
12. August 2010 in Deutschland
Die Zahlen seien demnach trotz des Streits um die Piusbruderschaft nur leicht gestiegen: Laut der Bischofskonferenz verließen im Vorjahr 123.681 Katholiken ihre Kirche; im Jahr davor (2008) waren es 121.155.
Berlin (kath.net/KAP)
Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Donnerstag in Bonn die Kirchenaustrittszahlen des Jahres 2009 bekanntgegeben. Die Zahlen seien demnach trotz des Streits um die Piusbruderschaft nur leicht gestiegen: Laut der Bischofskonferenz verließen im Vorjahr 123.681 Katholiken ihre Kirche; im Jahr davor (2008) waren es 121.155. Die Zahl der Katholiken wird mit 24,9 Millionen angegeben, das sind 30,5 Prozent der Bevölkerung.
Dem Anschein nach dürften die vor allem Anfang 2009 geführte Debatte um die Wiederaufnahme der Traditionalisten in die katholische Kirche und der Skandal um Holocaust-Leugner Richard Williamson offenbar kaum messbare Auswirkungen auf die Katholikenzahl in Deutschland gehabt haben.
Einen leichten Rückgang verzeichnete man bei den katholischen Taufen: Wurden 2008 in Deutschland noch 185.600 Personen getauft, waren es 2009 rund 179.000. Gleichzeitig wurden im Vorjahr in den 27 deutschen Diözesen 4.009 Eintritte in die katholische Kirche und rund 8.649 Wiederaufnahmen verzeichnet. 2008 waren es 4.388 Eintritte und 9.546 Wiederaufnahmen.
Nach den nun vorliegenden "Eckdaten des kirchlichen Lebens" sank die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer von 13,4 auf 13,0 Prozent. Die Zahl der Weltpriester wird mit 13.158 und der Ordenspriester mit 2.209 angegeben. Zu den Orden in Deutschland werden 4.609 Ordensmänner und 21.982 Ordensfrauen gezählt. Weiters gehören 1.906 Männer und Frauen Säkularinstituten an.
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