Fall Williamson kommt erneut vor Gericht

7. Juli 2010 in Deutschland


Das Regensburger Landgericht bereitet derzeit einen Berufungsprozess gegen Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft vor. Williamson war aufgrund seiner Äußerungen zur NS-Zeit zu 10.000 Euro Strafe verurteilt worden.


Regensburg (Kath.net)
Das Regensburger Landgericht bereitet derzeit einen Berufungsprozess gegen Richard Williamson, Bischof der von der Kirche nicht anerkannten Piusbruderschaft, vor. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe. Williamson hatte den Massenmord der National-Sozialisten an den Juden auf höchstens 300.000 Opfer beziffert und die Existenz von Gaskammern bestritten.

Das Amtsgericht Regensburg hatte den Bischof wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Williamsons Verteidiger hatten daraufhin Berufungsanträge eingereicht. Der britische Bischof hatte die umstrittenen Aussagen in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen gemacht, das im deutschen Priesterseminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen (Landkreis Regensburg) aufgezeichnet wurde. Deshalb ist die Regensburger Justiz zuständig.

Die Unterlagen zu dem Fall seien erst kürzlich bei der zuständigen Richterin eingelangt. Diese müsse die Akten zunächst prüfen. Daher gebe es noch keinen Termin für einen neuen Prozess, berichtet die „Süddeutsche“.


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