'Öffnen wir unser Herz für sein Kommen'

24. Dezember 2006 in Weltkirche


Benedikt XVI. beim Angelus am 4. Advent-Sonntag: "Liebe Gottes verwandelt auch den Schmerz in Freude" - Von Adrienne Suvada / Vatikan


Vatikan, (www.kath.net,as). Vor der großen Mitternachtsmesse hat Papst Benedikt XVI. am Mittag noch das Angelus Gebet gehalten. Vor zahlreichen Pilgern sprach er über das bevorstehende Weihnachtsfest und das Jesuskind. Im Neugeborenen, das man bald in die Krippe legen wird, würde sich unsere Rettung offenbaren. „In Gott, der Mensch geworden ist, fühlen wir uns alle geliebt und aufgenommen, wir entdecken, dass wir besonders und einzigartig sind“, sprach der Heilige Vater. Das Weihnachtsfest würde uns helfen, zu verstehen wie groß der Wert des menschlichen Lebens sei, „von seinem ersten Beginn bis zu seinem natürlichen Untergang“.

Benedikt XVI. äußerte sich indirekt auch zur aktuellen Euthanasie Debatte in Italien. Wer sein Herz diesem Kind öffnen würde, hätte die Möglichkeit mit neuen Augen die tägliche Realität zu sehen. Man könne so die innere Faszination der Liebe Gottes fühlen, die auch den Schmerz in Freude verwandeln kann. Das zweite Thema des Angelus war Jesus selbst. Er sei für jeden von uns gekommen und hätte uns zu Brüdern gemacht. Aus diesem Grund sei unsere Aufgabe Vorurteile, Barrieren und Gegensätze abzubauen. Die Menschen müssen stattdessen zusammen eine Welt voll Gerechtigkeit und Frieden aufbauen.

Nach der Ansprache richtete der Heilige Vater auch einige Worte an die Anwesenden Pilger. Auf Deutsch sagte er: „An diesem vierten Adventssonntag richte ich einen herzlichen Gruß an alle deutschsprachigen Pilger. Voll freudiger Erwartung blicken wir auf die schon nahe Feier von Weihnachten. Mit Maria wollen wir uns auf die Geburt unseres Erlösers Jesus Christus vorbereiten. Öffnen wir unser Herz für sein Kommen, damit er uns und der ganzen Welt sein Licht und seinen Frieden bringe. Euch und eueren Familien wünsche ich einen gesegneten Heiligen Abend!“


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