
27. Juni 2009 in Deutschland
Die Piusbruderschaft führte am Samstag in Zaitzkofen im Bistum Regensburg die umstrittenen und nicht erlaubten Priesterweihen durch
Regensburg (kath.net)
Die Piusbruderschaft hat am Samstag die umstrittenen Priesterweihen in Zaitzkofen bei Regensburg abgehalten. Bei der Veranstaltung gab es erneut verbale Angriffe auf die deutschen Bischöfe. Der Leiter des Seminars, Pater Stefan Frey, behauptete vor rund 1500 Gläubigen, dass die Haltung der deutschen Bischöfe sich sehr von der Handlungsweise Roms unterscheide. "Würde unsere Gemeinschaft der Forderung mehrerer deutscher Bischöfe nachkommen und aufhören, Priester zu weihen, die Messe zu feiern und Sakramente zu spenden, weil wir uns momentan kirchenrechtlich nur in einer Grauzone befinden, dann würde das faktisch unsere Auflösung bedeuten. Indem diese Forderung erhoben wird, verkehrt man die Absicht des Papstes, die er mit der Rücknahme des Exkommunikationsdekretes verfolgt, ins Gegenteil.", meinte er.
Der Vatikan selber hatte vor wenigen Tagen betonte, dass die Priesterweihen bei den Piusbrüdern aus katholischer Sicht weiterhin nicht erlaubt sind. Wörtlich sagte P. Federico Lombardi damals: "In Beantwortung der in diesen Tagen häufig gestellten Fragen wegen der Ende Juni beabsichtigten Priesterweihen gibt es nichts anderes als auf die Aussagen des Heiligen Vaters in seinem Brief vom 10. März 2009 an die Bischöfe der katholischen Kirche zu verweisen: Solange die Bruderschaft (des hl. Pius X.) keine kanonische Stellung in der Kirche hat, solange üben auch ihre Amtsträger keine rechtmäßigen Ämter in der Kirche aus ( ). Solange die doktrinellen Fragen nicht geklärt sind, hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche und solange üben ihre Amtsträger ( ) keine Ämter rechtmäßig in der Kirche aus. Die Weihen sind also nach wie vor als illegitim zu betrachten."
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