
13. Mai 2006 in Aktuelles
Die zweite Sendung wollten nur mehr 150.000 Zuseher sehen - Katholiken machen im Internet weiterhin für einen Boykott mobil - BDKJ zur Entscheidung von MTV: "Offenbar hat die Profitgier über den guten Geschmack gesiegt"
Wien (www.kath.net)
Die umstrittene MTV-Sendung "Popetown" hat bei der zweiten Ausstrahlung mehr als 60 Prozent der Zuseher der Vorwoche verloren wie deutsche Medien berichten. Der Marktanteil betrug nur mehr 0,6 Prozent. Insgesamt waren es nur mehr 150.000 Zuseher, bei der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen nur mehr 60.000 Zuseher.
Der Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hatte bereits am vergangenen Mittwoch die Entscheidung von MTV, die umstrittene Comic-Serie "Popetown" auszustrahlen, bedauert. In einer Aussendung heißt es: "Offenbar hat die Profitgier über den guten Geschmack gesiegt." Es sei ein Armutszeugnis, dass MTV auf das Senden solcher Serien angewiesen sei. "Die wahre Abstimmung läuft über die Fernbedienung", glaubt Tänzler. So schlecht, wie die Sendung sei, würde sie nach zwei Folgen ohnehin niemanden mehr interessieren. In zwei Wochen sei "der Spuk vorbei und keiner Rede mehr davon."
Trotz des Misserfolges der Senders kursieren im Internet nach wie vor zahlreiche Boykott-E-mails, die sich an die Werbeträger bei MTV richten. In einem kath.net vorliegenden E-mail heißt es: "Wir zeigen jetzt erst unsere Stärke - nämlich durch einen Konsumboykott der Sponsoren von MTV. Wichtiger ist aber, jetzt wirklich Taten folgen zu lassen und einfach diese Firmen zu boykottieren und zu den jeweiligen Konkurrenten zu gehen und deren Produkte zu kaufen. Wir machen das bis auf Weiteres. Jetzt zeigen wir, dass es uns auch danach gibt und wir ein starke Stimme haben. Wir brauchen nicht klein beigeben. Jetzt macht es Spaß katholisch zu sein und zum Papst zu stehen. Also: andere Produkte konsumieren und weiter sagen."
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