
20. September 2006 in Aktuelles
Pastoraltheologe Zulehner bei Theologenkongress in Leipzig: "Alles, was keine Kirchensteuer braucht, ist zukunftsfähig."
Leipzig (www.kath.net / idea / red) Das Wachstum der Kirche hängt zuerst vom Wirken Gottes ab und nicht von den Reformen der Menschen. Darauf hat der katholische Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner am 19. September in Leipzig beim Theologenkongress der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der EKD hingewiesen.
In Anspielung auf das zunehmende Engagement von Unternehmensberatungen in der Kirche sagte Zulehner: Wenn der Herr nicht das Haus baut, saniert McKinsey umsonst. Wirtschaftliche Wachstumsprogramme seien ohnehin schwer auf die Kirche übertragbar. Was in den Gemeinden geschehe, hänge von den Begabungen ihrer Mitglieder ab und nicht von Planungen.
Deshalb sei es vordringliche pastorale Aufgabe, Begabungen zu entdecken, zu entfalten und im Gemeindeaufbau richtig zu platzieren. Eines der wichtigsten Kriterien für neue Initiativen in der Kirche sei ihre Finanzierung. Alles, was keine Kirchensteuer braucht, ist zukunftsfähig, so Zulehner.
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