
15. August 2010 in Chronik
Der südfranzösische Wallfahrtsort Lourdes ist am Sonntag durch eine Bombendrohung aufgeschreckt worden
Lourdes (kath.net/KAP)
Der südfranzösische Wallfahrtsort Lourdes ist am Sonntag durch eine Bombendrohung aufgeschreckt worden: Rund 30.000 zum Hochamt "Mariä Himmelfahrt" versammelte Pilger, darunter viele kranke und behinderte Menschen, mussten evakuiert und das Gelände geräumt werden. Alles sei mit größtmöglicher Ruhe vor sich gegangen, erklärte Pierre Adias, der Sprecher der Pilgerstätte, laut Medienberichten. Nach einem anonymen Hinweis bei der Polizei sollten um 15.00 Uhr vier Sprengsätze auf dem Areal des weltbekannten Marienheiligtums detonieren. Sprengstoffexperten durchsuchten das Gelände nach dessen Räumung. Inzwischen haben die Behördern bereits Entwarnung gegeben.
Lourdes ist einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Welt. In dem Städtchen ist 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous 18 Mal Maria erschienen. Nach den Berichten des Mädchens wies sie die als "weiße Dame" auftretende Gottesmutter an, Wasser aus einer Quelle zu trinken, Buße zu tun und "den Priestern zu sagen, hier eine Kapelle zu bauen und dass man hierher in Prozessionen kommen solle". 1862 wurden die Erscheinungen vom Ortsbischof, 1891 von Papst Leo XIII. anerkannt.
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