
12. November 2009 in Weltkirche
Die traditionalistische Piusbruderschaft plant einen Film über ihren Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre. Er solle bereits zu Jahresbeginn veröffentlicht werden
Paris (kath.net/KNA) Die traditionalistische Piusbruderschaft plant einen Film über ihren Gründer, Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991). Er solle bereits zu Jahresbeginn veröffentlicht werden, teilte der Distriktobere in Frankreich, Regis de Cacqueray, auf der eigens geschaffenen Webseite www.monseigneurlefebvre.org" mit. Ein Film sei vor allem für die jüngere, an audiovisuelle Medien und das Internet gewöhnte Generation das beste Mittel, um zu zeigen, wie ein Mann allen Mächten seiner Zeit habe widerstehen können.
Der Film habe die Unterstützung des Generaloberen der Piusbruderschaft, Bernard Fellay, und solle die Fakten über Lefebvre in ihren Zusammenhang stellen und ihm Gerechtigkeit erweisen. Für das Werk würden die vorhandenen Archive genutzt und Zeitzeugen sowie Familienmitglieder befragt, hieß es.
Lefebvre hatte 1976 gegen päpstliches Verbot Priester geweiht und damit die von ihm gegründete Piusbruderschaft innerkirchlich isoliert. Die dadurch ausgelöste Auseinandersetzung erreichte 1988 mit der Weihe von vier eigenen Bischöfen und der Exkommunikation der beteiligten ihren Höhepunkt. Papst Benedikt XVI. hob diese Exkommunikation am 21. Januar 2009 auf; dies war eine Vorbedingung der Bruderschaft für theologische Gespräche mit dem Vatikan.
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