Irland: Anglikaner 'konzelebrierte' bei Ostermesse

21. April 2006 in Weltkirche


Kritik kommt vom Erzbischof vom Armagh und vom Primas der irischen Anglikaner: Nicht erlaubte ökumenische Aktivitäten können zu Missverständnissen führen.


Dublin (www.kath.net / CWNews.com) Liturgische Turbulenzen gab es am Ostersonntag im irischen Drogheda. Im dortigen Priorat der Augustiner hat ein Pastor der „Church of Ireland“, die der anglikanischen Weltgemeinschaft angehört, mit katholischen Priestern die heilige Messe „konzelebriert“.

Not amused darüber zeigte sich der Erzbischof von Armagh, Sean Brady. Er kündigte an, sich genauestens über die Umstände der Liturgiefeier zu informieren, die offenbar „im Gegensatz zu den Vorschriften der katholischen Kirche“ durchgeführt wurde.

Die Augustinerpatres luden den anglikanischen Pastor Michael Graham zu einem ökumenischen Gottesdienst ein, der als Gedenken an den Osteraufstand von 1916 gefeiert wurde. Bei der Messe stand Graham zusammen mit den katholischen Priestern am Altar. Rund 20 anwesende Anglikaner empfingen die Kommunion.

Erzbischof Brady hält nichts von solchen Gesten. „Einer wahren Ökumene ist am besten durch Initiativen gedient, die von Respekt und Sensibilität gegenüber der Tradition, der Gesinnung und der Disziplin aller, die daran beteiligt sind, getragen sind.“ Das meint auch der Primas der „Church of Ireland“, Erzbischof Robin Eames. Nicht erlaubte ökumenische Aktivitäten „können zu Missverständnissen führen, auch wenn sie noch so gut gemeint sind“, sagte er.


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