
12. Februar 2009 in Chronik
Fellay hat am 21. Januar an den schwedischen Sender geschrieben und ersucht, das Interview nicht auszustrahlen - Deutscher Verfassungsschutz will Piusbruderschaft nicht beobachten "Derzeit keine hinreichenden Anhaltspunkte"
München-Hamburg (kath.net)
Bischof Bernard Fellay, einer der vier Piusbruderschaftsbischöfe, wollte offensichtlich die Ausstrahlung des umstrittene Interview des schwedischen Fernsehsenders mit Richard Williamson verhindern. Dies berichtet die "Zeit". Laut dem Medienbericht hat sich Fellay am 21. Januar schriftlich an den Sender gewandt. In dem Brief meinte Fellay, dass Williamson "in schändlicher Zeit" zu "säkularen und kontroversen Angelegenheiten" befragt worden sei, um der Bruderschaft zu schaden. "Dieser niederträchtige Versuch wird sein Ziel nicht erreichen", schreibt Fellay.
Der deutsche Verfassungsschutz will die Pius-Bruderschaft offenbar nicht beobachten. Das sagte eine Sprecherin dem Handelsblatt. Es gebe derzeit keine hinreichenden Anhaltspunkte oder Beweise, dass die Pius-Bruderschaft extremistische Bestrebungen hätte. Zuvor hatte der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy, ebenfalls gegenüber dem Handelsblatt gesagt, dass es ernste Hinweise auf verfassungsfeindliche Bestrebungen der Pius-Brüder gebe.
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