66 anerkannte Heilungswunder in Lourdes

9. Februar 2008 in Deutschland


Vor 150 Jahren erschien die Jungfrau Maria dem Hirtenmädchen Bernadette – Bischof Walter Mixa pilgert mit Kranken in den Wallfahrtsort.


Augsburg (www.kath.net / IBA) Lourdes am Fuße der Pyrenäen ist einer der bedeutendsten und bekanntesten Marienwallfahrtsorte. Grund für die Anziehungskraft der Pilgerstätte für viele Millionen von Besuchern in jedem Jahr sind die Marienerscheinungen der Bernadette Soubirous vor 150 Jahren.

Der Augsburger Bischof Walter Mixa wird in diesem Jahr zu einer Krankenwallfahrt mit der Krankenfraternität und in seiner Eigenschaft als Militärbischof zu einer Soldatenwallfahrt nach Lourdes aufbrechen.

Im Alter von 14 Jahren hatte die arme und an Asthma erkrankte Müllerstochter Bernadette Soubirous ihre erste von siebzehn Marienerscheinungen: Sie sammelte gerade Holz im Wald, als ihr in der Grotte von Massabielle, unweit ihres Elternhauses eine weißgekleidete Frau in einer goldschimmernden Wolke erschien.

Bernadette nannte sie ehrfurchtsvoll „Dame“. Die Erscheinung forderte das Mädchen dazu auf, bei der Grotte Massabielle eine Kirche zu errichten und dorthin Prozessionen abzuhalten.

Als die Erscheinung sich zwei Wochen später Bernadette erneut zeigte, wies sie sie an, Wasser aus der Grotte zu trinken. Das Mädchen kratzte daraufhin etwas Erde zur Seite und an dieser Stelle entsprang eine Heilquelle. Mehr als 6500 wunderbare Heilungen sollen sich seit 1858 bisher dort ereignet haben.

66 dieser Heilungen sind als offizielle Wunder von der Kirche anerkannt. Etwa 70.000 der Pilger, die jährlich nach Lourdes kommen, sind Kranke, die sich von ihrer Wallfahrt in die französische Kleinstadt ebenfalls ein Heilungswunder erhoffen.

Bernadette Soubirous wurde wegen ihrer Berichte, ihr sei die leibhaftige Muttergottes erschienen, anfänglich und immer wieder bis zu ihrem Tod in ihrer Glaubwürdigkeit angezweifelt. So forderte der Pfarrer Bernadette zum Beweis auf, die Erscheinung, von der sie berichtet hatte, nach deren Namen zu fragen.

Erst als ihm das Mädchen den Namen „Unbefleckte Empfängnis“ ausrichtete, glaubte der Pfarrer an die Echtheit der Marienerscheinung. Er wusste nämlich, dass es sich bei dem Begriff der „unbefleckten Empfängnis“ um ein neues Dogma von Papst IX. handelte und traute Bernadette nicht zu dieses zu kennen.

Im Jahre 1866 wurde Bernadette mit dem Namen Marie Bernard Nonne bei den Schwestern von Nevers. Bernadette Soubirous starb 1879 an Knochentuberkulose. Sie wurde 1925 selig- und 1933 heilig gesprochen.


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