
4. Juni 2010 in Deutschland
Die Piusbruderschaft verteidigt am Freitag die umstrittenen Weihen im Bistum Regensburg - Diese wurden zuvor vom Regensburger Bischof scharf kritisiert
Regensburg (kath.net)
Die traditionalistische Piusbruderschaft hat sich am Freitag zur Kritik vom Regensburger Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller geäußert. Dieser hatte vor einigen Tagen zu den geplanten Priesterweihen der Bruderschaft Stellung genommen und diese als "Provokation" bezeichnet und davon gesprochen, dass ein solches Verhalten eine mögliche Wiederaufnahme der Piusbruderschaft in die römisch-katholische Kirche beeinträchtigen werde. Die Piusbruderschaft verteidigt am Freitag in einer Aussendung die geplanten Weihen am 26. Juni und erklärt, dass die offiziellen Gespräche zwischen dem Vatikan und der Priesterbruderschaft in einem "sehr freundschaftlichen und konstruktiven Klima" verlaufen.
Laut der Bruderschaft wird erst nach Abschluss dieser theologischen Gespräche die noch offenen kirchenrechtlichen Fragen wie eben auch das Problem der Weihen gelöst werden. Daran wird auf beiden Seiten mit ganzer Energie gearbeitet. Für die Bruderschaft ist es darum unverständlich, wie Bischof Müller in den bevorstehenden Weihen einen "Akt der Rebellion" gegen die kirchliche Hierarchie erblicken könne. Auch im Dezember vergangenen Jahres wurden bereits Priester der Piusbruderschaft in Argentinien und Australien zu Priesters geweiht. Laut der Bruderschaft wurde damit der "Prozess der Verständigung mit Rom" nicht in geringster Weise beeinträchtigt. "Solche Weihen gehören wesentlich zum Leben einer kirchlichen Gemeinschaft, und dieses Leben abzuwürgen, lag niemals in der Absicht des Heiligen Vaters. Es wäre zu wünschen, dass Bischof Müller sich künftig mit den zuständigen Gremien in Rom absprechen würde, damit nicht weitere Querschüsse in der Öffentlichkeit dem Dialog mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. und somit dem Dienst an der Einheit Schaden zufügen.", erklärt die Bruderschaft abschließend.
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