Lästige Mahner gegen Profillosigkeit, Glaubensschwäche und Niedergang

5. Juni 2009 in Deutschland


Weiterhin heftige Diskussionen rund um Kapellenweihe der Piusbruderschaft im Bistum Fulda - - Piusbruderschaft übt Kritik an Bischof Algermissen und ortet "wertvolle Dienste" der Bruderschaft bei der Re-Missionierung


Fulda (kath.net)
Im Bistum Fulda gibt es weiterhin Diskussionen rund um eine Kapelle der Piusbruderschaft, die am kommenden Sonntag eingeweiht werden soll. Bischof Heinz Josef Algermissen hat vor wenigen Tagen die Katholiken vor dem Besuch der Feier gewarnt und in einer Stellungnahme betont: "Gottesdienste und Sakramentenspendungen durch Priester der Piusbruderschaft sind seitens der Katholischen Kirche nach wie vor nicht gestattet. Somit ist die geplante Weihe als ein die Einheit der Kirche gefährdender Akt der Piusbruderschaft anzusehen. Katholischen Gläubigen ist eine Teilnahme daran nicht erlaubt. Wir bitten die Gläubigen daher, die provokativ auf den Sonntag des Bonifatiusfestes gelegte Weiheveranstaltung nicht zu besuchen und statt dessen an der traditionellen Wallfahrt auf dem Domplatz teilzunehmen." Kath.Net berichtete.

Jetzt hat die Piusbruderschaft auf die Warnung reagiert und in einer Aussendung zur Kapelleneröffnung Stellung genommen und daran erinnert, dass bereits die Bruderschaft bereits seit 1979 eine Kapelle im Bistum Fulda betreut und es nur aufgrund eines Umzugs zu einer Neuweihe kommt. Auch das Zusammentreffen mit der Bonifatiuswallfahrt sei "rein zufällig" und nicht als "Provokation" zu sehen. Man lade Bischof Algermissen auch ein, "an einem der nächsten Sonntage selbst die heilige Messe in der neuen Kapelle im überlieferten Ritus zu feiern und die dortigen Katholiken in ihrem Glauben zu stärken"

Laut der Bruderschaft hat die Piusbruderschaft mehrmals den "Dialog" mit dem Fuldaer Oberhirten, Bischof Algermissen, gesucht aber dort eine Abfuhr erteilt bekommen. "Auf diesem Weg der vollständigen Normalisierung ist vom Heiligen Stuhl selbstredend nie daran gedacht worden, die Bruderschaft in ihrem täglichen Leben abzuwürgen, wie dies offensichtlich einige deutsche Bischöfe anstreben. Anstatt sich mit unseren Argumenten auseinanderzusetzen, versuchen sie, uns als lästige Mahner gegen Profillosigkeit, Glaubensschwäche und Niedergang auszuschalten. Offensichtlich verkennen sie, welch wertvolle Dienste ihnen die Bruderschaft bei der Re-Missionierung Deutschlands leisten könnte. Ob sie damit nicht gegen die Absichten des Heiligen Vaters, das Wohl der Kirche und letztendlich gegen ihre eigenen Interessen handeln?", meint die Bruderschaft abschließend


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