
14. November 2008 in Aktuelles
Vorsitzender der US-Bischofskonferenz: Nicht möglich, die vom gewählten Präsidenten Obama gewünschte Einheit zur erlangen, wenn die Regierung dazu beiträgt, dass die Zahl der Abtreibungen zunimmt
Baltimore (kath.net/Fidesdienst) Der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Chicago, Kardinal Francis George, hat bei der Eröffnungsansprache zur Vollversammlung der Bischöfe, die vom 10. bis 13. November in Baltimore tagte, zur Wahl von Barack Obama Stellung genommen. Die Bischöfe der katholischen Kirche der Vereinigten Staaten begrüßen diesen Moment des historischen Wandels und hoffen, dass sie mit dem gewählten Präsidenten Obama und den Mitgliedern des neuen Kongresses zum Wohl aller zusammenarbeiten können, so der Kardinal in zur jüngsten Wahl des ersten afro-amerikanischen Präsidenten, Barack Obama.
Kardinal George erinnerte insbesondere daran, dass das grundlegende Wohl das Leben selbst ist, das Gott und unsere Eltern uns geschenkt haben. Deshalb schützt ein guter Staat das Leben aller. Somit kann das Gemeinwohl in einer Gesellschaft nie in ausreichendem Maß gefördert werden, die erlaubt, das Ungeborene legal ermordet werden. Außerdem wird es auch nicht möglich sein, die von dem gewählten Präsidenten Obama und von allen Amerikanern in diesem Moment der Krise gewünschte Einheit zur erlangen, wenn die Regierung dazu beiträgt, dass die Zahl der Abtreibungen zunimmt.
Nach Ansicht des Vorsitzenden der Bischofskonferenz bringt eine Abtreibung nicht nur das ungeborene Kind um, sondern es zerstört auch die konstitutionelle Ordnung und das Gemeinwohl, das nur sichergestellt ist, wenn das Leben jedes menschlichen Wesens gesetzlich geschützt wird. Eine aggressive Abtreibungspolitik würde viele Amerikaner entfernen und viele würden sie als Angriff auf die Ausübung der eigenen Religion betrachten, so der Kardinal weiter. Wir bringen erneut unseren Wunsch nach Zusammenarbeit mit all denjenigen zum Ausdruck, die das Gemeinwohl unserer Nation vor Augen haben. Das Gemeinwohl ist nicht die Summer der individuellen Interessen und Wünsche, sondern man erlangt es wenn das Zusammenleben auf dem Interesse und auf dem Wohl aller gründet, so Kardinal George abschließend.
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