Williams: Kein Problem mit homosexuellen Bischöfen

27. September 2010 in Chronik


Rowan Williams, das geistliche Oberhaupt der Anglikaner, hat sich in einem Interview für die Ernennung Homosexueller zu Bischöfen ausgesprochen. Diese müssten aber zölibatär leben.


London (kath.net)
Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury und geistliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche, sieht kein Problem darin, Homosexuelle zu Bischöfen zu ernennen. Das berichtet die Londoner Zeitung „Times“. Homosexuelle Bischöfe müssten allerdings – im Gegensatz zu ihren heterosexuellen Amtskollegen – zölibatär leben.

Es gäbe „traditionelle, historische Standards“, die vom anglikanischen Klerus zu beachten seien, sagte Williams gegenüber der „Times“. Das Privatleben der Geistlichen werde daher immer eine Rolle spielen.

Derzeit könne er homosexuelle Beziehungen von Geistlichen nicht gutheißen, sagte Williams. „Die Kosten für die Kirche wären zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu hoch“, sagte er wörtlich gegenüber der „Times“.

Williams Aussage wird sowohl vom liberalen wie vom konservativen Flügel der anglikanischen Kirche kritisiert. Liberale sind verärgert, weil Williams von homosexuellen Geistlichen explizit eine zölibatäre Lebensweise verlangt, nicht aber von deren heterosexuellen Amtskollegen. Konservative sehen in der Ernennung von Homosexuellen einen Widerspruch zur Lehre der Kirche.


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