Orthodoxer Bischof warnt vor 'politisch korrektem' Christentum

17. Februar 2008 in Weltkirche


Bischof Hilarion übt Kritik an Oberhaupt der Anglikaner: "Nicht unsere Aufgabe, die Scharia zu verteidigen. Unser heiliger Auftrag ist zu predigen, was Christus predigte" Kritik auch an Kirchen die Abtreibungen und Homo-Ehen unterstützen


Genf (kath.net/idea)
Vor einem „politisch korrekten Christentum“ hat der Bischof der russisch-orthodoxen Kirche von Wien und Österreich, Hilarion Alfejev, gewarnt. Die Kirchen dürften sich nicht säkularen Moralvorstellungen unterwerfen oder sich an der Förderung von Wertesystemen beteiligen, die der christlichen Tradition fremd seien, sagte er vor dem Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der vom 13. bis 20. Februar in Genf tagt. Hilarion – auch Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche bei den europäischen Institutionen – kritisierte den Vorstoß des geistlichen Oberhaupts der Anglikaner, Erzbischof Rowan Williams (London), zur Anerkennung von Teilen des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, im britischen Zivilrecht.

Die ökumenische Nachrichtenagentur ENI zitiert Hilarion mit den Worten: „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Scharia zu verteidigen oder alternative Lebensstile zu empfehlen oder säkulare Werte zu fördern. Unser heiliger Auftrag ist zu predigen, was Christus predigte.“ Hilarion kritisierte unter anderem, dass einige Kirchen, besonders in Westeuropa und Nordamerika, Unterstützung leisteten für Abtreibungen, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, Schwangerschaftsverhütung und Euthanasie. Moralischer Relativismus und politische Korrektheit würden unausweichlich zum Tod jener Kirchen führen. Hingegen werde die traditionelle Christenheit erstarken.


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