Nur Verrückte sagen die Wahrheit ...

13. September 2010 in Aktuelles


... aber die politisch Korrekten sind es, die therapiert gehören, meint der Psychiater Manfred Lütz in einem Beitrag für das "Focus"-Magazin. Denn einer von ihnen beherrschten Gesellschaft drohen Stagnation und tödliche Langeweile.


Köln (kath.net)
"Nur Verrückte sagen die Wahrheit, aber die politisch Korrekten sind es, die therapiert gehören." Dies schreibt der bekannte Psychiater Manfred Lütz in einem aktuellen Beitrag für das "Focus"-Magazin. Für Lütz drohen in einer von von politisch Korrekten beherrschten Gesellschaft Stagnaten und tödliche Langweile. "Im Zeitalter der real existierenden Tyrannei der Normalität kommen der Gesellschaft die lebendigen Farben abhanden. Mit unnachsichtiger Strenge prügelt die Political Correctness die Menschen ins gewöhnliche Feldgrau redundanter Meinungsuniformen. Politikerreden werden akribisch daraufhin abgesucht, ob der Volksvertreter auch bitte gesagt hat, was er unbedingt sagen musste, und nicht gesagt hat, was er unter keinen Umständen sagen durfte.", schreibt der katholische Psychiater dann weiters. Dies habe zu einer "totalen Genscherisierung der Politik" geführt. Dieser hat laut Lütz in seiner ganzen Politikerlaufbahn keinen Gedanken geäußert, an den man sich erinnern kann, freilich habe Genscher auch niemals etwas Falsches gesagt.

Lütz betont allerdings, dass Normalität gewiss auch ihr Gutes habe. Sie ist die Mutter der Straßenverkehrsordnung und überhaupt jeder Regelung des menschlichen Zusammenlebens und damit Voraussetzung für die Freiheit des Menschen. "Doch der radikal durchnormalisierten Gesellschaft droht Stagnation und tödliche Langeweile. Zwar gibt es Menschen, die sich in solchen restlos geregelten Verhältnissen pudelwohl fühlen. Für kreativere Gemüter freilich, und auf die kommt es für die Zukunft an, ist eine solche Welt die Vorwegnahme des griechischen Hades, jener Unterwelt, in der die Toten als farblose Schatten ihr Dasein fristeten.", schreibt Lütz weiters.

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