'Zweifel' an Umfrage über Priesterzölibat

11. Mai 2005 in Österreich


Umfrage österreichischer Bezirkszeitungen widerspricht Ergebnissen der letzten Erhebung von Paul Zulehner - 61 Prozent der österreichischen Priester stehen positiv zum Zölibat


Salzburg-Wien (kath.net/PEW)
"Ernste Zweifel" meldete der Pressesprecher der Erzdiözese Wien und Leiter der katholischen Presseagentur "kathpress", Erich Leitenberger, an einer Umfrage unter katholischen Priestern an, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Umfrage war von den "Bezirksblättern", einem Verbund von 36 lokalen Wochenzeitungen in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Burgenland und Niederösterreich, bei der "Gesellschaft für Marketing und Kommunikation" (GMK) in Auftrag gegeben worden. Das Sample umfasste 366 österreichische Pfarrer, wobei Leitenberger daran erinnerte, dass es in Österreich 3.050 katholische Pfarren gibt. Laut GMK-Umfrage hatten 74 Prozent der befragten Pfarrer für eine Abschaffung des Zölibats votiert. Leitenberger verwies am Mittwoch darauf, dass sich bei der jüngsten Priesterumfrage des Wiener Theologen Paul Zulehner 61 Prozent der Befragten grundsätzlich positiv zum Zölibat ausgesprochen hatten. Entscheidend sei, so der Pressesprecher, dass der Priesterberuf, "ob mit oder ohne Zölibat", ein "hohes Maß an Verzicht und an Bereitschaft zum Dienst an den Mitmenschen" verlangt.


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