
29. September 2005 in Aktuelles
Der päpstliche Hausprediger Kardinal Georges Cottier zu den Papst-Treffen der letzten Zeit: "Wenn der Heilige Vater akzeptiert, mit ihnen zu sprechen, dann tut er das, um sie zur Einheit zurückzuführen"
Vatikan (www.kath.net)
Wenn Papst Benedikt XVI. den Kirchenkritiker Hans Küng empfangen hat, heißt das, er wolle ihn zum Nachdenken bringen und zur Umkehr bewegen. So interpretiert Kardinal Georges Cottier, der päpstliche Hausprediger, das lange Gespräch zwischen dem Papst und dem Theologen vergangenen Samstag in einem Gespräch mit "Radio Vatikan".
Cottier meint wörtlich: "Ich denke, der Papst schließt seine Tür nicht. Er ist ein Mann des Dialogs, und wenn der Dialog gewünscht wird, antwortet er positiv. Hans Küng und Bernard Fellay, der Generalobere der Piusbruderschaft, sind Persönlichkeiten mit krisenhaften Ansichten. Wenn der Heilige Vater akzeptiert, mit ihnen zu sprechen, dann tut er das, um sie zur Einheit zurückzuführen. Sobald wir in einen Dialog eintreten, gehen wir davon aus, dass wir den anderen zum Nachdenken bringen können. Die katholische Kirche ist eben deshalb universal, weil sie in jedem Menschen, gleich welcher Kultur er angehört, Keime des Guten weiß. Und dazu gehört immer das Streben nach Gerechtigkeit und Frieden.
Papst diskutiert mit Küng - Diskussion im KATH.NET-Forum
A Warning Against False World Religion Seen in Pope's Meeting with Hans Kung - By John-Henry Westen
© 2005 www.kath.net