
16. April 2007 in Chronik
"Wenn ich eine kleine Störung im Schrägbild des Klerus sein kann, dann habe ich nichts dagegen", meinte der Privatsekretär des Papstes.
München (www.kath.net) Der päpstliche Privatsekretär Georg Gänswein steht seinem Image als George Clooney des Vatikan relativ gleichmütig gegenüber. Ich habe gelernt, mich über solche Sachen nicht zu ärgern und sie einfach ad acta zu legen, sagte er der Passauer Neuen Presse. Es ist doch so: Wenn der liebe Gott etwas tut für das, was dem Glauben dient, dann geschieht das unabhängig vom Äußeren. Wenn zusätzlich das Äußere hervorsticht, dann kann man sich freuen.
Sein Image als attraktivster Mann im Gefolge des Papstes stoße jedoch nicht überall im kirchlichen Milieu auf positive Resonanz, bekannte der 50-Jährige. Neid und Eifersucht sind in der Tat Phänomene, die ich hier verstärkt wahrnehme. Das ist fatal, weil ich ja selber gar nichts dafür getan habe. Aber es gibt nun einmal so etwas wie eine invidia clericalis (einen Neid unter Klerikern), und ich versuche, mich mit diesem Faktum auseinanderzusetzen.
Grundsätzlich kann er dem George Clooney-Image sogar einiges abgewinnen, verriet der Kleriker. Vielleicht wird dadurch sogar ein bestimmtes Klischee über Priester aufgebrochen, erklärte er. Wenn ich eine kleine Störung im Schrägbild des Klerus sein kann, dann habe ich nichts dagegen.
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