
24. Juli 2008 in Aktuelles
Kardinal Dias ermahnt Anglikaner: Jeder Bischof müsse immer wieder überprüfen, ob er seine Entscheidungen von Gott leiten lasse oder vielmehr von seinem Ego oder bösen Mächten.
Vatikan (kath.net/RV)
Kurienkardinal Ivan Dias hat die anglikanische Weltgemeinschaft zur Einheit ermahnt. Der Präfekt der vatikanischen Missionskongregation warnte am Dienstagabend bei der Lambeth-Konferenz in Canterbury davor, dass Bischöfe ohne Koordination mit dem Kirchenoberhaupt herumirrten. Ohne auf die aktuellen Konflikte in der Anglikanischen Weltgemeinschaft um den Umgang mit Homosexualität und die Zulassung von Frauen zum Bischofsamt konkret einzugehen, verglich Dias manche Entscheidungen mit den Symptomen der Krankheiten Alzheimer und Parkinson. Der Vatikangesandte wörtlich: Wenn wir kurzsichtig nur in der Gegenwart leben und dabei unsere apostolische Tradition vergessen, könnten wir an geistlichem Alzheimer leiden. Wenn wir uns unkoordiniert verhalten, uns in unseren eigenen Weg versteigen ohne Absprache mit dem Oberhaupt oder den anderen Mitgliedern unserer Gemeinschaft, dann könnte das kirchliches Parkinson sein. Jeder Bischof müsse immer wieder überprüfen, ob er seine Entscheidungen von Gott leiten lasse oder vielmehr von seinem Ego oder bösen Mächten.
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