
27. August 2009 in Aktuelles
Nach vier Jahren im Rollstuhl kann die vierfache Mutter wieder schmerzfrei gehen. "Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung", sagt ihr Neurologe nach der Untersuchung.
Rom (kath.net) Eine 50-jährige Italienerin ist nach einem Aufenthalt in Lourdes von einer als unheilbar diagnostizierten Krankheit geheilt worden. Die Ärzte bezeichnen den Fall als wissenschaftlich unerklärbar. Das meldet die italienische Nachrichtenagentur ANSA.
Antonia Raco aus Francavilla in Sinni in der süditalienischen Provinz Basilicata hatte an der Nervenkrankheit Gehrig-Syndrom (Amyotrophe Lateralsklerose - ALS) gelitten und war die letzten vier Jahre im Rollstuhl gesessen. Das berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten am Dienstag. Am ersten August nahm sie mit anderen Kranken an einer Wallfahrt ihrer Diözese in den südwestfranzösischen Marienwallfahrtsort Lourdes teil. Ihre Angehörigen hatten ihr die Reise geschenkt, weil sich ihr Zustand immer mehr verschlechterte. Seitdem kann die vierfache Mutter wieder gehen.
Raco hatte ein Bad im Wasser der Quelle genommen, die der jungen Seherin Bernadette Soubirous 1858 von der erscheinenden Gottesmutter gezeigt wurde. Als ich ins Wasser gestiegen bin, habe ich eine Stimme gehört, die mir Mut machte, und einen starken Schmerz in den Beinen gespürt. Ich spreche lieber von einem Geschenk, einer Gnade, als von einem Wunder, berichtet sie. Seitdem ich von Lourdes zurückgekehrt bin, kann ich gehen, ich bin nie müde und ich fühle keinen Schmerz. Es ist, als hätte ich eine zweite Chance bekommen, sagte Raco laut Berichten der italienischen Agentur ANSA.
Am Mittwoch wurde sie in dem Turiner Krankenhaus Molinette von dem bekannten Neurologen Adriano Chió untersucht, bei dem sie bereits seit 2006 in Behandlung war. Chiò sagte nach der Untersuchung, dass ihr Fall wissenschaftlich unerklärbar sei. "Ich habe niemals etwas Ähnliches bei ALS-Patienten gesehen. Die Diagnose war eindeutig. Die Krankheit kann sich verlangsamen, aber wir denken nicht, dass sie besser werden kann, weil sie die Nerven irreversibel schädigt."
"Ich selbst werde einige Zeit brauchen, dieses Phänomen zu verarbeiten, bekannte der Arzt. Er meinte, dass die Frage, ob es sich nun um ein Wunder handle, bei der Kirche liege. Als er Antonia Raco im Juni zum letzten Mal untersuchte, sei sie im Rollstuhl gesessen. "Es ist mit den wissenschaftlichen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, nicht erklärbar.
In Lourdes dokumentierte die Kirche bisher etwa 6.000 Heilungen. 67 davon wurden nach einem langen Prüfungsverfahren als Wunderheilungen kirchlich anerkannt.
Foto: Die Erscheinungsgrotte von Lourdes, (c) Kathpedia
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