
13. November 2009 in Deutschland
Der Psychiater und Theologe Manfred Lütz hat davor gewarnt, den in einer schweren depressiven Phase erfolgten Suizid als «Freitod» oder «Selbstmord» zu bezeichnen
Bonn (kath.net/KNA) Der Psychiater und Theologe Manfred Lütz hat davor gewarnt, den in einer schweren depressiven Phase erfolgten Suizid als «Freitod» oder «Selbstmord» zu bezeichnen. «Es ist eine Krankheit, die den Patienten in den Tod treibt», sagte der Bestseller-Autor im Interview des Bonner «General-Anzeiger» (Freitag) mit Blick auf die Selbsttötung des Fußballers Robert Enke.
«Der Suizid ist das tödliche Ende einer Depression - so wie der tödliche Asthma-Anfall das Ende der Krankheit sein kann.» Zehn Prozent der Menschen, die phasenweise unter einer schweren Depression litten, töteten sich selbst. «An dieser Erkrankung ist niemand schuld», so der Psychiater.
Diskussion im Forum über den Tod von Robert Enke
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