschaften als der Hauptteil der Reliquie", betonte Rogers gegenüber der BBC. Der US-Chemiker erinnerte daran, dass das Grabtuch 1532 bei einem Kirchenbrand beschädigt wurde. Nonnen übernahmen damals die Restaurierung und flickten einige Löcher. Anschließend wurde das Tuch zur Stabilisierung auf ein Futter genäht. Das ganze wird von Grabtuch-Experten als Holland-Gewebe bezeichnet.Rogers betont weiters, dass die 1988 entnommene Probe von dem Stoff stammt, der im 16. Jahrhundert zur Restaurierung verwendet wurde und demnach damals schon rund 200 Jahre alt gewesen sein muss. Rogers fand sowohl in der der Probe von 1988 als auch im Holland-Gewebe die Chemikalie Vanillin, nicht aber im Original-Tuch. Vanillin laut "Spiegel" in Leinenfasern vor, es zerfällt allerdings mit der Zeit, so dass die Konzentration des Stoffs eine Datierung ermöglicht. "Dass es in den Fasern des Grabtuches genau wie in anderen alten Leinenstoffen kein Vanillin gibt, weist darauf hin, dass das Grabtuch ebenfalls sehr alt ist", so Rogers in der chemischen Fachzeitschrift "Thermochimica Acta". Der Chemiker kommt zu dem Schluss, dass das Tuch vor 1300 bis 3000 Jahren gewebt wurde. Damit dürfte es sicher sein, dass das vier Meter lange Laken ein Bild von Jesus zeigt und dass das Turiner Grabtuch aus der Lebenszeit Jesu stammt. Bereits 1999 hatte Avinoam Danin die Pollen vom Grabtuch untersucht und festgestellt: "Diese Kombination von Blumen findet man nur in einem Teil der Welt. Alles deutet auf das Gebiet um Jerusalem." Der Wissenschaftler betonte auch, dass diese Pollenmischung auch eher auf die Zeit um Jesu Geburt hin als auf das Mittelalter hinweise. 
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