Damit das nahtlose Gewand Christi nicht weiter zerrissen wird

1. Oktober 2010 in Aktuelles


Der Bischof von Bayeux und Lisieux genehmigt den Wallfahrtsgottesdienst der Priesterbruderschaft St. Pius X. in der Kathedrale von Lisieux. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Wie jedes Jahr organisiert die Piusbruderschaft St. Pius X. eine Wallfahrt nach Lisieux im Zeichen der heiligen Therese vom Kinde Gottes und des Heiligen Antlitzes Jesu Christi, des Herrn. Die Wallfahrt findet am morgigen 2. Oktober statt. Den Höhepunkt der Pilgerreise bildete in den vergangenen Jahren eine Heilige Messe unter freiem Himmel, da der Bischof der Diözese Bayeux und Lisieux den Pilgern der Bruderschaft die Erlaubnis verweigert hatte, den Gottesdienst in der Kathedrale Saint-Pierre von Lisieux zu feiern. So nicht dieses Jahr.

Seit dem 12. März 2010 hat die Diözese mit Jean-Claude Boulanger einen neuen Bischof. Dieser brach mit dem Widerstand seines Vorgängers sowie eines Teils des Diözesanklerus und gestattete es der Priesterbruderschaft St. Pius X., am morgigen Samstag um 16:00 Uhr den Pilgergottesdienst in der Kathedrale zu feiern. Damit setzt der Bischof von Bayeux und Lisieux die Bitte Papst Benedikts XVI. um, mit der sich dieser während seiner Reise nach Frankreich am 14. September 2008 an die französischen Bischöfe gewandt hatte.

In seiner Ansprache an die Bischöfe hatte Benedikt XVI. hinsichtlich der Umsetzung der Bestimmungen des Motu proprio „Summorum Pontificum“ und der Auseinandersetzung um die Priesterbruderschaft St. Pius X. seine Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass die Bischöfe bald zu für alle befriedigenden Lösungen gelangen könnten. Dies sei notwendig, so der Papst, „damit das nahtlose Gewand Christi nicht weiter zerrissen wird“. Benedikt XVI. hatte betont, dass niemand in der Kirche „überflüssig“ sei: „Jeder, ohne Ausnahme, muss sich in ihr ‚zu Hause’ und niemals abgewiesen fühlen“.

Das „Haus“ der Kathedrale von Lisieux und der Basilika von Lourdes ist nicht mehr verschlossen.


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