
29. April 2010 in Deutschland
Die Pius-Bruderschaft will sich juristisch gegen die Entscheidung der saarländischen Landesregierung wehren, dem Internat an der Erweiterten Realschule «Herz-Jesu» im Saarbrücker Stadtteil Fechingen die Betriebserlaubnis zu entziehen.
Stuttgart (kath.net/KNA)
Die traditionalistische Pius-Bruderschaft will sich juristisch gegen die Entscheidung der saarländischen Landesregierung wehren, dem Internat an der Erweiterten Realschule «Herz-Jesu» im Saarbrücker Stadtteil Fechingen die Betriebserlaubnis zu entziehen. In einer im Internet verbreiteten Erklärung heißt es, der Anwalt des Schulvereins habe Akteneinsicht beim Landesjugendamt beantragt; danach werde «der Rechtsweg beschritten».
Das Sozialministerium hatte dem Rechtsanwalt des Don-Bosco-Schulvereins den Widerruf der 2007 erteilten Betriebserlaubnis für das Internat zugestellt. Gleichzeitig wurde verfügt, nicht genehmigte Wohngruppen der Einrichtung müssten spätestens in zwei Wochen geschlossen werden. Der Schulverein wird von der Pius-Bruderschaft getragen. Die Erweiterte Realschule ist von der Schließung nicht betroffen.
Das dem Sozialministerium unterstellte Landesjugendamt sieht das Wohl von 26 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren gefährdet. Nach einem Zeitungsbericht machte der Internatsträger über Jahre hinweg gegenüber der Behörde falsche Angaben. Statt der 8 genehmigten Plätze würden 26 Jungen betreut. Kinder seien in Vierbettzimmern untergebracht, obwohl nur Dreibettzimmer erlaubt gewesen seien. Zudem seien dem Internat nicht genehmigte Gruppen angegliedert.
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