
2. Juli 2008 in Aktuelles
Die römische Agentur I.Media berichtet, dass Fellay den Dialog mit Rom auf "doktrinaler Ebene" führen möchte - Vatikan: Aufhebung der Exkommunikation ohne Erfüllung von Auflagen nicht möglich
Rom (kath.net)
Die umstrittene Piusbruderschaft hat an den Vatikan angeblich die Bitte herangetragen, die Exkommunikation gegenüber der Bruderschaft aufzuheben. Dies berichtet die römische Agentur I.Media. Bernhard Fellay, einer der Bischöfe der Piusbruderschaft, soll in einen Brief an den Papst gefordert haben, den "Dialog mit Rom" auf einer "doktrinalen Ebene" zu führen. Außerdem möchte man bei den Gesprächen jegliche Hast vermeiden. Fellay meint in dem Brief laut I.Media, dass die Rücknahme der Exkommunikation von 1988 die "Klarheit eines solchen Dialogs begünstigen würde".
Vatikansprecher Pater Federico Lombardi SJ hat allerdings bereits vor einigen Tagen klargestellt, dass eine Rückkehr der Piusbruderschaft nach Rom ohne Erfüllung von einigen Auflagen nicht möglich sei. Gegenüber der französischen Zeitung La Croix meinte Lombardi wörtlich: Der Papst möchte seine Hand ausstrecken, damit diese zurückkehren können, damit dies aber geschehen kann, muss dieses Angebot auch in einer Gesinnung von Liebe und Gemeinschaft angenommen werden. Der Vatikansprecher bekräftigte auch, dass der Vatikan auf die Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils oder der Liturgiereform nicht verzichten werde. Die Piusbruderschaft ist eine von Rom abgespaltene Gruppierung, die vom 1988 exkommunizierten Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet wurde.
© 2008 www.kath.net